Kleine Gartenschau vor 150 Jahren

Ansicht der Stadt von Süden mit der Bahnhofsanlage, auf deren Grüngestaltung besonderes Augenmerk gelegt wurde (um 1870)
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Die Idee einer umfassenden gärtnerischen Gestaltung der Stadt Pfaffenhofen unter Beteiligung der Bürger ist nicht neu. Rund 150 Jahre vor der geplanten "Kleinen Gartenschau 2017" gingen von Bewohnern Pfaffenhofens in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Initiativen zur Verschönerung der Stadt an zahlreichen Stellen aus.

Die Gründung des "Verschönerungsvereins"

Im April 1865 gründete sich in Pfaffenhofen der Verschönerungsverein mit dem Anliegen, die landschaftliche Gestaltung der Stadt und ihrer Umgebung mit Bäumen und geeigneten Anlagen zu verbessern. Bezirksamtsassessor Mayer, Kaufmann Josef Seitz und Sektionsingenieur Jacob Henle bildeten die Vorstandschaft des Vereins.

Eine grüne Ringmauer um die Stadt

Großes Anliegen der Mitglieder war eine grüne Umgebung für die Stadt, die noch kaum über den Verlauf der alten Stadtmauer hinausgewachsen war. Schattige Plätze unter Bäumen für die Fußgänger auf dem "Promenadeweg" (heute Schulstraße), der nach Süden zu den Ilmwiesen hinüber noch frei Sicht gewährte, sowie Nistplätze für Vögel in den Außenbereichen der Stadt sollten Ungeziefer fernhalten und die Luft verbessern. Zugleich bekamen die Reste der mittelalterlichen Umbauung durch die Grünanlagen "eine freundschaftliche Nachbarschaft".

Die Gestaltung der "neuen" Bahnhofsanlage

Highlight und Blickfang sollte die gärtnerische Gestaltung der neuen Bahnhofsanlage von Pfaffenhofen werden, die in den Jahren 1865 bis 1867 entstand. Durch die Pflanzung von Kastanien- und Vogelbeerbäumen sollten Gleis- und Bahnhofsbereich vom Blick der hier gern flanierenden Menschen abgeschirmt werden. Stadtmagistrat und Spenden der Bürger machten diese ersten Maßnahmen möglich.
Das Großprojekt der Anlage eines Stadtparks im Bereich der heutigen Schlachthofstraße zerschlug sich allerdings mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914.

Signalwirkung

Ein erster Anfang für einen Bewußtseinswandel bei der Bevölkerung war durch diese Aktionen gemacht. Auch in den folgenden Jahrzehnten entwickelte der Verein in dem sich zunehmend verändernden Pfaffenhofen zahlreiche Initiativen, um den Ort grün und lebenswert zu erhalten. Eine wirkungsvolle Fortführung der rührigen Arbeit des früheren Verschönerungsvereins kann die "Kleine Gartenschau 2017" leisten.

Autor:

Stadtarchiv Pfaffenhofen an der Ilm aus Pfaffenhofen

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