Pilotprojekt Bioland Stiftung - Bodenallianz
Guter Ackerboden gegen Treibhausgase

Humushaltige Böden können als CO2-Speicher dienen
  • Humushaltige Böden können als CO2-Speicher dienen
  • Foto: Josef Amberger
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Landwirte der Pfaffenhofener Bodenallianz beteiligen sich an einem Pilotprojekt, das die Speicherung des Treibhausgases CO2 im Ackerboden untersucht. Der Pfaffenhofener Stadtrat hat in nicht öffentlicher Sitzung einstimmig für die Beteiligung der Stadt Pfaffenhofen gestimmt. Das Projekt der Bioland Stiftung trägt den Namen Boden.Klima und hat das Ziel, Landwirtschaft und Klimaschutz zu verbinden. Neben den Pfaffenhofener Landwirten sind auch Höfe und Milchverarbeitungsbetriebe in anderen bayrischen Regionen beteiligt.

Humushaltige landwirtschaftlich genutzte Böden sind in der Lage, das Treibhausgas CO2 zu binden und langfristig zu speichern. In dem Pilotprojekt untersuchen Wissenschaftler auf Höfen der Pfaffenhofener Bodenallianz, wieviel CO2 so direkt vor Ort gebunden werden kann. Zusammen mit der Einsparungen von Emissionen kann die Landwirtschaft dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Anreicherung von Kohlenstoff durch den Aufbau von Humus ist eine der wenigen Klimaschutzmaßnahmen, die Emissionen nicht nur vermeidet, sondern auch rückgängig machen kann.

Um für die Landwirte auf breiter Basis einen Anreiz dafür zu schaffen, soll das Engagement für den Klimaschutz honoriert werden. Die teilnehmenden Betriebe sollen in einem weiteren Schritt ihrerseits Zertifikate für das lokal eingesparte CO2 zum Beispiel an Unternehmen ausgeben, die damit nicht vermeidbare Emissionen in ihrer Ökobilanz lokal und effektiv kompensieren können. Diese Form der Kompensation stellt eine Alternative dar zu existierenden Angeboten zum Ausgleich klimaschädlicher Emissionen, die zum Beispiel in Aufforstungen im Ausland investieren.

Das eingenommene Geld kommt einer klimafreundlichen Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe zugute. Dabei steht der Faktor Boden im Mittelpunkt, sondern es geht darum, die Klimabilanz des gesamten Betriebs zu verbessern. Das bedeutet, Emissionen zu verringern, wo es machbar ist. Der Handel mit Zertifikaten und die Unterstützung durch die Experten sind für die Landwirte damit ein zusätzlicher Anreiz, sich im Klimaschutz zu engagieren.

Humusreiche und nachhaltig bewirtschaftete Ackerböden haben neben der Funktion als CO2-Speicher viele andere positive Effekte. Sie sind für die Auswirkungen des Klimawandels weniger empfindlich, fördern den Artenreichtum im Boden und können mehr Wasser speichern, was Ernteerträge sichern hilft, das Grundwasser schützt und einen Beitrag zum Hochwasserschutz leistet.

Die Pilotphase des Projektes Boden.Klima läuft bis 2022. Während dieser Zeit werden die Ergebnisse ständig aktualisiert und die Maßnahmen weiterentwickelt. Am Ende dieser Phase werden die Ergebnisse evaluiert und die Beteiligten entscheiden über die dauerhafte Einführung des Konzepts.

Autor:

PAF und DU Redaktion aus Pfaffenhofen

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