Neuanfang beim MSC Pfaffenhofen: 1. und 2. ADAC Hopfenland-Rallye Sprint

Der Höhepunkt der Vereinsgeschichte: 1992 fand auf dem Pfaffenhofener Highspeed-Oval das Finale zur Speedway-Junioren-WM statt ...veranstaltet durch den MSC!
 
Pfaffenhofen hat wieder einen Speedwayfahrer: MSC-Pilot Julian Bielmeier hat das Driften noch in seiner Heimatstadt gelernt.
Denkt man an den MSC Pfaffenhofen (gegr. 1927), so kommen einem Speedwayfahrer in den Sinn, die spektakulär um die Sandbahn driften. In der Tat waren es die heißen Kurvenduelle im städtischen Stadion, die den Klub über Jahrzehnte berühmt machten. Bis zum Jahr 2014: dann nämlich verloren die Motorsportler mit dem Pfaffenhofener Highspeed-Oval ihre sportliche Heimat.
Verständlich, dass vereinsintern Jahre der Perspektivlosigkeit und der Frustration folgten. Umso mehr freuen sich die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Jürgen Konrad, am 09. Juni wieder ein Rennsport-Spektakel bieten zu können: Zig Rallye-Piloten aus dem süddeutschen Raum sowie aus Österreich werden vor der Pfaffenhofener „Haustür“ auf Zeitenjagd gehen. Ganz nebenbei will man dem „Mythos Schönthaler Berg“ wieder Leben einhauchen, wie Konrad erklärt: „Bestimmt werden sich ältere Rennsportfans an die legendären Bergrennen in den 1970-er- und 1980-er-Jahren erinnern. Dort also, auf dem kurvigen Teilstück zwischen Tegernbach und Pfaffenhofen, wo schon einmal Walter Röhrl und Fritz Müller Gas gegeben haben, werden nach Jahrzehnten wieder die Motoren heulen.“
Mit der Organisation dieser Veranstaltung betritt man Neuland – die Sparte „Rallye Sprint“ ist nämlich die jüngste des MSC. Initiiert wiederum durch Daniel Kühn: Der Pfaffenhofener nimmt heuer erstmals am ADAC Rallye-Masters, einer deutschlandweiten Rennserie teil. Den Rennsport nebenbei in seiner Heimatstadt zu etablieren, ist sein Vorhaben. „Unser Nachwuchs soll eine Perspektive bekommen, Motorsport auch im Erwachsenenalter ausüben zu können“, sagt der Rallyepilot.
Mit dem „Nachwuchs“ meint Kühn die jungen Slalom-Kartfahrer, die längst zum Aushängeschild für den MSC geworden sind. In der Region gilt der Klub als eine der Top-Adressen für diese Sportart, die man bis zu einem Alter von 18 Jahren ausüben kann. So knattern wöchentlich auf dem Firmengelände der Firma Gigler die Motoren: Samstagvormittags baut Übungsleiter Patrick Wieprich mit seinen Helfern einen Parcours, bestehend aus Pylonen, auf. Während der zweistündigen Trainingszeit sind dann die kleinen „Rennfahrer“ an der Reihe: Beim Jugend-Kartslalom geht es darum, ein Kart mit einem 6,5-PS-Motor möglichst fehlerfrei und schnell durch Hindernisse zu manövrieren. „Wir bieten Kindern und Jugendlichen eine ideale Gelegenheit, sich früh Eigenschaften wie Übersicht und Reaktionsschnelligkeit anzueignen – man lernt ein Kraftfahrzeug sicher zu beherrschen“, erläutert Patrick Wieprich.
Ganz abgeschafft hat man beim MSC aber auch den Speedwaysport nicht, wie Spartenleiter Erhard Wallenäffer betont: „Da steckt viel Herzblut drin. Die Pfaffenhofener sollen sich mal überraschen lassen – wir planen etwas für 2019.“
Aktuell gelten jedoch alle Bemühungen dem Hopfenland-Rallye Sprint am 09. Juni. „Seit Wochen ziehen viele unserer Mitglieder im Hintergrund unermüdlich die Fäden“, berichtet Jürgen Konrad. So würde man sich beim MSC über zahlreiche Fans am Rennstrecken-Zuschauerpunkt, sowie am Rallyezentrum, an der Münchner Straße (Gaststätte Stockerhof) freuen. Und noch etwas Wichtiges will der Vorsitzende ergänzen: „Dabeisein kostet nichts – dank unserer Sponsoren können wir ein Motorsport-Spektakel ohne Eintrittskarte bieten.“
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