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Kultursommer startet im Zeichen der Kunst
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Mit der Eröffnung des Kultursommers beginnt am Wochenende vom 12. bis 14. Juni ein abwechslungsreiches Programm in Pfaffenhofen. Gleich drei Vernissagen und ein neues Kunstfestival in der Innenstadt hat das erste Kultursommer-Wochenende zu bieten.
Kultursommer-Eröffnung mit Regina Baierl in der Kunsthalle
Den offiziellen Auftakt des Kultursommers bildet am Freitag, 12. Juni um 18 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Gebilde und Gehäuse“ von Regina Baierl in der Kunsthalle.
Die Münchner Künstlerin und Architektin Regina Baierl untersucht in ihren Objekten und Räumen elementare Fragen nach dem Wesen von Intimität, Privatheit und Rückzug. Ihre „privaten Gehäuse“ und „Studioli“ sind eine Werkreihe, bei der alltägliche, ausgediente Möbelstücke transformiert und in begehbare Kleinstarchitekturen verwandelt werden – Objekte und Räume zwischen Skulptur und Architektur. Türen und Klappen verwandeln sich in Durchgänge oder Tische, kleine Fenster öffnen den Blick nach außen.
Die „Studioli“ werden in Pfaffenhofen durch Gebilde erweitert: Eine Leiter, die ins Nichts führt, Stühle, auf prothesenartigen, langen, dünnen Beinchen, ihre Umgebung überragend, erzählen von Beziehungen und Verhältnissen von und zu den Objekten und thematisieren Unerreichbarkeit, Dominanz und Unterwerfung.
Regina Baierl lebt und arbeitet in München und Spanien. Seit vielen Jahren zeigt sie ihre Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Von 2017 bis 2023 erhielt sie ein Atelierstipendium der Landeshauptstadt München.
Die Ausstellung ist bis zum 12. Juli zu sehen. Während der Laufzeit werden mehrere Führungen mit der Künstlerin, Filmabende sowie Workshops für Kinder angeboten. Nähere Informationen gibt es unter: kunstverein-pfaffenhofen.de/post/2026-gebilde-und-gehaeuse
Robert Andreas Drude zeigt „Übermalungen“ in der Städtischen Galerie
Am Samstag, 13. Juni um 19.30 Uhr eröffnet in der Städtischen Galerie die Ausstellung „Übermalungen“ von Robert Andreas Drude.
Die Motive sind vertraut: in Öl gemalte Berge, Seen, bayerische Landschaften – Bilder, die heute eher in Kellern oder auf Dachböden zu finden sind. Mit den Übermalungen von Robert Andreas Drude kommt jedoch etwas Neues hinzu. Idole des Künstlers, Figuren der Popkultur oder Motive aus der Kunstgeschichte beleben das angestaubte Idyll. Dabei entstehen neue Bildwelten, in denen scheinbar gegensätzliche Motive auf überraschend harmonische Weise zusammenfinden. Der Künstler geht dabei bewusst behutsam vor: Die ursprünglichen Bilder werden nicht verdrängt oder zerstört, sondern um neue Ebenen erweitert. Humor, handwerkliches Können und ein feines Gespür für die vorhandenen Motive prägen seine Arbeiten.
Robert Andreas Drude wuchs im Pfaffenhofener Ortsteil Niederscheyern auf, studierte Grafikdesign und arbeitet seit rund 20 Jahren als Concept Artist in der internationalen Videospielindustrie.
Die Ausstellung kann anschließend bis 12. Juli zu den Öffnungszeiten der Städtischen Galerie besucht werden.
Neues Kunst-Wochenende bringt Kunst in die ganze Innenstadt
Ebenfalls am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juni findet erstmals das Kunst-Wochenende statt. Das neue Festival widmet sich zwei Tage lang, jeweils von 10 bis 20 Uhr, ganz der bildenden Kunst und macht die Innenstadt zur offenen Ausstellungsfläche.
Neben Präsentationen in etablierten Räumen wie der Städtischen Galerie, der Rathaus-Galerie, der Kunsthalle oder der Galerie kuk44 gibt es Offspace-Projekte. Kunst in Ladengeschäften trifft auf Interventionen im öffentlichen Raum, offene Ateliers laden zum Eintreten ein, während Vernissagen, Führungen und Künstlergespräche den direkten Austausch ermöglichen. Hier begegnen sich unterschiedlichste künstlerische Positionen – von anerkannten Künstlerinnen und Künstlern über Kulturförderpreisträger bis hin zu vielversprechenden Nachwuchs aus Pfaffenhofen, der Region und darüber hinaus.
Wer die Eindrücke gemeinsam ausklingen lassen möchte, ist an beiden Tagen ab 14 Uhr zur Kunst-Party vor dem Rathaus eingeladen – mit Musik, Getränken, Snacks und Gelegenheiten für Gespräche.
Das gesamte Programm gibt es unter: pfaffenhofen.de/kunst-wochenende
„Zukunft braucht Herkunft“ in der Galerie kuk44
Am Sonntag, 14. Juni um 16 Uhr eröffnet in der Galerie kuk44 die Duo-Ausstellung „Zukunft braucht Herkunft“ von Bettina Kiebler und Karolin Schumann.
Die Ausstellung verbindet zwei unterschiedliche künstlerische Positionen miteinander: eine digitale, KI-gestützte Porträtarbeit und eine analoge, abstrakte Malerei. Im Mittelpunkt steht der Mensch – seine Emotionen, Erinnerungen und Projektionen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zentrales kuratorisches Element ist das Prinzip des Werks im Verbund.
Jede Arbeit entsteht als Paar: Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Begriff. Das digitale Porträt übersetzt diesen Begriff in ein Bild, geprägt von Bildgeschichte, kultureller Erinnerung und visuellen Referenzen. Die abstrakte Malerei antwortet mit Farbe, Struktur, Rhythmus und körperlicher Geste. Beide Werke sind nur gemeinsam lesbar.
Bettina Kiebler ist Diplom-Designerin und Künstlerin. In ihren KI-gestützten Porträts („Portraits of Humankind“) erforscht sie den Menschen als Träger von Emotion, Erinnerung und Projektion. Karolin Schumann ist eine abstrakt arbeitende Künstlerin. Seit 2023 steht ihre künstlerische Praxis im Zentrum ihres Schaffens. Sie betreibt einen eigenen Raum für Kunst in der Münchner Maxvorstadt und stellt regelmäßig in München sowie auf Kunstmessen aus.
Weitere Informationen
Der Eintritt zu den oben genannten Veranstaltungen ist frei. Der Kultursommer geht bis 2. August. Das gesamte Programm gibt es unter pfaffenhofen.de/kultursommer
Autor:Kulturamt Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen |
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