Frauen-Fahrradkurs erfolgreich abgeschlossen
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In den vergangenen Wochen haben sich 8 junge Frauen und ebenso viele ehrenamtliche Helfer:innen einmal wöchentlich auf dem Verkehrsübungsplatz in Niederscheyern getroffen und miteinander Radfahren geübt. Nach 6 Kurseinheiten wurden gemeinsam die Erfolge gefeiert, die Teilnehmerinnen erhielten eine Urkunde und Applaus für ihre Fortschritte und bedankten sich ihrerseits mit hausgemachten internationalen Köstlichkeiten für das gemeinsame Abschluss-Picknick.
Der Kurs wurde vom adfc Pfaffenhofen (Allgemeiner deutscher Fahrrad-Club) und der Integrationsstelle der Stadt Pfaffenhofen gemeinsam organisiert, um zugewanderten Frauen das Fahrradfahren zu ermöglichen, die es in ihren Herkunftsländern aus verschiedenen Gründen gar nicht oder nur wenig erlernen konnten. Im Vorfeld wurden Informationen gesammelt, zwei ähnliche Projekte in München besucht, ein Konzept erarbeitet, Ehrenamtliche gefunden, Trainingszeiten abgestimmt und Material beschafft. Mehrere Personen haben Fahrräder und Helme gespendet oder leihweise zur Verfügung gestellt. Weitere Räder und spezielle Roller konnten dank Spenden gebraucht erworben werden, ebenso wie weitere Helme und Warnwesten. Ein besonderer Dank geht an die Handarbeitsgruppe "Tolle Wolle", die im Rahmen der Wochen gegen Rassismus Selbstgestricktes verkauft hatte und den Erlös für das Projekt gespendet hat.
Die Teilnehmerinnen des Kurses kommen aus Eritrea, Guinea, Indien, dem Irak, Syrien und der Türkei. Manche von ihnen konnten zu Beginn schon ein wenig Fahrradfahren, aber nicht sicher genug, um am Straßenverkehr teilzunehmen. Sie übten mit großem Einsatz Anfahren und Bremsen, Handzeichen und Schulterblick und vieles mehr, bis sie eine gemeinsame Fahrt ins Stadtzentrum und zurück unternehmen konnten. Andere Frauen hatten vorher noch nie ein Fahrrad in den Händen gehabt. Sie begannen mit Gleichgewichtsübungen auf dem Roller oder einem Fahrrad ohne Pedale als Laufrad und übten unermüdlich, bis sie schließlich "richtig" auf ein Fahrrad steigen und losfahren konnten.
Diese Erfolge wären nicht möglich gewesen ohne das große Engagement der ehrenamtlichen Helfer:innen, die die Teilnehmerinnen mit viel Freude und Geduld begleitet, unterstützt und motiviert haben und ihre Begeisterung für das Fahrradfahren weitergegeben haben. Ihnen gilt ein ganz besonderer Dank! Neben den Fortschritten auf dem Fahrrad ist ein weiterer großer Erfolg des Projektes, dass im Laufe der Zeit neue persönliche Kontakte entstanden sind und alle Seiten auch die interkulturelle Begegnung als bereichernd erlebten. So wurde beschlossen, sich auch nach Ende des Kurses weiterhin zu treffen, um das Gelernte zu festigen und mehr Sicherheit zu erreichen, damit das Radfahren als gesunde und nachhaltige Form der Mobilität irgendwann hoffentlich ganz alltäglich wird.
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