„Tierschutz ist auch Menschenschutz“

Sie haben das Sagen in der Tierherberge an der Weiberrast (von links): Vereinsvorsitzende Manuela Braunmüller, Chihuahua-Hündin Sheila, Tierheimleiterin Sandra Lob und ihr Labrador-Mischling Don
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„Tierschutz ist für uns eine Herzensangelegenheit, bedauerlicherweise in der heutigen Gesellschaft aber auch ein Muss“, sagt Sandra Lob, die Leiterin der Tierherberge an der Pfaffenhofener Weiberrast. Seit 18 Jahren arbeitet sie für den Tierschutz. „Dass wir Tiere mögen, erkennt man nicht zuletzt daran, dass über 95 Prozent der Arbeitsstunden bei uns ehrenamtlich geleistet werden, also ohne Bezahlung. Und zwar an 365 Tagen im Jahr, es gibt ja keine Sonn- oder Feiertage bei der Arbeit mit Tieren.“ Aber Tierschutz sei häufig auch Menschenschutz, ergänzt Lob. „Denn hinter vielen schweren Tierschicksalen steckt häufig auch ein Menschenschicksal: Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben und plötzlich finanziell nicht mehr in der Lage sind, den eigenen Hund zu füttern. Oder ältere Herrschaften, die jahrelang mit einem Haustier zusammengelebt haben und dieses Tier jetzt nicht ins Pflegeheim mitnehmen dürfen. Auch da versuchen wir zu helfen.“
Es waren mühsame 15 Jahre in den Jahren nach der Gründung des Vereins 1996. Oft fehlte es am Nötigsten in den ersten, mitunter baufälligen Häusern, in denen der Verein und seine Tiere untergebracht waren. Im Winter fiel oft die Heizung aus, nicht selten blieb das Wasser kalt. Vor drei Jahren, im März 2011, eröffnete dann die neu erbaute Herberge an der Weiberrast, hoch über Pfaffenhofen. Seitdem haben die Tierschützer Platz und endlich die Möglichkeit, sich tiergerecht und angemessen um ihre Schützlinge zu kümmern.
Kürzlich konnte der als gemeinnützig anerkannte Verein sein sechshundertstes Mitglied begrüßen. Neue Mitglieder und Helfer werden auch dringend gebraucht. Was kaum jemand weiß: der Tierschutzverein übernimmt kommunale Aufgaben. Ebenso, wie die Kommunen verpflichtet sind, Fundgegenstände wie Geldbörsen, verlorene Laptops oder einen Regenschirm für eine gewisse Zeit zu verwahren, sind sie auch verpflichtet, sich um Fundtiere zu kümmern. Diese Aufgabe nimmt der Tierschutzverein den Kommunen ab und erhält dafür jährlich einen Pauschalbetrag in Höhe von 25 Cent pro Einwohner der umliegenden Gemeinden im Jahr. Die Stadt Pfaffenhofen zahlt 50 Cent pro Einwohner jährlich. Leider reiche dieser Zuschuss der Kommunen bei weitem nicht aus, um die laufenden Kosten für Unterbringung der Tiere, Futter, Tierarzt, Kosten des laufenden Betriebs und dergleichen zu decken, so Braunmüller: „Deshalb verrichten unsere Helfer ihre Arbeit im Unterschied zu einem Fundbüro ehrenamtlich, anders wäre es unter den gegebenen Bedingungen auch gar nicht möglich“, sagt Manuela Braunmüller, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Pfaffenhofen und Umgebung. „Wir sind also dringend darauf angewiesen, dass wir von tierlieben Menschen unterstützt werden. Sei es durch eine Mitgliedschaft, Hilfe bei der Pflege, durch eine Spende, eine Patenschaft oder ein Vermächtnis, jede Unterstützung ist uns willkommen. Sie kann, da der Verein als gemeinnützig anerkannt ist, steuerlich geltend gemacht werden.“

Autor:

PAF und DU Redaktion aus Pfaffenhofen

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