Neue Kindertagesstätte im Ecoquartier feierte Hebauf - Wichtige Stichworte: Nachhaltigkeit und Inklusion

Der Rohbau der Kindertagesstätte Ecoquartier ist fertiggestellt und so konnte Hebauf gefeiert werden. Ab Oktober soll die erste Gruppe einziehen und im Januar 2014 wird die Kita mit insgesamt 66 Kindergarten- und Krippenkindern den vollen Betrieb aufnehmen. Diese Einrichtung ist die erste in Pfaffenhofen, die das Konzept einer Inklusions-Kindertagesstätte realisiert.

Zur Hebauffeier kamen Baubeteiligte, Stadtratsmitglieder, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Nachbarn und zukünftige Eltern und Kinder der neuen Kita. Ebenfalls anwesend waren einige Kinder der Kindertagesstätte St. Elisabeth, die die Patenschaft für die neue städtische Einrichtung übernommen haben.
Das innovative Inklusionskonzept, das in der neuen Kindertagesstätte umgesetzt wird, wurde von Andrea Mischke, Leiterin der Kindertagesstätte Burzlbaam und Fachberaterin für Kindertagesstätten der Stadt Pfaffenhofen, ausgearbeitet. Grundgedanke ist, dass jeder einen Platz in der Mitte der Gesellschaft bekommen soll und niemand wegen seiner individuellen Beeinträchtigungen, Bedürfnisse, Herkunft oder Religion separiert wird. Dies gilt nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern und Erzieher/-innen. Inklusion ist eine Weiterentwicklung der Integration, wobei die Unterschiedlichkeit und die Schwäche jedes Einzelnen als normal anzusehen ist.

Bürgermeister Thomas Herker begrüßte die Gäste und lobte das Inklusionskonzept. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass die Stadt Pfaffenhofen bis zum Jahresende bei den unter Dreijährigen eine Betreuungsquote von 39 Prozent erreicht und damit weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen liegt. So kann die Stadt jedem Kind, welches einen Betreuungsplatz benötigt, auch einen Platz anbieten. Trotzdem werde die Stadt nicht aufhören, die Betreuungsangebote auszubauen, erklärte Herker.
Zum Richtfest hatten einige Mädchen und Buben der Kita St. Elisabeth ein Lied eingeübt, das sie den Gästen vorsangen und dafür viel Applaus ernteten. Dann kam es zum eigentlichen Hebauf: dem Richtspruch der Zimmerer vom Dach des Neubaus. Traditionell wurde ein Hoch gesprochen auf den Bauherrn, die Stadt Pfaffenhofen, die Architektin Rita Obereisenbuchner und die am Bau beteiligten Maurer und Zimmerer. Danach ließen die Zimmerer Bonbons und andere Süßigkeiten vom Dach regnen, worüber sich die Mädchen und Buben sehr freuten.

Interessierte konnten anschließend der Architektin Rita Obereisenbuchner in das Gebäude folgen, wo sie Wissenswertes über die Bauweise erfuhren. Bei der Planung der neuen Kindertagesstätte wurde viel Wert darauf gelegt, dem Nachhaltigkeitsgedanken des Ecoquartiers und dem Inklusionskonzept zu entsprechen. So haben die Architekten beispielsweise darauf geachtet, die Bauweise schlicht und einfach zu halten, aber hochwertige, möglichst natürliche und giftstofffreie Materialien zu verwenden. Zudem hat nicht nur jeder Gruppenraum einen Zugang ins Freie, sondern alle Eingänge sind barrierefrei gestaltet, um keine „Sonderlösungen“ für Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen zu brauchen.
Nachhaltigkeit und Inklusion waren auch bei der Planung des Außenbereichs ausschlaggebend, wie der Landschaftsarchitekt Heinz Kindhammer erläuterte. So werden hier nur ungiftige und heimische Gewächse gepflanzt, die nach Möglichkeit sogar essbar sind. Es werden warme Materialien verwendet, viel Holz und Sand, und die Spielgeräte sollen keine Spielerlebnisse vorgeben, sondern möglichst viel der Fantasie der Kinder überlassen.

Autor:

Sozialreferat Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm aus Pfaffenhofen

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