Kirchenmusikerin Annelis Marien wurde 90 Jahre

Seit vielen Jahren schon ist sie in Pfaffenhofen. Im Jahr 1958 zog sie aus Braunschweig in die Kreisstadt, davor wohnte sie in Berlin. Und hier in unserer Gemeinde baute sie 1967 den Kirchenchor der Kreuzkirche auf, den sie viele Jahre leitete.

Aber nicht nur als Chorleiterin machte sie sich einen Namen, auch als Organistin ist sie schon seit langen Jahren tätig. Auch heute noch begleitet sie Gottesdienste an der Königin der Instrumente.
Als Neunjährige fing sie mit Klavierstunden an: »Jeden Tag üben, immer eine Stunde lang.« Sie wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf: »Meine Mutter war sehr musikalisch. Als Kinder haben wir damals sehr viel gesungen — das war schön.« Mit 17 Jahren begann sie dann, an der Orgel zu üben. »Damals hatte ich Unterricht bei einem tollen Kantor. In den Kriegsjahren waren viele Organisten beim Militär, da habe ich mich dann ausbilden lassen.«
1972 wurde sie in unserer Gemeinde als Kantorin fest angestellt. Davor sprang sie immer wieder im Vertretungsfall ein.
Auch heute ist sie noch sehr aktiv. Neben der Orgel spielt sie Klavier und gibt sogar noch Klavierunterunterricht in ihrem Haus.
1925 in Dresden geboren, erlebte sie den Bombenhagel in ihrer Heimatstadt am Ende des Zweiten Weltkrieges: »Ich bin damals um mein Leben gerannt, überall Bomben, Feuer, tote Menschen. Es war furchtbar.« Dieses Erlebnis hat sie für ihr Leben geprägt, im Alter erzählte sie ihren Kindern ausführlich davon. Ein Protokoll dieser Erzählung ist in einem Buch veröffentlicht.
Auch in der Gemeindeleitung der evangelischen Kirche war sie als Kirchenvorsteherin lange Jahre aktiv. Erst im hohen Alter von über 80 Jahren stellte sie sich nicht mehr zur Wahl. Auch heute noch begleitet sie aufmerksam das Gemeindegeschehen.
Im Juni konnte Annelis Marien im Kreis ihrer Kinder, Enkel und Urenkel in Pfaffenhofen ihren 90. Geburtstag feiern. Doch schon wenige Tage später hielt sie nichts mehr daheim: »Es ist so schön, an der Orgel zu spielen, an diesem wunderbaren Instrument hier in der Kreuzkirche.»
Sprach´s, setzte sich auf die Orgelbank, machte einige Fingerübungen und übte für die nächsten Gottesdienste: »Am Freitag und am Samstag bin ich wieder aktiv, eine Taufe und ein Trauergottesdienst.«
Liebe Annelis, die Lutheraner wünschen dir, dass du noch viele Jahre an deinem Lieblingsinstrument spielen kannst. (em)

Autor:

Evangelische Kirchengemeinde Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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