„Eine wenig erforschte Zeit“ – Vortrag zu den neuen „Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n)“

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Pfaffenhofen zur Zeit unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war das Thema eines Vortrags von Stadtarchivar Andreas Sauer am Samstag im Festsaal im Rathaus. Sauer bezeichnete diese Periode als eine „wenig erforschte Zeit, die in den Aufstieg der Nazis in den Jahren 1932/33 mündete“. Die Jahre 1918 und 1919 und Pfaffenhofens Weg in die Weimarer Republik sind auch das Thema der neuesten Ausgabe der Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n), die ebenfalls am Samstag erschien.

Als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg folgte eine Zeit, die zunächst von der Trauer um die Verluste geprägt war. Die Trauer schlug jedoch schnell um in eine Phase, in der sich die Menschen Aufmunterung gönnten und „Exzesse brauchten, um das Geschehene zu überwinden“, sagte Sauer. Die Ausrufung des Freistaats, die Bildung von Soldaten-, Arbeiter- und Bauernräten und die Wahlen des Jahres 1919 bestimmten monatelang das Geschehen in der Stadt. Dabei kam es wiederholt zu Unruhen, Auseinandersetzungen und schließlich strahlten die Vorkommnisse in München mit der Ausrufung einer Räterepublik am 7. April 1919 auf Pfaffenhofen aus. Am 17. April beschossen Freikorpseinheiten mit Feldgeschützen von der Bortenschlagerhöhe aus die Bahnstrecke, um rote Truppen, die „Spartakisten“, auf dem Weg nach Bamberg zu stoppen, wo sie die gewählte Regierung verhaften wollten.

Sauer schilderte auch die Situation der Rückkehrer aus dem Krieg, die schwierige wirtschaftliche Lage und die politische Situation in Pfaffenhofen in dieser prägenden Phase der deutschen Geschichte.

Die Jahre 1918 und 1919 sind auch Thema der neuesten Ausgabe der „Pfaffenhofener Stadtgeschichte(n)“, die im Rathaus, im Haus der Begegnung und bei der Stadtverwaltung kostenlos zum Mitnehmen ausliegt. Auf der städtische Internetseite www.pfaffenhofen.de/stadtgeschichten steht das Heft zum Download zur Verfügung.

Autor:

Stadtarchiv Pfaffenhofen an der Ilm aus Pfaffenhofen

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