Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Stadt in früheren Zeiten

Mitarbeiter der Stadt bei der Hopfenabwaage im Rathaus (um 1930)
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Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Stadt in früheren Zeiten
Die Stadt Pfaffenhofen bietet als Arbeitgeber ein breites Feld an Tätigkeitsfeldern, das angesichts neuer Herausforderungen und Entwicklungen immer vielfältiger wird. In früheren Jahrzehnten beschäftigte die Stadt auch Mitarbeiter, die heute längst nicht mehr existierende Funktionen ausübten.


Schulwesen und Musikpflege als klassische Aufgabenfelder

Das städtische Schulwesen erforderte im 19. Jahrhundert zusätzlich zu den zwei ausgebildeten Lehrern im Zuge der damaligen Schulreformen die Anstellung weiterer Lehrkräfte, zumal Knaben und Mädchen eigene Schultrakte und – ab 1898 – auch eigene Schulhäuser besuchten.
Die Musikpflege oblag in früherer Zeit zunächst den Stadttürmern, die als Angestellte der Stadt für das musikalische Geschehen verantwortlich zeichneten und Konzerte ausrichteten. Abgelöst wurden die Türmer durch die „städtischen Musikmeister“, unter denen sich Anton Schöttl als Begründer der Stadtkapelle im Jahr 1927 einen besonderen Namen machte.

Technischer Fortschritt und neue Wirtschaftszweige schaffen weitere Arbeitsplätze
Traditionell beschäftigte die Stadt schon in früherer Zeit Straßenaufseher oder Wegmacher, die für die Erhaltung der Straßen und Wege im Stadtgebiet zuständig waren. Auch zur Aufsicht über die großflächigen städtischen Wälder war ein Arbeiter im Einsatz, der auch als Flurwächter fungierte.
Mit dem Aufkommen des Hopfenanbaus, der Vergabe eines eigenen Siegels für Pfaffenhofen sowie der Errichtung einer Präparieranstalt und einer Hopfenhalle war die Anstellung von Hallen-, Waag- und Siegelmeistern erforderlich. Weitere personelle Neuzugänge waren der für das 1905 eröffnete neue Wasserwerk eingestellte technische Werkmeister und der Aufseher für den 1909 in Betrieb genommenen Schlachthof.
Der stärkste Arbeitnehmeranteil bei der Stadt fiel auf den städtischen Bauhof, der sich insbesondere nach 1945 aufgrund des enormen Aufgabenzuwachses personell stark entwickelte. Schon in den 1950er Jahren stieg die Zahl der Mitarbeiter von zunächst einigen wenigen auf über 30 an.

Arbeitsfelder der Vergangenheit: Stadtpolizei, städtische Sparkasse und Krankenhau
s
Bis zum 1. Juli 1957 besaß die Stadt eine eigene Zuständigkeit für die Polizei. Mehrere Beamte, darunter drei Wachtmeister, sorgten seit 1813 für Ruhe und Ordnung, ehe diese Zuständigkeit von der Stadt auf den Staat überging.
Ein ebenfalls von der Stadt betriebenes Institut war die 1859 gegründete und bis 1933 bestehende städtische Sparkasse. Ein Stadtbeamter und ein Rechnungsführer übernahmen im Rathaus die Geschäfts- und Kassenführung. Mit der Schaffung der Vereinigten Sparkassen des Bezirks Pfaffenhofen im Jahr 1933 endete die Zeit dieser kommunalen Einrichtung.
Auch das 1862 errichtete städtische Krankenhaus bot Arbeitsmöglichkeiten. Neben einem leitenden Arzt und einem Assistenzarzt gehörte noch Pflegepersonal zur Besetzung, um die Patienten sachkundig behandeln und betreuen zu können. Insgesamt arbeiteten hier im Jahr 1955 46 Personen.

Wachsende Stadtverwaltung
Im Verwaltungsbereich dagegen brachte erst die Zeit der Gebietsreform 1971/72 einen erheblich höheren Personalbedarf. Im Jahr 1955 wies der Geschäftsverteilungsplan der Stadt für die Hauptverwaltung 7, für das Stadtbauamt 2 und für Finanzverwaltung, Steueramt und Kassenamt 9 weitere Stellen aus. Die Mitarbeiter hatten damals im Rathaus ausreichend Platz für ihre Tätigkeit, ehe in den 1970er Jahren erste Auslagerungen von Abteilungen notwendig wurden.

Autor:

Stadtarchiv Pfaffenhofen an der Ilm aus Pfaffenhofen

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