Heimische Artenvielfalt schützen
Invasive Pflanzen erkennen

Der Japanische Staudenknöterich ist ein Beispiel für eine invasive Pflanzenart, die sich schnell ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen kann.  | Foto: Mario Dietrich
  • Der Japanische Staudenknöterich ist ein Beispiel für eine invasive Pflanzenart, die sich schnell ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen kann.
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In Pfaffenhofen wurden vermehrt Pflanzen entdeckt, die nach der EU-Verordnung als invasive Arten eingestuft sind. Sie können sich besonders schnell ausbreiten, heimische Pflanzen verdrängen und damit die Artenvielfalt beeinträchtigen sowie gesundheitliche Probleme verursachen. Mit Blick auf eventuell geplante Staudenpflanzungen im Oktober möchte die Stadtverwaltung deshalb für das Thema sensibilisieren und dazu beitragen, invasive Pflanzen frühzeitig zu erkennen.

Als invasiv gelten Pflanzen, die ursprünglich nicht heimisch sind und sich in neuen Lebensräumen stark ausbreiten können. Zu den in der EU als invasiv eingestuften Pflanzen zählen unter anderem der Götterbaum, der Kreuzstrauch, verschiedene Akazien-Arten, die Ballonrebe, der Japanische Hopfen, die Seidenpflanze, der Riesenbärenklau, Pampasgras, die Gelbe Scheinkalla und der Japanische Staudenknöterich. Letzterer bildet besonders kräftige Wurzeln und Rhizome und kann dadurch auch Mauerwerk und Kanalisationsanlagen beeinträchtigen. Es empfiehlt sich ebenfalls auf Pflanzen der Schweizer Liste wie z. B. Kirschlorbeer und Sommerflieder zu verzichten.

Die Stadt bittet Grundstückseigentümer, entsprechende Pflanzenbestände im eigenen Garten möglichst frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. Kleinere Bestände lassen sich häufig durch Ausgraben beseitigen. Bei größeren oder bereits etablierten Beständen sind dagegen wiederholte Maßnahmen über mehrere Jahre erforderlich. Bei der Entsorgung ist darauf zu achten, dass Pflanzenreste weder in der freien Natur noch auf dem eigenen Kompost oder in der Biotonne landen. Sie gehören in den Restmüll beziehungsweise zu den dafür vorgesehenen Grüngutsammelstellen am Wertstoffhof.

Auch bei der Auswahl neuer Pflanzen können Gartenbesitzer einen Beitrag leisten. Die Stadt empfiehlt, möglichst heimische Arten zu verwenden. Als Alternativen zum Kirschlorbeer eignen sich beispielsweise immergrüner Liguster, Eiben-Arten, Hainbuche oder Kornelkirsche. Heimische Wildstauden wie Schafgarbe, Fetthenne, Flockenblume, Lungenkraut, Margerite, Malve, Thymian oder Wiesen-Salbei bieten zudem wertvolle Lebensräume und Nahrung für heimische Tiere.

Weitere Informationen zu den invasiven Pflanzen der EU-Unionsliste bietet der NABU unter nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/invasive-arten/unionsliste.html.
Eine Auswahl an Literatur zu heimischen Wildstauden und Biodiversität ist außerdem in der Stadtbücherei erhältlich.

Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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