Bundesprojekt gestartet: Naturpark Pfaffenhofen
MIT VIDEO: Naturstadt Pfaffenhofen schafft Vielfalt

Der Bereich entlang des Gerolsbachs soll ganz im Sinne der Artenvielfalt weiterentwickelt werden, insbesondere um Insekten zu schützen.
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  • Der Bereich entlang des Gerolsbachs soll ganz im Sinne der Artenvielfalt weiterentwickelt werden, insbesondere um Insekten zu schützen.
  • Foto: Manfred "Mensch" Mayer
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Pfaffenhofen wurde als eine von 40 Kommunen im Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ für ihre Projektidee „Naturpark Pfaffenhofen: Lebensräume leben“ ausgezeichnet.
Im Rahmen des Projekts soll der Bereich entlang des Gerolsbachs zwischen der Schrobenhausener Straße und der Adolf-Rebl-Straße weiterentwickelt werden. Ziel ist es, Insekten zu schützen und die biologische Vielfalt zu fördern. Hierzu sollen insbesondere zusätzliche Lebensräume für Insekten, wie z. B. Bäume, Hecken, Stauden, Tothölzer, Nisthilfen aus Sand, Mulden und Aufschüttungen, geschaffen werden.

Neben der Förderung der Artenvielfalt stehen Umweltbildung und Naturerfahrung für die kleinen und großen Bürgerinnen und Bürger Pfaffenhofens im Fokus des Projekts. Mit Lehr- und Erlebnispfad, Bürgeraktionen wie z. B. Baumpflanzungen, Schulprojekten sowie Führungen durch die „Gerolsbachpaten“ soll das Verständnis für Naturzusammenhänge geweckt werden.

Zu dem Projekt äußert sich Manfred „Mensch“ Mayer, städtischer Referent für Umwelt-, Naturschutz und Biodiversität: „Die planetaren Belastungsgrenzen bezüglich der biologischen Vielfalt sind bereits erheblich und teilweise sogar unwiederbringlich überschritten. Mit dem Projekt Naturpark kommen wir unserer kommunalen Verpflichtung nach, das AGENDA 2030 Nachhaltigkeitsziel 15 umzusetzen, insbesondere Teilziel 15.5.1: „Umgehende und bedeutende Maßnahmen ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern.“
Die Stadt beabsichtigt, das Projekt in den nächsten zwei Jahren umzusetzen.

Hierbei arbeitet die Stadt mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen. Dazu zählen der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogelschutz, das Aktionsbündnis „Pfaffenhofen summt – Wir tun was für die Bienen!“, die Öko-Modellregion, die Stadtwerke, die Gerolsbachpaten, sowie einige Schulen und Kindergärten aus Pfaffenhofen.

Nikolaus Buhn vom Aktionsbündnis „Pfaffenhofen an der Ilm summt!“ erklärt, warum ihm das Projekt so am Herzen liegt: „Im Gegensatz zur Honigbiene stehen etwa die Hälfte der ca. 560 Wildbienenarten in Deutschland derzeit auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Bestände gehen bei den meisten immer noch zurück. Im neuen Naturpark wollen wir beispielhaft aufzeigen, wie es gelingen kann diesen Trend umzukehren, sowohl durch die Erweiterung des Nahrungsangebotes als auch durch die Bereitstellung vielfältiger Nistmöglichkeiten.“

Für die Realisierung der Projektidee erhält die Stadt ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Die Projektidee wurde unter insgesamt 322 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Organisiert wird der Wettbewerb vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e. V.“ und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Informationen zu den 40 ausgezeichneten Projektideen finden Sie unter www.wettbewerb-naturstadt.de

Hier weitere Statements unserer Kooperationspartner zum Projekt Naturpark – Lebensräume leben:
„Am Gerolsbach liegt auch ein Biberrevier. Wo der Biber aktiv ist, gibt es eine außergewöhnliche Artenvielfalt an blühender Flora, Insekten, Fischen, Amphibien und Vögeln mit zum Teil geschützten Arten. Die Tätigkeit des Bibers bringt auch die Renaturierung und damit die Verbesserung der Wasserqualität des Gerolsbaches voran.“
Christine Janicher-Buska, Geschäftsführerin und kommissarische Kreisvorsitzende, Bund Naturschutz in Bayern e. V., Kreisgruppe Pfaffenhofen

„Dieses Projekt schafft strukturreichen Lebensraum in der Stadt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität/Artenvielfalt, die aus der Vielfalt der natürlichen Lebensräume entsteht. Insekten und Vögel profitieren davon ganz unmittelbar, der Naturpark am Gerolsbach wird so zu einem bunten, vielschichtigen und belebten Naturraum. Mit dem neuen Naturpark wird auch für die Bürger erlebbar, wie kraftvoll und dynamisch die Natur ein solches Angebot annimmt und wie die Artenvielfalt auf der Fläche steigt.“
Statement LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen zu Kommunen schaffen Vielfalt- Biodiversität in der Stadt.

Autor:

PAF und DU Redaktion aus Pfaffenhofen

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