Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit: Jugendparlament fördert ausgewählte Projekte

Symbolische Übergabe des Preisgeldes: (v.r.) Peter Wilde, Vertreter der „Allianz Umweltstiftung“, Felix Klein, Vorsitzender des Pfaffenhofener Jugendparlaments, Bürgermeister Thomas Herker und Jugendparlamentarier Sebastian Ortmann.
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Zu einer Infoveranstaltung lud das Pfaffenhofener Jugendparlament am vergangenen Freitag, 23. Mai, vor dem Rathaus ein. Neben Freigetränken und Musik stand vor allem der Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises im Mittelpunkt: Das Jugendparlament hat das Preisgeld in Höhe von 35.000 Euro entgegengenommen und entscheidet nun frei über die Verwendung des Geldes. Es sollen nachhaltige Projekte von gemeinnützigen Vereinen mit je bis zu 3000 Euro gefördert werden. Bei einer Laufzeit von drei Jahren werden pro Jahr 10.000 Euro von der „Allianz Umweltstiftung“ ausgezahlt. Die restlichen 5.000 Euro werden für Marketing, Veranstaltungen und Sonstiges verwendet. Vereine können sich ab sofort beim Jugendparlament bewerben.

Peter Wilde, ein Vertreter der „Allianz Umweltstiftung“, übergab die Summe von 35.000 Euro in einem symbolischen Akt an Felix Klein, den Vorsitzenden des Pfaffenhofener Jugendparlaments. Passend zur anstehenden WM und zum grünen Rasen, der von den Jugendparlamentariern als Zeichen der Nachhaltigkeit vor dem Rathaus ausgerollt wurde, übergab Wilde einen Fußball und wollte dem JuPa dadurch im wahrsten Sinne des Wortes „den Ball zuspielen“: Über die Verwendung der 35.000 Euro entscheidet das Jugendparlament nämlich „völlig autark“, betonte Wilde. Voraussetzung ist allerdings, dass die Stiftungsregularien und gewisse Kriterien über die Bezuschussung der Projekte eingehalten werden: Es werden nur Projekte gefördert, die nicht allein die Natur bzw. die Umwelt im Blick haben, sondern auch den Menschen und seine Bedürfnisse miteinbeziehen. Es sollen Projekte sein, die auf eine nachhaltige Verbesserung der Umwelt abzielen und Umweltaspekte mit sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Anliegen verknüpfen. Außerdem werden nur Projekte bezuschusst, die als Modellprojekt einen Impuls geben und dadurch andere Institutionen zur Fortsetzung oder Nachahmung anregen.

Felix Klein bedankte sich im Namen des gesamten Jugendparlaments bei der „Allianz Umweltstiftung“ für das große Vertrauen: „Die 35.000 Euro, über deren Verwendung das Jugendparlament entscheiden darf, werden dessen Mitgestaltungsmöglichkeiten an der Entwicklung Pfaffenhofens zu einer immer nachhaltigeren Kommune, auf ein nie da gewesenes Ausmaß erhöhen. Doch Geld allein ist nicht alles. Nun müssen wir dafür Sorge tragen, dass das viele Geld auch sinnvoll investiert wird.“ Bei den letzten Klausurtagen, beschäftigte sich das Jugendparlament fast ausschließlich mit diesem “Mammutprojekt“ und erarbeitete das Bewerbungsformular, die Bewertungsmatrix, sowie die Förderkriterien. Hauptanliegen ist jedoch, dass mittels zukunftsorientierter Projekte die Lebensqualität für alle Generationen in Pfaffenhofen gewährleistet werden soll.

Projekte, die sich für eine Bezuschussung bewerben wollen, sollten einen möglichst großen Nutzen für Pfaffenhofen und die Bürger haben, gemeinnützige Ziele verfolgen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt sein, offen für alle Förderbereiche und praktisch umsetzbar sein. Außerdem sollen die Projekte eine langfristige Wirkung bzw. einen lang anhaltenden Nutzen haben, für alle zugänglich sein und Umwelt, Nachhaltigkeit und die Bedürfnisse des Menschen berücksichtigen. Es müssen ein Projektbericht und eine Präsentation vorgelegt werden, zudem muss das Projekt in einem festgelegten Zeitraum umgesetzt werden.

Neben diesen Muss-Kriterien hat das Jugendparlament auch einige Soll-Kriterien festgelegt, die von den Bewerbern erfüllt sein sollten, um einen Zuschuss für ihr Projekt zu erhalten. Bis zum 8. September läuft nun die erste Bewerbungsfrist. Dann trifft das JuPa eine erste Vorauswahl. Anschließend können die ausgewählten Projekte dann von ihren Vertretern in einer Sitzung noch einmal ausführlich vorgestellt werden, bevor sich das Jugendparlament dann berät und eine Entscheidung trifft.

Auch Bürgermeister Herker freute sich, dass die Idee der Förderung von Mikroprojekten unter Miteinbezug des Pfaffenhofener Jugendparlaments nun in die Tat umgesetzt werden kann. „Das ist eine ganz tolle Geschichte für das JuPa. Durch die eigenverantwortliche Verwaltung der 35.000 Euro kommt das Pfaffenhofener Jugendparlament ein Stück näher an die Komplexität eines Stadtrats heran.“ Herker gratulierte dem Vorsitzenden Felix Klein und wünschte ein „glückliches Händchen bei der Vergabe des Preisgeldes“.

Nähere Informationen zur Bewerbung und den Bewerbungskriterien gibt es auf der Homepage des Jugendparlaments unter www.jugendparlament-paf.de

Autor:

Stadtjugendpflege Pfaffenhofen a.d.Ilm aus Pfaffenhofen

Bistumerweg 5, 85276 Pfaffenhofen
+49 8441 1206
utopia@stadt-pfaffenhofen.de
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