Resümee der Paradiesspiele

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Sie waren einfach himmlisch – die ersten Pfaffenhofener Paradiesspiele! Mit insgesamt über 10.000 Besuchern hat sich das neue Kulturfestival der Stadt Pfaffenhofen schon in seinem „Geburtsjahr“ als überaus erfolgreich herausgestellt.

Das lag sicherlich in erster Linie am Programm, das neben bewährten Veranstaltungen auch viel Neues enthielt. Dabei wurden mutige Schritte hin zu ganz neuen Veranstaltungsformaten gemacht. So gehen gerade das Open-Air-Kino „Wie im Himmel“ und das Klassik-Abschlusskonzert als Höhepunkte in die Geschichte der ersten Pfaffenhofener Paradiesspiele ein. Nach beiden Abenden wurden Stimmen laut, ob die Stadt nicht öfter zu solch schönen Veranstaltungen unterm Sternenhimmel einladen könnte.

An allererster Stelle ist aber natürlich das Herzstück der Paradiesspiele zu nennen, nämlich das Freilichttheater „Der Zwischenfall“ des Theaterspielkreises. Theater open air, mitten auf dem Hauptplatz und direkt vor der schönen Kulisse von Rathaus und Hotel Müllerbräu – das war einfach großartig und das hat es hoffentlich nicht zum letzten Mal gegeben.

Beim Erfolg der Paradiesspiele war neben dem Programm sicherlich auch das Gesamtkonzept ein entscheidender Faktor, ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“, wie es sich auch schon beim Kultursommer immer bewährt hat. Darüber freut sich auch die städtische Kulturmanagerin Eva Berger, die mit ihrem Team das Festival konzipiert und organisiert hat: „Das Zusammenspiel aus städtischen Veranstaltungen und Beiträgen von Vereinen und anderen Kulturschaffenden zeigt, dass die Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern über hervorragende Ressourcen verfügt, um ein solch großes und glanzvolles Kulturfestival auf die Beine zu stellen.“

Dem Kulturfestival hat es, wie Eva Berger betont, auch sichtlich gut getan, dass die konzeptionelle Gesamtausrichtung auf ein Thema fokussiert war: „Mit dem ‚Paradies‘ wurde ein Thema gefunden, das ganz individuelle Interpretationen erlaubt und die Mitveranstalter zu einer vielseitigen Auseinandersetzung eingeladen hat.“ Und nicht zuletzt konnte mit diesem Titel der Pfaffenhofener Heimatdichter Joseph Maria Lutz und sein bekanntestes Stück, „Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies“ gewürdigt werden.

Auch die Bemühungen hinsichtlich eines professionellen „Fundraisings“, also der Beschaffung finanzieller Mittel, haben sich bewährt. So ist der Erfolg der Paradiesspiele auch maßgeblich auf die Unterstützung der Sponsoren Hallertauer Volksbank, Mercedes Center Holledau und Daichii Sankyo sowie auf die Förderung des Bezirks Oberbayern zurückzuführen.

Das Abschlusskonzert mit seinem von Max Penger eigens für die Paradiesspiele zusammengesetzten philharmonischen Orchester ist sicherlich eine überragende Paradiesspiel-Veranstaltung, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird: Hier hat einfach alles gestimmt – von den herausragenden Gesangssolisten und den versierten Musikern über die Auswahl der musikalischen Werke bis hin zur stimmungsvollen Beleuchtung und nicht zuletzt zu einem begeisterungsfähigen Publikum – ein wirklich krönender Abschluss.

Auch der Auftakt der Paradiesspiele – die Eröffnung der großen Nikolaus-Hipp-Kunstausstellung – war wie die gesamte Ausstellung sehr gut besucht. So ließen sich insgesamt 1300 Besucher diese erste Einzelausstellung des berühmten Pfaffenhofeners nicht entgehen.

Die Eröffnungsveranstaltung der Paradiesspiele mit einem „Engel über Pfaffenhofen“ bot ganz herausragende und stimmungsvolle Momente. Absolut sehenswert waren auch die bezaubernden Ballettaufführungen „Im Paradies der Tiere“ und „Sterntaler“. Und als „Geheimtipp“ zeigte sich der geistreiche, witzige und zugleich auch sehr nachdenklich stimmende Theatermonolog „Der Boandlkramer sucht sein Paradies“ der Ingolstädter Schauspielerin Olivia Wendt.

Jede einzelne Veranstaltung der Paradiesspiele hatte ihren ganz eigenen Charme und ihre Fans. Und jede einzelne leistete einen wertvollen Beitrag zu den Paradiesspielen. So trugen auch weniger spektakuläre Programmpunkte, wie die Eröffnung des Interkulturgartens unter dem Motto „Picknick im Paradies“ oder das Nachklang-Jazzkonzert mit der Harfenistin Kathrin Pechlof, in der Künstlerwerkstatt, ganz wesentlich zu dem Erfolg des Festivals bei. Auch das Jubiläumskonzert der Städtischen Musikschule, die Kurzfilmnacht der Stadtjugendpflege auf der Insel oder die Lesung „Paradisi Gloria“ der Gruppe Lesezeichen sind hier unbedingt zu nennen.

Die ersten Pfaffenhofener Paradiesspiele sind beendet, das ganze Festival sowie auch jede einzelne Veranstaltung darf als Erfolg verbucht werden, und auch das Wetter spielte optimal mit bei diesem Sommerkulturfestival 2013. Alle Kulturfreunde dürfen sich also schon auf eine Neuauflage mit den zweiten Pfaffenhofener Paradiesspielen in fünf Jahren freuen.

Autor:

Kulturamt Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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