Ein "Zwischenfall"
Neuer Lutz-Stipendiat zieht ein

Pfaffehofens Erster Bürgermeister Thomas Herker begrüßt Erik Wunderlich, den neuen Lutz-Stipendiaten
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  • hochgeladen von Thomas Tomaschek

Erik Wunderlich, der neue Lutz-Stipendiat 2020, hat am Montag seine Wohnung im Flaschlturm im Herzen Pfaffenhofens bezogen. Bürgermeister Thomas Herker begrüßte den Schriftsteller und hieß ihn herzlich willkommen. Wunderlich wird die Sommermonate in Pfaffenhofen verbringen und in dieser Zeit nach dem Vorbild von Joseph-Maria Lutz einen „Zwischenfall“, einen Text über Pfaffenhofen verfassen und dem Publikum vorstellen.

Wunderlich wurde im Jahr 1983 im nördlichen Schwarzwald geboren und studierte Physik und Psychologie in Berlin. Seit 2018 lebt er in Freiburg im Breisgau. Er veröffentlichte zahlreiche Lieder als Singer-Songwriter und veröffentlichte Texte in Zeitschriften und Anthologien. Derzeit arbeitet er an seinem ersten Roman, den er sowohl an jugendliche als auch an erwachsene Leser adressieren möchte, ähnlich den Werken von Michael Ende, den er aus diesem Grund zu seinen Vorbildern zählt.

Die Jury hatte Wunderlich im Spätherbst 2019 mit seiner klaren, konzentrierten und dichten Prosa überzeugt, der sie großes Potential für eine klassische Romansprache zu bescheinigte. Sein Text beschreibt die Folgen eines Unfalls in einem Atom-Reaktor und dessen Folgen aus einer sehr persönlichen Perspektive. Dass die Wahl der Pfaffenhofener Fachjury auf ihn fiel, kam überraschend. Umso mehr freut er sich, „das Stipendium ist das erste Mal, dass ich vom Schreiben zumindest eine Zeit lang wirklich leben kann.“ Wunderlich ist jedoch auf dem besten Weg, um als professioneller Schriftsteller Fuß zu fassen. Eine Agentur vertritt ihn gegenüber den Verlagen.

Von Pfaffenhofen konnte er sich schon ein erstes Bild machen. „Ich habe ein gutes Gefühl hier in der Stadt. Auch wenn es wegen Corona gerade keine Kulturveranstaltungen gibt“, bedauert er. Besonders schätzt Wunderlich deshalb die Möglichkeit, entlang der Ilm oder des Gerolsbachs spazieren zu gehen, „ich brauche die Natur als Inspiration zum Schreiben oder einfach mal als Pause.“ Sich selbst beschreibt er als diszipliniert: „Ich bin Frühaufsteher und beginne nach dem Frühstück mit der Arbeit. Ich schreibe am Laptop, an einem fest eingerichteten Arbeitsplatz und werde das auch hier im Flaschlturm so halten.“

In den nächsten Wochen will er neben dem Schreiben recherchieren und vor allem nachmittags und abends die Stadt und das Umland erkunden, zu Fuß, per Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, denn ein Auto besitzt er nicht.

Autor:

Kulturamt Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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