IKVP zeigt "Die Kunst deines Nachbarn VII"
Lebendig und abwechslungsreich: Junge Künstler zeigen „Zwischenwelten“

Die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich (links) und Kuratorin Carine Raskin-Sander (Mitte) mit den jungen Künstlern (von links) Daria Zemerova, Loris van den Beld, Hanna Laura Emrich, Lea Ndreka, Dinah-Charles Francis. | Foto: Elisabeth Steinbüchler
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  • Die IKVP-Vorsitzende Marita Emrich (links) und Kuratorin Carine Raskin-Sander (Mitte) mit den jungen Künstlern (von links) Daria Zemerova, Loris van den Beld, Hanna Laura Emrich, Lea Ndreka, Dinah-Charles Francis.
  • Foto: Elisabeth Steinbüchler
  • hochgeladen von Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP)

Bis Anfang Juni ist in der Städtischen Galerie eine Ausstellung in der Reihe „Die Kunst deines Nachbarn“ zu sehen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Fünf junge Künstler – vier Frauen und ein Mann – aus dem Landkreis Pfaffenhofen, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen, zeigen 26 spannende, höchst unterschiedliche Werke unter dem gemeinsamen Titel „Zwischenwelten – junge Kunst von nebenan“.
Eröffnet wurde die Ausstellung, die das Herzstück der diesjährigen Interkulturellen und Interreligiösen Wochen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen (IKVP) bildet, am Samstagabend. Zur Vernissage waren zahlreiche, darunter auffallend viele junge Gäste ins Haus der Begegnung gekommen, und sie erlebten neben sehenswerter Kunst auch Tanz und Musik aus einem anderen Land. Die in Kiew ausgebildete Tänzerin Viktoria Hartmann zeigte sehr ausdrucksstark modernen Tanz, und die ebenfalls aus der Ukraine stammenden Geschwister Anastasia, Markiian und Bernadetta Lytvyn spielten Volkslieder ihrer Heimat auf Querflöte, Klarinette und Geige.
Im Mittelpunkt des Abends aber standen natürlich die fünf jungen Künstlerinnen und Künstler. Hanna Laura Emrich, Dinah-Charles Francis, Lea Ndreka, Loris van den Beld und Daria Zemerova bespielen die Galerie mit Zeichnungen, Gemälden, Fotos, Objekten und digitalen Prints. Hanna stellt Zeichnungen aus; ihre Eltern stammen aus Rumänien. Dinah-Charles zeigt Fotos und ihr Wies’nplakat 2025; sie hat nigerianisch-kroatische Wurzeln. Lea präsentiert Acrylbilder und eine digitale Zeichnung sowie einen nachhaltigen Rucksack; ihr Vater ist Albaner. Loris hat sich der Fotografie verschrieben; er hat französische und holländische Wurzeln. Daria stellt u.a. eine Radierung, Malerei, eine Keramik und einen gestickten Teppich aus; ihre Eltern kommen aus Russland und der Ukraine.
Vorgestellt wurden die jungen Talente von Carine Raskin-Sander, die nun bereits die siebte Ausstellung der „Kunst deines Nachbarn“ kuratiert hat und für ihr „unermüdliches Engagement und ihre Leidenschaft“ ein herzliches Dankeschön von der IKVP-Vorsitzenden Marita Emrich erhielt.
Roland Dörfler, 2. Bürgermeister der Stadt Pfaffenhofen, zeigte sich von der „professionellen und vielfältigen“ Arbeiten sehr angetan und hoffte, dass die „Migrantenkinder in zweiter Generation“ sich in Pfaffenhofen wohlfühlen. Kulturreferent Reinhard Haiplik, der auch als ehemaliger Integrationsreferent alle sieben Ausstellungen der Reihe „Die Kunst deines Nachbarn“ erlebt hat, sah hier eine „Brücke zwischen den Kulturen“ und in der aktuellen Ausstellung zudem eine „Brücke zwischen Tradition und Moderne“. Dabei sind die Arbeiten seiner Meinung voller Dynamik, machen Spannungsfelder deutlich und beinhalten „das Hin- und Hergerissensein“ zwischen den Kulturen.
„Es ist schön, in einer Stadt zu leben, in der Kultur so lebendig und vielfältig ist“, meinte Haiplik und betonte, dass an Kunst und Kultur nicht gespart werden dürfe. Das hob auch die Hettenshausener Künstlerin und Kuratorin Carine Raskin-Sander hervor. Sie wünschte sich mehr Wertschätzung für Kunst, aber auch mehr Wertschätzung für Migranten. So hätten die fünf jungen Künstlerinnen und Künstler ihr erzählt, dass sie sehr gern in Deutschland leben und hier ihre Heimat haben, dass sie aber durchaus einen Zwiespalt erleben und sogar beleidigt und angefeindet werden. Sie wünschte den jungen Leuten Selbstvertrauen und Erfolg, viel Mut und Freiheit für ihre künstlerische Zukunft, denn „unsere Gesellschaft braucht Künstler“.

  • Die Ausstellung kann bis zum 7. Juni täglich bei freiem Eintritt besucht werden: Montag bis Donnerstag 13.30 bis 17 Uhr, Dienstag und Freitag 9 bis 12 Uhr, Samstag/Sonntag und an Feiertagen 11 bis 17 Uhr.
  • Am Samstag und Sonntag, 6./7. Juni, sind die Künstlerinnen und Künstler selbst in der Ausstellung anwesend.
  • Zu Führungen durch die Ausstellung lädt Carine Raskin-Sander an zwei Sonntagen, 10. und 31. Mai, jeweils um 16 Uhr ein.
  • Hanna Laura Emrich bietet am Samstag, 6. Juni, von 15 bis 17 Uhr einen Workshop „Zeichentechniken“ an.
Autor:

Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen (IKVP) aus Pfaffenhofen

Rot-Kreuz-Straße 2, 85276 Pfaffenhofen
+49 8441 7869227
info@ikvp-paf.de

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