Größtes städtisches Ausstellungsprojekt seit 2010 - Jubiläumsausstellung Michael P. Weingartner erfolgreich beendet

Familienmitglieder Weingartners sprechen über die früheren Zeiten
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  • Familienmitglieder Weingartners sprechen über die früheren Zeiten
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Es ist das größte Ausstellungsprojekt der Stadt Pfaffenhofen seit der Luckhaus-Ausstellung im Jahr 2010 gewesen – und es war ein großer Erfolg. Am Wochenende ist die Jubiläumausstellung zum 25. Todestag des Pfaffenhofener Künstlers Michael P. Weingartner zu Ende gegangen. Insgesamt haben an den Wochenenden seit der Eröffnung am 12. Juni rund 1.200 Besucherinnen und Besucher die Ausstellung in der Kunsthalle Pfaffenhofen gesehen. Zum Ende der Ausstellung gab es am Sonntag bei der Festveranstaltung noch einen Höhepunkt: aus persönlichen Begegnungen konnten die Gäste Details und Anekdoten aus Weingartners Leben erfahren.

Mit der großen Werkschau würdigt die Stadt Pfaffenhofen das Andenken Michal P. Weingartners sowie seine Bedeutung und sein Wirken für das kulturelle Erbe Pfaffenhofens. Der Stadtrat hatte für die umfangreiche und gründliche Recherche sowie für die Ausstellungskonzeption die Kunsthistorikerin Karin Probst beauftragt. Mit der Ausstellungsorganisation wurde der Neue Pfaffenhofener Kunstverein betraut.

Rund 80 Gäste nahmen bei der Abschlussveranstaltung am Sonntagabend auf den Stühlen inmitten der Ausstellung Platz. Das Christoph Hörmann Quartett sorgte für den passenden musikalischen Rahmen. Der städtische Kulturreferent Reinhard Haiplik berichtete in seiner Begrüßung von einer persönlichen Begegnung mit dem Maler, die ihm unvergessen geblieben ist: „Bei einem Besuch im Atelier Michael P. Weingartner hat er mir von seinen Erlebnissen als Wehrmachtssoldat im Zweiten Weltkrieg erzählt, von seiner Flucht aus russischer Kriegsgefangenschaft und der Malerei, die ihm während dieser Zeit Halt gegeben hat.“ Einzelne dieser Zeichnungen und Aquarelle aus Weingartners sogenannten Kriegstagebüchern waren in der Kunsthalle ausgestellt. Als besondere künstlerische Leistungen würdigte Haiplik Weingartners Hallertauer Landschaften. In schnellen Pinselstrichen und in farblichen Harmonien hat er die landschaftliche Umgebung Pfaffenhofens festgehalten.

Steffen Kopetzky, der Erste Vorsitzende des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, warf in seiner Begrüßung einen Blick in die Zukunft und prophezeite dem Kulturleben Pfaffenhofens schwierige Zeiten: „Corona hat große Lücken in der Kulturbranche hinterlassen, an denen man jetzt nach ausgefallenen Ausstellungen und Veranstaltungen neu ansetzen muss.“ Er beklagte, es sei momentan schwer, ehrenamtlich Kultur zu betreiben. Über Michael P. Weingartner sagte Kopetzky, er sei zu seiner Zeit der erste Maler gewesen, der sich in einer Kleinstadt wie Pfaffenhofen als freischaffender Künstler etabliert habe. Er bezeichnete den Maler als „Stammvater des Kunstvereins“, der Vorbild für viele andere Künstler nach ihm gewesen und für das Kulturerbe Pfaffenhofens unerlässlich sei.

Eine sehr persönliche Annäherung an den Maler gab es im anschließenden Gespräch zwischen der Kuratorin der Ausstellung Karin Probst und der Familie Höchendorfer. Die Nichte Paula Weingartners, Angelika Höchendorfer, erzählte von ihren Sommerferien bei den Weingartners, die für sie als Kind immer ein großes Erlebnis waren. Mit den Besuchen im Ritterhaus in Pfaffenhofen verbindet sie Cola trinken, Spätvorstellungen im Kino und ein Gefühl von Freiheit. „Wer ich heute bin, verdanke ich meiner Tante Paula und meinem Onkel Mike.“ Robert Höchendorfer, der Sohn Angelika Höchendorfers, erzählte ebenfalls von seinen positiven Erinnerungen an die Weingartners: „Mit meiner Großtante Paula durfte ich bis spätabends fernsehen und meinem Großonkel Mike habe ich im Atelier oft beim Malen zugesehen. Beide waren offen, gesellig und wertschätzend.“

Gerührt und anerkennend zeigten sich Angelika und Robert Höchendorfer von der Vielfalt der großen Werkschau die in der Kunsthalle zu Ehren Michael P. Weingartners und dem umfangreichen Katalog dazu. Sie würdigten vor allem die immense künstlerische Leistung Weingartners, sein umfangreiches Schaffen, aber auch das Engagement der Stadt, des Kunstvereins sowie der Kunsthistorikerin Karin Probst für die gelungene Würdigung ihres geliebten Onkels Mike.

Zur großen Jubiläumsausstellung hat die Stadtverwaltung Pfaffenhofen einen umfangreichen Katalog herausgegeben. Das 176-seitige Buch gibt einen Überblick über das gesamte Lebenswerk des vor 25 Jahren gestorbenen Künstlers. Außerdem enthält es viele Details zu Weingartners Vita und zu seinem 50-jährigen Schaffen, die Karin Probst zusammengetragen hat. Den Katalog gibt es für 25,-- Euro an folgenden Stellen in Pfaffenhofen: Buchhandlung Wortreich, Auenstr. 4; Buchhandlung Osiander, Hauptplatz 19; Bürgerbüro der Stadt, Hauptplatz 1 oder Bestellung per Mail an kultur@stadt-pfaffenhofen.de

Autor:

Kulturamt Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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