Gymnasium Amberg besucht Schillering

Stadtgrün-Leiter Mario Dietrich begrüßte den Geografie-Kurs des Erasmus Gymnasiums Amberg am Schillerring.  | Foto: Stadtwerke Pfaffenhofen
  • Stadtgrün-Leiter Mario Dietrich begrüßte den Geografie-Kurs des Erasmus Gymnasiums Amberg am Schillerring.
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Geografie hautnah: Die Stadtwerke Pfaffenhofen sind regelmäßiger Ausflugsort für Schulen in der Umgebung. In der vergangenen Woche stattete das Erasmus Gymnasium Amberg dem Team Stadtgrün einen Besuch ab. Im Fokus stand dabei die Klimawandelanpassung in Pfaffenhofen. 

An keinem anderen Ort in Pfaffenhofen lässt sich der Klimawandel besser erklären als am Schillerring. Dort untersuchen Stadtgrün-Leiter Mario Dietrich und sein Team, welche Baumarten sich unter immer extremeren Wetterbedingungen langfristig bewähren. Für die 12. Klasse des Gymnasiums Amberg der ideale Ort, um Fragen zu Biodiversität, Hitzeanpassungsmaßnahmen und das Stadtklima zu stellen. 

Bei über 30 Grad lieferten die jungen Klimabäume auf der Versuchsfläche nicht nur etwas Schatten, sondern veranschaulichten auch, wie Klimawandelanpassung funktionieren kann. Denn die dort gepflanzten Bäume sollen zeigen, wie Stadtbäume künftig gepflanzt werden müssen, um auch unter den Bedingungen des Klimawandels optimal wachsen zu können.

Auf der Versuchsfläche wird deshalb erforscht, wie sogenannte Versickerungsmulden und Baumrigolen optimal gestaltet sein müssen. Ziel ist es, zwei Herausforderungen gleichzeitig zu lösen:

  • Zu viel Wasser:
    Bei Starkregen soll Niederschlagswasser aufgenommen und schadlos abgeleitet werden, ohne das Grundwasser zu belasten. Das trägt zur Entlastung der Kanalisation bei. 
  • Zu wenig Wasser:
    In Trockenperioden soll der Boden als Wasserspeicher dienen und den Baum versorgen, sodass dieser Schatten und Abkühlung bieten kann

Ergänzt wird die Versuchsfläche durch heimische Stauden, die Lebensraum für Insekten schaffen sollen. Hier wird beobachtet, ob die heimische Staudenbepflanzung eine signifikant höhere Vielfalt an Insekten ausweist als auf einer benachbarten Kräuterwiese. 

Das Projekt "Multifunktionale Sickermulde" ist Teil eines Forschungsverbunds unter Beteiligung des Landesamts für Umwelt, der TU München, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, des Bodeninstituts Prügl sowie der Stadtwerke Pfaffenhofen. Es wurde 2022 gestartet und liefert wichtige Erkenntnisse für eine klimaresiliente Stadtentwicklung.

Autor:

Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm aus Pfaffenhofen

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