Bodenallianz: Bauern ergreifen die Initiative

Neben der Möglichkeit von hochkomplexen Methoden im Labor zeigte Hans Unterfrauner den Pfaffenhofener Bodenallianz-Bauern einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, um ihren Boden im Vorfeld selbst zu analysieren. (Foto: Joseph Amberger)
Bauern in ganz Deutschland demonstrieren und die bayerische Staatsregierung ruft einen neuen „runden Tisch“ ein. Die in der Bodenallianz Pfaffenhofen engagierten Landwirte handeln, um den Herausforderungen durch Klimawandel und Artensterben nicht unvorbereitet begegnen zu müssen.

Das hohe Engagement der Pfaffenhofener Landwirte in der Bodenallianz zeigt die Bereitschaft, sich mit den aktuellen Problemen der Landbewirtschaftung zu beschäftigen und neu gewonnene Erkenntnisse umzusetzen. Nur so lassen sich die extremen Herausforderungen meistern.

In Seminaren setzen sich die Bauern intensiv mit der Bodengesundheit auseinander. Hans Unterfrauner, ein europaweit begehrter Bodenfachmann vom Institut für Bodenökologie aus Wien, zeigte jetzt in einem Workshop auf dem Hof von Johann Schreier in Pallertshausen Bodenschäden auf. Nur wer seinen Boden kennt, Ursachen analysiert, Zusammenhänge sieht, kann Lösungen entwickeln. Ein gesunder Boden kann mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in einer Stunde aufnehmen. Damit ist Boden nicht nur die Grundlage für funktionierenden Hochwasserschutz bei klimabedingt zunehmenden Starkregenereignissen, sondern ermöglicht durch die Speicherung des Wassers die Überbrückung zu erwartender Trockenperioden.

Gesunder Boden mit ausgeglichenen Nährstoffverhältnissen schafft optimale Lebensbedingungen für Mikroorganismen sowie das gesamte Bodenleben und bildet die Grundlage für widerstandsfähige und vitale Pflanzen. Damit kann der Einsatz von synthetischem Dünger und Pflanzenschutzmitteln reduziert werden oder sogar komplett entfallen.
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