Keine „zahnlose Papiertiger“
Schutzkonzepte in der Jugendarbeit
- hochgeladen von Kreisjugendring Pfaffenhofen
KJR-Informationsveranstaltung für Jugendverbände und Ferienpass-Kommunen
Wie können Kinder und Jugendliche in Vereinen, Verbänden und Freizeiteinrichtungen wirksam geschützt werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Vertreterinnen und Vertreter der Jugendverbände im Landkreis sowie der Ferienpass-Gemeinden bei einer Informationsveranstaltung des Kreisjugendrings Pfaffenhofen am 22. Oktober. Unter dem Titel „How to Schutzkonzept“ referierte Petra Kufner von Wirbelwind e.V., der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt für den Landkreis Pfaffenhofen, über die Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten in der Kinder- und Jugendarbeit.
Dabei machte die Referentin deutlich, dass ein Schutzkonzept weit mehr sein müsse als ein Dokument für den Aktenordner. „Ein Schutzkonzept soll kein zahnloser Papiertiger sein“, betonte Petra Kufner. Ziel sei vielmehr, in Vereinen und Organisationen eine Kultur der Achtsamkeit und des Hinschauens zu etablieren, die Kinder und Jugendliche wirksam schützt.
Im Mittelpunkt standen die wesentlichen Bausteine eines wirksamen Schutzkonzeptes. Dazu gehören unter anderem eine Risiko- und Gefährdungsanalyse, verbindliche Verhaltensregeln, Beschwerdewege sowie klare Zuständigkeiten für den Umgang mit Verdachts- und Krisenfällen. Mithilfe des von RÄTECT, einem Projekt des Bayerischen Jugendrings, entwickelten Schutzkonzept-Baums veranschaulichte Petra Kufner, dass ein wirksames Schutzkonzept wie ein Baum wächst: Auf einem Fundament aus Werten, Achtsamkeit und Beteiligung entstehen tragfähige Strukturen, die Kindern und Jugendlichen Schutz und Sicherheit bieten.
Ebenso wichtig sei die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Sie sollten ihre Rechte kennen und wissen, an wen sie sich bei Problemen, Grenzverletzungen oder Unsicherheiten wenden können. Schutzkonzepte schaffen hierfür verlässliche Strukturen und stärken zugleich die Selbstbestimmung junger Menschen.
Mit der Veranstaltung setzte der Kreisjugendring Pfaffenhofen einen Impuls, um das Thema Schutzkonzepte weiter zu verankern. Einigkeit bestand darin, dass Kinder und Jugendliche Orte brauchen, an denen sie sich sicher, respektiert und ernst genommen fühlen.
Ein wirksames Schutzkonzept bildet dafür eine wichtige Grundlage.
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