Mit Video: Verkehrsberuhigung im Baugebiet Radlhöfe als mögliches Pilotprojekt

Visualisierung: So könnte eine der verkehrsberuhigten Straßen aussehen.
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  • Visualisierung: So könnte eine der verkehrsberuhigten Straßen aussehen.
  • Foto: Reinhard Beck
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Auf Bürgerinfoabend folgt Anwohnerbefragung
Eine Verkehrsberuhigung im Wohngebiet Radlhöfe war am Donnerstagabend Thema einer Bürgerinfoveranstaltung, zu der die Stadtverwaltung in die KulturAula der Grund- und Mittelschule eingeladen hatte. Als nächster Schritt folgt im Oktober eine Anwohnerbefragung, und anschließend könnte die Verkehrsberuhigung eventuell für ein Jahr getestet werden. Auf lange Sicht könnte dieses Projekt sogar Vorbildfunktion haben, wie Bürgermeister Thomas Herker erklärte: „Das kann durchaus ein Pilotprojekt für weitere Wohngebiete werden.“

Anträge auf Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in einzelnen Straßen im Wohngebiet Radlhöfe hat es bereits mehrere gegeben. Um statt eines „Flickerlteppichs“ aber eine einheitliche Lösung zu bekommen, favorisiert die Stadtverwaltung ein Gesamtkonzept für das ganze Wohngebiet. Dieses Konzept wurde bei der Infoveranstaltung allen Interessierten vorgestellt und auch ausführlich diskutiert. Im Oktober wird die Stadtverwaltung nun die Betroffenen anschreiben und – als Grundlage für eine spätere Entscheidung des Stadtrats – über die Erprobung einer Verkehrsberuhigung abstimmen lassen. Denn, so betonte Bürgermeister Herker: „Es macht nur Sinn, wenn die Anwohner es auch wollen.“

Roland Weichenrieder, der zuständige Sachgebietsleiter in der Bauverwaltung, erläuterte die rechtlichen Voraussetzungen der Straßenverkehrsordnung für einen verkehrsberuhigten Bereich und was dessen bauliche Gestaltung oder Beschilderung angeht. Außerdem zeigte er die Regeln für die Verkehrsteilnehmer auf. Er erklärte, wie durch Einengungen, Änderungen des Straßenbelags oder Unterbrechung geradliniger Straßenverläufe eine Verlangsamung des Verkehrs erreicht wird. Auch nach einer Umgestaltung der Straßen werden im Wohngebiet genauso viele Parkplätze zur Verfügung stehen wie jetzt.

Johannes Bucher, der Leiter des Tiefbauamtes, ging detailliert auf die geplanten Maßnahmen ein, die während der einjährigen Testphase ergriffen werden könnten. Die Stadtverwaltung würde testweise Betonringe als Barrieren an zahlreichen Stellen in die Straßen der Siedlung einbauen lassen. Diese Ringe können nach Wunsch der Bewohner bepflanzt oder gestaltet werden. Die Umwandlung der Goetheallee, des Schillerrings und der Lessingstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich ist nicht möglich, da diese Straßen baulich getrennte Gehwege haben. Allerdings kann die Stadtverwaltung auch hier mit baulichen Maßnahmen den Verkehr kanalisieren und somit verlangsamen.

Im Vorfeld des Infoabends hatte die Stadtverwaltung an verschiedenen Stellen des Wohngebiets Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Bürgermeister Herker erläuterte, dass sich dabei der Großteil der Autofahrer an das derzeit geltende Tempolimit von 30 km/h gehalten habe. In einem verkehrsberuhigten Bereich gilt allerdings Schrittgeschwindigkeit.

In der Diskussion zeigte sich, dass die Anwohner durchaus unterschiedliche Meinungen zu möglichen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen haben. Daher wird jetzt eine Haushaltsbefragung durchgeführt und nach deren Auswertung kann der Stadtrat bereits im Dezember eine Entscheidung treffen. Die einjährige Probephase könnte dann im Sommer 2020 beginnen, sodass im Herbst 2021 entschieden werden kann, ob die Verkehrsberuhigung dauerhaft umgesetzt wird oder ob sie wieder zurückgenommen wird. Bürgermeister Thomas Herker resümierte: „Wenn es im Wohngebiet Radlhöfe funktioniert, dann könnte das auch für andere Wohngebiete übernommen werden.“

Hier folgen ein Videobericht und die Präsentation zur Anwohnerversammlung:

 



Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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