Pfaffenhofen auf dem Weg zum Energiesparer

Auf dem Kinderhort Don Bosco wird derzeit eine Photovoltaik-Anlage installiert.
Pfaffenhofen will Energie sparen – dabei wird die Stadt seit dem 2. Februar 2017 von der Hochschule Landshut im Rahmen des Energieeffizienznetzwerks unterstützt. Hier tauschen sich neben Pfaffenhofen bei regelmäßigen Treffen acht weitere bayerische Gemeinden und Städte über das Thema Energie und mögliche Einsparpotentiale aus. In Pfaffenhofen ist das langfristige Ziel, 30 kommunale Liegenschaften zu optimieren. In einem ersten Schritt wurden zehn große Verbraucher unter die Lupe genommen. Diese wurden nicht nur nach der Bedeutung für Pfaffenhofen, sondern auch hinsichtlich der Vergleichbarkeit mit Einrichtungen, die in den Mitgliedsgemeinden des Energieeffizienznetzwerks in einer ähnlichen Form vorhanden sind, ausgewählt.

In der Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses am 11. Oktober stellte Katharina Zeiser von der Hochschule den Bericht des Instituts über die zehn Liegenschaften vor. Dieser wurde vom Ausschuss zustimmend zur Kenntnis genommen. Der größte Verbraucher ist demzufolge das Freibad sowohl beim Wärme- als auch beim Stromverbrauch, beim Strom dicht gefolgt vom Eisstadion.

Als Beispiel wurde in der Sitzung der Kinderhort Don Bosco vorgestellt. Hier wurden nach der Untersuchung unter anderem die Installation einer Photovoltaik-Anlage (die bereits derzeit installiert wird), der Austausch der Leuchtstoffröhren in den Gruppenräumen durch LED-Röhren oder eine Anpassung des Zeitprogramms der Heizung vorgeschlagen. Nach Umsetzung aller vorgeschlagenen Maßnahmen könnten Schätzungen zufolge 55 Prozent des durchschnittlichen elektrischen Energieverbrauchs eingespart werden. Für alle Liegenschaften gilt: Ob die Maßnahmen letztendlich empfohlen werden oder nicht, das wird erst nach der Durchführung einer Kosten-/Nutzenanalyse entschieden.

Für mehrere Liegenschaften wurden als erster Schritt auch häufig einfach umzusetzende Maßnahmen vorgeschlagen, wie die Optimierung bzw. Regelung der Heizkörper und –kessel sowie der Innenbeleuchtung. Außerdem könnten teilweise alte Heizungspumpen getauscht, neue Fenster eingebaut und die Installation einer Photovoltaik-Anlage geprüft werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden nach Priorität und geplantem Umsetzungszeitraum eingestuft. Noch innerhalb diesen Jahres sollen beispielsweise Bewegungsmelder im Haus der Begegnung installiert oder in verschiedenen Liegenschaften die älteren Heizkreispumpen durch Effizienzpumpen ausgetauscht werden.

Das Landshuter Institut betreut das Projekt über drei Jahre hinweg. Dazu kommen regelmäßige Netzwerktreffen bei den verschiedenen Kommunen, um Maßnahmen zu diskutieren und umgesetzte Beispiele zu begutachten. Im vergangenen Dezember waren die Vertreter der Städte und Gemeinden in Pfaffenhofen zu Gast. Bei den bisherigen Treffen erhielten die Teilnehmer unter anderem Informationen zum Energiemanagement und wurden bei ihrer jeweiligen Zieldefinition unterstützt. Für die nächste Sitzung ist eine Schulung zum Thema Heizungsregelung und Pumpentausch geplant.
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