ES WAR GIGANTISCH! …die Speedwaymotorräder kehrten am 05. Januar nach Pfaffenhofen zurück!!! …und wie!

Mit solchen Plakaten sind Generationen von Pfaffenhofenern groß geworden ...Speedway ist "BACK IN TOWN" (Foto: Niklas Breu)
 
Ronny Weis war Fahrer und Organisator zugleich! (Foto: Foto: Niklas Breu)

„Wird sich der Aufwand lohnen?“ diese Frage stellte sich in den letzten Wochen so manches Mitglied des MSC Pfaffenhofen immer wieder. Der Einsatz war tatsächlich bemerkenswert: Vier Nächte wurden sprichwörtlich jeweils zum Tag gemacht – einige Zentimeter zusätzliches Eis waren auf die Oberfläche des Eishockeyfeldes zu zaubern – damit die mit Schrauben bestückten Hinterräder der Drifter nichts beschädigen. „Alles für zwei Stunden Motorradrennen – da stellt man sich schon manchmal die Frage: Wie bekloppt sind wir eigentlich“, berichtet Jürgen Konrad, 1. Vorstand des Motorsportclubs, um allerdings zu ergänzen: „Wenn es dann hinhaut, dann sind alle Mühen weit weg.“


„Hartes Eis für einen kleinen Finnen“:


„Hingehauen“ hat es dann am Samstag – so musste schon früh das „Ausverkauft-Schild an Stadioneingang angebracht werden – der Ansturm auf Tickets nahm in den letzten 48 Stunden vor der Veranstaltung nicht zu erwartende Ausmaße an. „Das Eis war brutal hart – genau so, wie es mir am liebsten ist“, befand wiederum Tero Aarnio. Der kleine Finne avancierte von Lauf zu Lauf immer mehr zum Publikumsliebling. Überholen ist auf einer kurzen Eisbahn sehr schwierig – dem 34-Jährigen gelang es trotzdem mehrfach – unter tosendem Jubel der Fans, versteht sich.

Zunächst galt es möglichst viel Punkte zu ergattern:

Zwölf Läufe umfasste die Vorrunde der Speedway-Piloten: Jeder Sieger verbuchte zwei Zähler auf sein Konto, der jeweils Zweiplatzierte sicherte sich einen Punkt. Fleißigste Punktesammler waren dann auch Tero Aarnio und Richard Geyer mit je acht Zählern. Sie buchten damit ebenso ihren direkten Finalplatz wie Ronny Weis. Das letzte Ticket für den Endlauf löste der Pole Wojciech Lisiecki als Gewinner des Hoffnungslaufs, womit Mitfavorit Martin Smolinski vorzeitig einpacken musste. Der Langbahn-Weltmeister war lange Zeit kein Eisrennen mehr gefahren, so fehlte ihm ein wenig Praxis, wir er erläuterte. Seine Fans, erkennbar an der Nummer 84 auf Mütze und Schal, freuten sich dennoch über den Auftritt ihres Idols.

Geyer sicherte sich den größten Pokal:

Eisspezialist Geyer kam beim Start des Finallaufs perfekt vom Fleck, während Aarnio hinter Weis festhing. In beeindruckender Manier erwischte der Finne den Routinier dann aber, während Lisiecki die Pace der Top-drei nicht ganz mitgehen konnte. Mindestens genauso, wie über seine Trophäe freute sich Richard Geyer anschließend über die Atmosphäre im Stadion: „Es war eine saugeile Stimmung“, tat der 21-Jährige kund.

Quads lösten Begeisterung aus:

Die vier 750ccm-Kraftpakete auf vier Rädern waren es, die so manchen Fan besonders faszinierten: Runde für Runde ging es Lenker an Lenker heiß zur Sache. Mit Stephan Bischoff gewann den Finallauf kein geringerer als der Deutsche Meister.

Auch der Nachwuchs durfte dabei sein:

Der veranstaltende MC Eisdrifters Meißen betreibt Jugendarbeit im großen Stil – so durften auf die kleinsten der Kleinen mit ihren 50ccm-Bikes auf das Pfaffenhofener Eis. Magnus Rau war von den fünf teilnehmenden Kids am schnellsten, Extra-Anfeuerung vom Publikum bekamen sie aber alle.

Ein Spektakel, das in Pfaffenhofen lange nicht mehr gab:


Eine einzigartige fulminante Show ging exakt um 20:10 Uhr zu Ende – da waren sich Fahrer, Fans und Funktionäre bei der anschließenden Pressekonferenz in der Stadiongaststätte einig: Letztlich wurde bei ausgelassener Stimmung auf einem Bierdeckel sogar eine Art Vorvertrag für eine Fortsetzung in 2020 unterzeichnet – ganz unverbindlich natürlich. Stichwort Presse: Insgesamt 27 Medienvertreter, manche sogar aus Großbritannien und Polen, haben sich zur Berichterstattung angemeldet. Aus Tero Aarnios Fazit bleiben zwei Worte in Erinnerung: „Great atmosphere“ und Ronny Weis war voll des Lobes über den MSC Pfaffenhofen: „Ihr habt wirklich einen tollen Job gemacht.“
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