Vielfältige Integrationsarbeit in Pfaffenhofen

Ein neues Integrationsprojekt der Stadt Pfaffenhofen unter dem Titel „Alt für Jung-Patenschaften – Seniorenbüro unterstützt Geflüchtete“ wurde vor kurzem mit einem Kennenlernfest gestartet.

Stadtrat vom haupt- und ehrenamtlichen Engagement sehr beeindruckt

In Pfaffenhofen wird sehr viel für die Integration von Flüchtlingen getan. Das machte eine Auflistung bestehender und geplanter Maßnahmen deutlich, die die städtische Koordinatorin für Integration, Frederike Gerstner, dem Stadtrat in seiner letzten Sitzung vorlegte. Die Stadträte waren sichtlich beeindruckt, denn es gibt bereits eine ganze Menge Projekte und Initiativen der Stadt Pfaffenhofen sowie verschiedenster Gruppen, Vereine und Einrichtungen, in denen sich zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche für die Integration von Flüchtlingen engagieren. Um diese Maßnahmen zu unterstützen und zusätzlich Angebote für Flüchtlingskinder zu schaffen, stellte der Stadtrat einstimmig ein Budget von jährlich 15.000 Euro zur Verfügung.

Damit unterstützte der Stadtrat einstimmig einen Antrag der CSU-Fraktion und ging sogar darüber hinaus. Die CSU hatte angeregt, auch im Kulturbereich Integrationsmaßnahmen einzuleiten, und sie schlug hier dreimonatige Projekte für jugendliche Asylbewerber vor. Die vorgelegte Auflistung von Maßnahmen zeigte, dass auch im kulturellen und künstlerischen Bereich bereits zahlreiche Initiativen laufen, die die Stadt jetzt verstärkt und ohne zeitliche Beschränkung unterstützen will. Zusätzlich soll nun Migrantenkindern Unterricht an der Städtischen Musikschule ermöglicht werden.

Die Liste von Maßnahmen der Integrationsarbeit in Pfaffenhofen ist lang. Sie reicht von Projekten des städtischen Sachgebiets Familie und Soziales, der Stadtjugendpflege und der Stadtbücherei über Angebote der Caritas, des Musikinstituts intakt, des Internationalen Kulturvereins und des Interkulturgartens bis zur Kleiderkammer, dem One-World-Café der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und den Frauen der arabischen Gruppe „A Sayel“, die u.a. als Dolmetscherinnen fungieren.

Hinzu kommen konkrete Planungen, wie etwa die Jugendkunstschule des Kreativ-Quartiers, die „Asylothek“ der Stadtbücherei, der Stadtplan für Geflüchtete oder der Integrationsbonus. Als ganz essentiell wurde in der Stadtratssitzung auch die Hilfe bei der Suche nach Arbeit bzw. beim Einstieg in den Arbeitsmarkt bezeichnet.

Neben all diesen Projekten findet Integration vor allem in den Kindertagesstätten, Schulen und Vereinen statt. Gerade die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen, speziell auch die gemeinsamen Aktivitäten von Einheimischen und Flüchtlingen in den Sportvereinen, spielt eine große Rolle. Frederike Gerstner betonte: „Das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher in den Vereinen und Institutionen ist wesentlicher Bestandteil der Integrationsarbeit.“ Ganz wichtig ist hier auch der Sozialrabatt, den die Stadt Pfaffenhofen allen einkommensschwächeren Familien und auch den Asylbewerbern gewährt und der Vergünstigungen z. B. beim Freibadbesuch oder einen Zuschuss zur Mitgliedschaft in einem Verein beinhaltet.
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