Was kümmert mich der Tod – Der Hospizverein Pfaffenhofen feiert sein 25-jähriges Bestehen

Über viele Jahre entwickelte sich das Thema Tod und Sterben zu einem Tabuthema in unserer Gesellschaft, mehr und mehr wurde der Tod aus unserem Blickfeld genommen, das Sterben mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln soweit wie möglich aufgehalten und institutionalisiert. Um den Tod als unausweichliche Tatsache wieder ins Bewusstsein der Menschen zu rücken, entstanden in den 1980-er Jahren Hospizvereine, die sich des Themas Tod, Trauer und Sterben annehmen. Ihr Anliegen ist es, Tod und Sterben wieder als natürlichen Bestandteil des Lebens zu betrachten getreu dem Motto von Cicely Saunders: „Es geht nicht darum dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“

Die Hospizbewegung erreichte auch Pfaffenhofen und so wurde auf Initiative von Frau Teresita Freifrau von Freyberg 1994 der Hospizverein Pfaffenhofen ins Leben gerufen. Maßgeblich an der Entwicklung des Vereins beteiligt war Frau Helga Inderwies, die als Frau der ersten Stunde zunächst als Schatzmeisterin und von 1998 – 2009 als erste Vorsitzende mit viel Engagement und großer Leidenschaft die Geschicke des Vereins leitete. 2009 übernahm Herr Peter Andreas die Leitung des Vereins, ihm folgte 2015 Herr RA Sieghard Pichl nach. Seit 2018 steht der Herr RA Dr. jur. André Schneeweiß an der Spitze des Vereins. „Der Tod ist als Bestandteil des Lebens bzw. dessen Abschluss allgegenwärtig. Man muss sich mit diesem Thema durchaus positiv auseinandersetzen und sollte es nicht verdrängen.“, erklärt er seine Motivation, diese herausfordernde Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen.

Aktuell zählt der Verein ca.300 Mitglieder und beschäftigt auf Grund seiner Größe mittlerweile drei hauptamtliche Kräfte. Seit 25 Jahren ist der Hospizverein Pfaffenhofen nun mehr aktiv und bietet im Landkreis eine breite Palette an Diensten an: Die Beratung und ambulante Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen, verschiedene Trauerangebote für Erwachsene sowie für Kinder in Zusammenarbeit mit Lacrima und der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München, Beratungen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Schulungen zum Hospizbegleiter, Fortbildungen und Vorträge. 25 Jahre nach Gründung des Vereins ist es gelungen, eine flächendeckende hospizliche Versorgung der Stadt und des Landkreises mit aufzubauen. Derzeit 55 ehrenamtliche HospizbegleiterInnen unterstützen und begleiten schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen zu Hause, im Pflegeheim, im Krankenhaus. Sie sind die tragende Säule der Hospizarbeit. Seit 20 Jahren ist Frau Dr. Henriette Wanninger im Verein aktiv, zunächst ehrenamtlich, seit 10 Jahren als hauptamtliche Koordinatorin. Ihr obliegt die Organisation der Einsätze und die Betreuung der Ehrenamtlichen, ohne die die Hospizarbeit nicht möglich wäre. „Unsere entlastenden Angebote greifen eigentlich lange vor den letzten Tagen, leider melden sich aber viel Angehörige erst viel zu spät. Deshalb wollen wir unser Jubiläum auch nutzen, um die Betroffenen zu ermutigen, sich frühzeitig an uns zu wenden. Denn Hospiz bedeutet Dasein für den anderen auf dem Weg hin zum Ende und mit wohlwollender Unterstützung kann dieser Weg bei allem Schmerz leichter gangbar werden.“
Zur Feier seines Jubiläums hat der Hospizverein eine Reihe von Veranstaltungen geplant. So lädt der Verein am 11. Mai 2019 zu einem Tag der offenen Tür in seinen Räumen an der Ingolstädter Str. 16 ein. Mit stündlich wechselnden Kurzvorträgen stellt der Hospizverein seine Arbeit vor und bietet den Besuchern gleichzeitig die Möglichkeit, bei kleinen Erfrischungen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nähere Informationen zum Tag der offenen Tür sowie den weiteren Jubiläumsveranstaltungen finden sich auf der Homepage des Vereins sowie zeitnah in der Tagespresse.

Autor:

Hospizverein Pfaffenhofen e.V. aus Pfaffenhofen

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