Ökologisches Gärtnern
Neue Auszeichnung für InterKulturGarten als NaturGarten

Vier der acht Koordinatoren des InterKulturGartens Pfaffenhofen an der Ilm v.l.n.r. Nikolaus Buhn, Andreas Teubner, Manfred Mensch Mayer und Azam Edressi.
In der Mitte Landschaftsarchitektin Dorle Engels vom Verband Wohneigentum Bayern e. V. mit der Plakette „Natur im Garten“, die sie zusätzlich zur Urkunde nach erfolgreicher Zertifizierung überreicht.
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  • Vier der acht Koordinatoren des InterKulturGartens Pfaffenhofen an der Ilm v.l.n.r. Nikolaus Buhn, Andreas Teubner, Manfred Mensch Mayer und Azam Edressi.
    In der Mitte Landschaftsarchitektin Dorle Engels vom Verband Wohneigentum Bayern e. V. mit der Plakette „Natur im Garten“, die sie zusätzlich zur Urkunde nach erfolgreicher Zertifizierung überreicht.
  • Foto: Foto: IKG
  • hochgeladen von Soziale Skulptur HALLERTAUER

Im Rahmen einer Gartenbesichtigung durch die Landschaftsarchitektin und Pflanzenbotschafterin der Deutschen Gartenbaugesellschaft Dorle Engels wurde dem InterKulturGarten die Auszeichnung „NATURimGARTEN“ mittels Emailplakette und gemeinsam mit einer Urkunde verliehen. Die Auszeichnung ist für Gärten, die die Kriterien von „NATURimGARTEN“ einhalten. Sie hat ihren Ursprung in Österreich und wird in Deutschland vom Verband Wohneigentum betreut und durchgeführt.

Die 18 Kriterien von „Natur im Garten“ verstehen sich als Orientierungshilfen und als Spiegelbild für die Vielfalt eines Naturgartens. Sie zeigen, wie einfach und wie wichtig es ist, der Natur im Garten Platz zu geben. Drei Kernkriterien müssen in allen Punkten erfüllt sein, denn sie bilden im Naturgarten die Grundlage: Gärtnern ohne chemisch-synthetische Dünger, Gärtnern ohne chemisch-synthetische Pestizide und Gärtnern ohne Torf. Weiter müssen mindestens fünf der Naturgartenelemente und fünf der Bewirtschaftungs- bzw. Nutzgartenelemente erfüllt sein. Die 7 Naturgartenelemente bestehen aus Wildstrauchhecke, Blumenwiese und Wiesenelemente, Zulassen von Wildwuchs, Wildes Eck, Sonderstandorte (feucht oder trocken), Laubbäume, Blumen und blühende Stauden. Die 8 Kriterien im Bereich Bewirtschaftung und Nutzgarten sind Komposthaufen, Nützlingsunterkünfte, Regenwassernutzung, umweltfreundliche Materialwahl, Mulchen, Gemüsebeete und Kräuter, Obstgarten und Beerensträucher sowie Mischkultur/Fruchtfolge/Gründüngung.

Der InterKulturGarten erfüllte sehr zur Freude der anwesenden IKG-Koordinatoren vollumfänglich alle 18 Kriterien. Die Zertifiziererin Dorle Engels, die in Bayern schon um die 200 Gärten besichtigte, sprach sogar anerkennend aus, dass der InterKulturGarten noch über viel mehr als die verlangten Kriterien hinaus beinhalte und abbilde.

Wo Natur im Garten ist, da ist der Garten naturnaher Erholungsraum für den Menschen, genauso wie Lebensraum und Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Durch einen sorgsamen Umgang mit der Natur wird die umweltfreundlich gepflegte, lebendige Vielfalt spürbar. Hier blühen Ringelblumen neben Salat, bauen Vögel ihr Nest im Weißdorn, schweben Libellen über dem Wasser, Eidechsen verstecken sich im Steinhaufen und Igel unter dem Laub. Für sie alle ist Platz, sie erfüllen den Garten mit Leben und gestalten ihn abwechslungsreich. Natürlich gibt es in einem Naturgarten wie dem InterKulturGarten auch reichlich Platz zum Sitzen, Träumen und Entspannen und selbstverständlich können Kinder spielen. Gemüsegarten, Obstbäume und Beerensträucher verwöhnen in Kombination den Gaumen mit frischem und gesundem Obst und Gemüse der Saison.
Der InterKulturGarten steht für ökologische Gestaltung und nachhaltige Bewirtschaftung. Mit der Auszeichnung der „NATURimGARTEN“-Plakette mit Urkunde wird angezeigt, dass in diesem Garten die Natur einen Platz hat. Die IKG-Koordinatoren und Dorle Engels sind sich einig: „Für bunte Vielfalt ist in jedem Garten Platz! Ein NaturGarten ist etwas Lebendiges – er verändert und entwickelt sich ständig. Verschiedene Naturgartenelemente gestalten einen Garten facettenreich, bieten Lebensraum für eine bunte Tier- und Pflanzenwelt und schaffen Raum für einen ausgewogenen Naturkreislauf. Dieser entfaltet sich mit der naturnahen Bewirtschaftung des Gartens zu einem in sich stimmigen System. Deshalb: Zur Nachahmung empfohlen!“

Weitere Auszeichnungen und Würdigungen: Der InterKulturGarten wurde 2014 vom Jugendparlament Pfaffenhofen als förderwürdiges Projekt ausgewählt, erhielt 2016 den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern und gewann im von der Stiftung Mensch und Umwelt 2017 durchgeführten bayernweiten Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen“ den 1. Platz in der Kategorie Gemeinschaftsgärten. Ebenfalls 2017 erhält der Garten eine Ehrenurkunde von der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen für seine gelungenen Beiträge zur Durchführung der „Gartenschau zum Anfassen“ in Pfaffenhofen. 2018 wird der InterKulturGarten auf Grund seines bürgerlichen Engagements vom dm-Drogeriemarkt Pfaffenhofen als Spendenpartner auserkoren und prämiert.

Der InterKulturGarten Pfaffenhofen an der Ilm ist ein Gestaltungsprojekt in Kooperation. Er wird umgesetzt bzw. unterstützt durch: Soziale Skulptur HALLERTAUER (Gesamtkoordination), Internationaler Kulturverein Pfaffenhofen, Bund Naturschutz (Ortsgruppe Pfaffenhofen), Familia Sozialeinrichtungen, Caritas-Zentrum Pfaffenhofen, mobile ev, Freundschaft mit Valjevo e. V., Obst- und Gartenbauverein Pfaffenhofen a. d. Ilm, PSG ilm (Initiative Lebensmut), Arbeitskreis Inklusion Pfaffenhofen an der Ilm, Asylnetzwerk Pfaffenhofen/Ilm, Aktionsbündnis „Pfaffenhofen an der Ilm summt! – Wir tun was für Bienen!“, Vogelliebhaber- und Vogelschutzverein Pfaffenhofen/Ilm e.V., Stadt Pfaffenhofen an Ilm und einzelnen Mitgliedern der Gestaltungsgemeinschaft InterKulturGarten.

Autor:

Soziale Skulptur HALLERTAUER aus Pfaffenhofen

85276 Pfaffenhofen an der Ilm
+49 8441 72023
manfred.mensch.mayer@pfaffenhofen.de
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