Pressemitteilung des Arbeitskreis Energie im Bund Naturschutz zu der Ausstellung "Klima schützen kann jeder!" im Haus der Begegnung

Klima schützen - und nebenbei Geld verdienen - kann jeder. Die Verbraucherzentrale Bayern als Macher dieser Ausstellung hätte vielleicht diesen Zusatz in ihren Titel der Ausstellung im Haus der Begegnung einfügen sollen. Denn die Besucherzahl solcher Ausstellungen ist meist spärlich.

In einer Zeit von „Geiz ist Geil“ und „Ich bin doch blöd, ich kauf alles - Hauptsache billig“, ist Klimaschutz kein Thema. Dabei geht es in der Ausstellung um unser Energiebewusstsein und die Verantwortung für uns, kommende Generationen, unsere Heimat und unseren blauen Planeten. Die Zeit läuft uns davon. Wussten sie, dass die mittlere Temperatur auf der Erde zur letzten Eiszeit um nur 4°C niedriger war als vor der Industrialisierung vor 150 Jahren. Der durch den Menschen gemachte Treibhauseffekt hat diese mittlere Temperatur bereits um ein weiteres Grad Celsius erhöht.

Die Auswirkungen sind bekannt: Dürreperioden, Stürme und Überschwemmungen - früher Jahrhundertereignisse, heute fast jährlich. Wir sind mitten drinnen in der Klimaveränderung und man ist bestrebt die mittlere Temperaturerhöhung bis zum Ende unseres Jahrhunderts auf 2°C zu begrenzen. Wenn nichts getan wird die von Menschen gemachte Freisetzung von Kohlendioxid durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zu beenden, rechnen die Klimaforscher mit einem Temperaturanstieg von 4°C und mehr. Man geht dann von Rückkopplungs- und Verstärkungseffekten aus, die alles was es bisher an Katastrophen gab in den Schatten stellt.

Aber wir können es uns ja „noch“ leisten Kraftwerke zu betreiben, die 2/3 der eingesetzten Energie ungenutzt an die Umwelt abgeben, wir verbieten Glühbirnen, weil sie zuviel Wärme produzieren, fahren aber mit Autos die ¾ der eingesetzten Energie in Abwärme umsetzen. Unsere Häuser könnten heute so modernisiert oder gebaut werden, dass sie 70 – 90% weniger Energie verbrauchen oder sogar Plusenergiehäuser sind. In der Schule lernt man, dass Energie nicht verloren geht, aber jährlich überweisen wir pro Bundesbürger 1200 Euro für Energieimporte an die Ölscheichs und Putins dieser Welt.
Warum – weil es am Energiebewusstsein fehlt! Und wenn sogar Politiker und Journalisten den Unterschied von Energie und Leistung nicht verstehen, dann haben die Gewonnen die unser bestes wollen – unser Geld.

Schlaue Energienutzung – wie in der Ausstellung aufgezeigt wird – könnte ein Nebenverdienst in jedem Haushalt sein. Dazu muss man aber hin gehen und sich die Zeit nehmen, die Broschüre mitnehmen und lesen, die angegebenen Internet Seiten anschauen und danach die Tipps auch befolgen. Die monatliche Verbrauchsdatenerfassung am Strom- bzw. Gaszähler oder Heizöltank, sowie ein Tankbuch im Auto könnten als Erfolgskontrolle nach der Änderung von verschwenderischen Gewohnheiten oder Energiesparinvestitionen dienen.

Übrigens: Beim Strom kann man schon seit über 10 Jahren wählen ob man Atom- und Kohlestrom oder zertifizierten Ökostrom von Naturstrom, Lichtblick, EWS usw. bezieht. Was dann noch fehlt ist - das Wissen, dass Speicher, Wind- und Sonnenstrom geplante Masten sowie bestehende Kohle- und Atomkraftwerke ersetzen können. Bei Sonne und Wind kostet nur die Technik etwas, sie ist bereits vorhanden, wird immer billiger und schafft Arbeitsplätze in unserem Land, denn Sonne und Wind sind kostenlos.

Öffnungszeiten der Ausstellung bis 9. März: Mo.-Fr. 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 12.00 bis 18.00 Uhr.

Siegfried Ebner
Arbeitskreis Energie
im BUND Naturschutz des Ldkr. Pfaffenhofen

Autor:

Kulturamt Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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