Monatsrückblick Feuerwehr Pfaffenhofen
Heißer Juli für Feuerwehr Pfaffenhofen

Der Juli 2020 hatte es für die Feuerwehrfrauen und -männer aus Pfaffenhofen in sich. An 31 Tagen wurden sie zu 32 Einsätzen alarmiert. Und das teilweise bis zu fünf Mal pro Tag.

Wenn man meinen würde, die Corona-Pandemie führe zu einem Rückgang der Einsatzzahlen bei den Ehrenamtlichen Floriansjüngern, irrt man sich. Wie Roland Seemüller, 1. Kommandant der Kreisstadtwehr, berichtet, wurden heuer sogar bereits 151 Einsätze absolviert. Somit liegt man leicht über dem Fünf-Jahresschnitt.

Dass bei den Einsätzen das gesamte Leistungsspektrum einer Feuerwehr abgefordert wurde, zeigt ein genauerer Blick auf die Zahlen. So gliedern sich die 32 Alarmierungen in 20 Technische Hilfeleistungen, neun Brandeinsätze, zwei Erstversorgung von Personen und einen Einsatz mit chemischen Gefahrstoffen.

Besonders hervorzuheben sind der Brand eines Wohn- und Geschäftshauses am 04. Juli in der Pfaffenhofener Spitalstraße, bei dem 35 Einsatzkräfte knapp dreieinhalb Stunden im Einsatz waren, sowie ein Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Geisenhausen am 16. Juli. „Hier waren wir so richtig gefordert“, erzählt Seemüller. „Neben der Drehleiter kamen auch unser Abrollbehälter Schlauch sowie der Abrollbehälter Atemschutz zu Einsatz. Insgesamt unterstützten wir die örtlichen Einsatzkräfte über sechs Stunden.“

Außerhalb des Stadtgebiets wurde Pfaffenhofener Spezialgerät- und -wissen insgesamt acht Mal alarmiert. „Das waren ein Viertel aller Einsätze, bei denen wir im Landkreis gefordert waren“, so Seemüller. Vor allem bei zwei schweren Verkehrsunfällen auf der Autobahn A9 war technisches Knowhow gefragt. In beiden Fällen waren die LKW-Fahrer in ihren Fahrerkabinen eingeklemmt. „Mit unserer Seilwinde, und dem Abrollbehälter Rüst, sind wir genau für solche Einsatzfälle bestens ausgerüstet, um bei schweren Unfällen Hilfe leisten zu können“, so Seemüller.

Bemerkenswert ist aber auch die Aufteilung der Einsätze über den Monat Juli. An sieben Tagen mussten die Helfer mehr als einmal ausrücken. An drei Tagen waren sie sogar jeweils vier oder fünf Mal für ihre Mitbürger unterwegs. In den Augen von Kommandant Seemüller ist das „eine großartige Mannschaftsleistung, die als Ehrenamtler nur mit einem funktionierenden Team zu schaffen ist.“

So bleibt es abzuwarten, welche Entwicklung der weitere Verlauf des Jahres für die Floriansjünger aus Pfaffenhofen bringt. Denn eins ist für Seemüller klar. „Ich bin verdammt stolz auf meine Truppe. Sie gibt trotz aller Einschränkungen, die wir aufgrund der Corona-Pandemie im Übungs- und Einsatzdienst nach wie vor haben, immer hundertprozentigen Einsatz!“

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