Der Neubau der Grund- und Mittelschule – eine kostspielige, aber wichtige Richtungsentscheidung

Mit der Entscheidung für den Neubau der Grund- und Mittelschule am Gerolsbach traf der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung die zumindest in finanzieller Hinsicht bedeutendste Entscheidung dieser Wahlperiode: der gesamte Schulneubau weist Projektkosten von etwa 26 Mio. € auf und stellt so die mit Abstand größte städtische Einzelinvestitionsmaßnahme der letzten Jahrzehnte dar. Für diese nachhaltige Sicherung des Mittelschulstandortes Pfaffenhofen, die weitreichende Auswirkungen auf künftige Haushaltsjahre hat, hatte sich der Stadtrat auch mit der Anpassung der mittelfristigen städtischen Finanzplanung zu beschäftigen.

Insgesamt vier Bauabschnitte umfasst die Realisierung des Pfaffenhofener Schulzentrums am Gerolsbach. In das Gesamtkonzept eingebunden sind die Turnhalle (Abschnitt 1), die Grund- und Mittelschule (2. und 3. Abschnitt) und ein Hallenbad (Abschnitt 4). Mit der Inbetriebnahme der neuen Dreifachturnhalle wurde der erste Abschnitt bereits erfolgreich abgeschlossen.

Nun stand für die Stadträte die weitere Vorgehensweise für die Bauabschnitte zwei und drei, und damit die Grund- und Mittelschule, auf dem Prüfstand.
Bereits im November 2013 wurden dem Stadtrat mehrere optionale Konzepte vorgestellt. Nachdem für die Verantwortlichen im Februar 2014 feststand, dass die sogenannte Minimal-Sanierung wirtschaftlich nicht darstellbar und auch dem Schulbetrieb nicht zumutbar sei, wurde das Büro „Köhler Architekten“ mit der Ausarbeitung und Vorentwurfsplanung mit Kostenschätzung der möglichen Optionen – Neubau der Grundschule mit Generalsanierung der Mittelschule oder Neubau beider Schulen – beauftragt.

Durch die Beschlussfassung der Stadträte am gestrigen Donnerstag hat sich die Stadt für eine kostspielige Richtungsentscheidung entschieden. Über 26 Mio. € teuer wird der Neubau der Grund- und Mittelschule. Verglichen mit den Aufwendungen für die Gartenschau Natur in Pfaffenhofen 2017 kann man hier ohne Übertreibung von einer „Jahrhundertinvestition“ sprechen.

Ohne übermäßig luxuriös zu sein, trägt die vorliegende Vorentwurfsplanung mit moderner, bedarfs-gerechter Ausstattung, Barrierefreiheit und der Ausrichtung als Ganztagesschulen einer zukunftsorientierten Lösung Rechnung.

Weitreichend ist diese Entscheidung nicht nur im Hinblick auf die hohen Investitions- und Projektkosten. Auch die Finanzplanung der Stadt muss nun entsprechend neu ausgerichtet werden.

Während die Investitionsplanung im Jahr 2014 noch unverändert fortgeschrieben werden kann, entstehen 2016 Mehrbelastungen von 7,8 Mio. €, in 2017 sind es 3,2 Mio. €, die die Finanzplanung der Stadt zu verkraften hat. Bis zur geplanten Fertigstellung ist ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von knapp 10 Mio. € abzudecken. Dieser kann nur mit einer deutlich erhöhten Neuverschuldung geschultert werden, die in diesem Umfang nicht Grundlage der Planungen war. Seit 1999 konnte dieser Wert kontinuierlich zurückgeführt werden und erreicht in 2014 mit geplanten 5,22 Mio. € seinen bisherigen Tiefststand. Während für 2015 der Fremdkapitalbedarf noch nahezu unverändert bleibt, muss sich die Stadt bis 2017 mit zusätzlichen 10 Mio. € verschulden.

Das bedeutet auch, dass an anderen Stellen des Stadthaushalts künftig gespart werden muss. Kosten und Notwendigkeiten müssen erneut kritisch überprüft werden.

Zwar ein hoher Preis, den die Stadt für ihr neues Schulzentrum zu zahlen bereit ist. Aber auch eine notwendige und richtige Investition in die eigene Zukunft.

Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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