MIT VIDEO! Klimaschutzpreis 2019 verliehen - Glasmann Ingenieure, Tafel Pfaffenhofen, Bürgerenergie-Genossenschaft und Bund Naturschutz für Klimaschutz-Engagement ausgezeichnet

Das Rathaus war am Samstagabend passend illuminiert.
 
Bürgermeister Thomas Herker (links) und Klimareferent Andreas Herschmann (rechts) mit den Gewinnern: Den Publikumspreis für die Tafel nahmen Pfarrer Jürgen Arlt, Silvia Hiestand und Erich Schlotter entgegen. Über den Sonderpreis für besonders nachhaltiges Verhalten konnte sich Otmar Schaal vom Bund Naturschutz freuen. Den Preis für die höchste CO2-Einsparung erhielt die Bürgerenergie-Genossenschaft, vertreten durch Helmut Muthig. Der Jurypreis ging an Josef Glasmann für die Glasmann-Ingenieure.
Bereits zum vierten Mal wurde am Samstagabend der Pfaffenhofener Klimaschutzpreis im Festsaal des Rathauses vergeben. Für den Preis, der in insgesamt vier Kategorien verliehen wurde, waren 16 unterschiedliche Projekte nominiert. Die Preisvergabe würdigt Leistungen, die im besonderen Maße zum Klimaschutz in Pfaffenhofen beitragen. Außerdem soll sie die vorbildlichen Beispiele für Klimaschutz nach außen tragen und „andere anregen, gleiches zu tun“, so Bürgermeister Thomas Herker in seinen Begrüßungsworten.

Andreas Herschmann, Referent für Energie und Klimaschutz im Stadtrat, erinnerte daran, dass der Klimawandel uns konkret betrifft. In den letzten Jahren seien zwar einige politische Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, diese würden aber wohl nicht ausreichen. Er betonte, wie wichtig es sei auf erneuerbare Energien zu setzen und sich so unabhängig von Energieimporten zu machen. Für die Stadt mit ihrem Einsatz für den Klimaschutz fand er lobende Worte und wies in dem Zusammenhang auf die vorbildlichen nominierten Projekte hin, die er dann ausführlich vorstellte.

Die Gewinner

Den Jurypreis für innovatives und besonderes Engagement erhielten die Glasmann Ingenieure für ihr CO2-neutrales Bürogebäude, das sie energetisch saniert und um einen energieeffizienten Neubau erweitert hatten. Mit dem Publikumspreis wurde die Tafel Pfaffenhofen geehrt, die wöchentlich über vier Tonnen Lebensmittel sammelt und an bedürftige Menschen verteilt. Die Auszeichnung für die höchste CO2-Einsparung erhielt die Bürgerenergie-Genossenschaft, die mit ihren Projekten in der Region pro Jahr 11.599 Tonnen CO2-einspart und damit einen großen Beitrag zur Energiewende leistet. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal einen Sonderpreis für besonders nachhaltiges Verhalten. Über den konnte sich der Bund Naturschutz freuen, der sich mit dem Energiespardorf das Thema Umweltbildung auf die Fahne geschrieben hat.

An diesem Abend bekamen auch die aktivsten Radfahrer, die im Juli an der Aktion „Stadtradeln“ teilgenommen hatten, ihre Auszeichnungen überreicht. Insgesamt 228 Radler hatten in dem dreiwöchigen Aktionszeitraum genau 62.067 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt und somit knapp 9.000 kg CO2 eingespart.


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Ein Plädoyer für den Klimaschutz
Franz Alt, der renommierte Fernseh-Moderator, Journalist und Buchautor hielt als Festredner ein leidenschaftliches Plädoyer für den Klimaschutz und gegen ignorantes Verhalten. Der „Homo Sapiens spiele Homo Dummkopf“ und das trotz der allgegenwärtigen Warnzeichen für den Klimawandel, so Alt. Er betonte zudem, dass die Klima- und die Flüchtlingsfrage zusammenhängen und dass der Flüchtlingsstrom von 2016 gegebenenfalls nur ein „harmloses Vorspiel“ gewesen sei. Es gäbe aber auch Hoffnung: „Jedes Problem, das von Menschen gemacht ist, ist von Menschen lösbar. “ Dabei betonte er die entscheidende Rolle alternativer Energiequellen. Neben der Wind- und Wellenkraft, der Erdwärme und der Biomasse, sei es besonders wichtig, die Sonne zu nutzen, „die den ganzen Tag auf unsere Dächer scheint“. „Die Lösung steht am Himmel“ betonte er wiederholt und gab zu bedenken, dass die Sonne keine Rechnung stelle. Was die Sonne möglich macht, zeigte er anhand vieler positiver Beispiele für den weltweiten Einsatz von Solartechnik. Es sei alles vorstellbar und Deutschland könne dazu die nötige Technik liefern. Deutsche Ingenieure seien am Bau von Energieanlagen auf der ganzen Welt beteiligt. Alt betonte den Vorbildcharakter von Pfaffenhofen und bezeichnete die Nominierten als Pioniere, die an der neuen Welt mitarbeiten. „Wir brauchen viele Pfaffenhofens“, forderte Alt.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Band „Hopfengold“, die klimaneutral, ohne Strom, die Besucher unterhielt. Nach dem Festabend gab es ein Buffet mit Köstlichkeiten aus regionalen Produkten und viel Zeit für persönliche Gespräche und angeregte Diskussionen.
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