Für eine höhere Artenvielfalt von Insekten

Sandbiene "Andrena vaga" (Foto: Juergen Sessner)
„Pfaffenhofen an der Ilm summt! – Wir tun was für Bienen!“ ist ein Teilprojekt von „Deutschland summt“, das die Stiftung Mensch & Umwelt vor einigen Jahren deutschlandweit ins Leben gerufen hat. Im hiesigen Bündnis sind neben der Stadt Pfaffenhofen bereits zahlreiche Einzelpersonen, aber auch Vereine und Organisationen, wie Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Stadt- und Landkreisimker und Soziale Skulptur HALLERTAUER dabei.

Das Aktionsbündnis ist einer der Pfaffenhofener Akteure, die vorbildlich an der Verwirklichung der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 auf der lokalen Ebene arbeiten. Schwerpunktmäßig wird das Unterziel 15.5 behandelt: „Umgehende und bedeutende Maßnahmen ergreifen, um die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume zu verringern, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende zu setzen und bis 2020 die bedrohten Arten zu schützen und ihr Aussterben zu verhindern.“In einer aufsehenerregenden Langzeitstudie (Hallman et al., 2017) haben Krefelder Insektenforscher zusam-
men mit Wissenschaftlern der Universität Nijmegen festgestellt, dass inner-
halb eines Zeitraums von 27 Jahren die Biomasse von Fluginsekten um durchschnittlich 75 Prozent zurückgegangen ist. Dies ist nicht nur für eine Vielzahl an Brutvögeln, die in dieser Zeit ihre Jungen mit proteinreicher Insektennahrung versorgen müssen, sondern auch in gesamtökologischer Hinsicht äußerst relevant. Denn dieser Verlust der biologischen Vielfalt und der Gesamtindividuenzahl von (Wild-)Bienen, Hummeln, Schmetterlingen usw. hat unmittelbare Auswirkungen auf sämtliche Pflanzen, die auf Insektenbestäubung angewiesen sind. Als Hauptursache für das Artensterben werden Monokulturen und der übermäßige Einsatz von Schädlingsbekämpfungs- und Düngemitteln gesehen. Gleichzeitig verschwinden arten-, blüh- und strukturreiche Lebensräume der Insekten, wie z. B. naturnahe Hecken, Blühwiesen und Feldgehölze.
„Pfaffenhofen an der Ilm summt“ will für eine höhere Artenvielfalt und bessere Lebensbedingungen von Insekten sorgen. Alle Interessierten können mitmachen. Das eher symbolisch zu verstehende Beitrittsentgelt beträgt einmalig einen Euro oder einen Regionalgeld-HALLERTAUER.
Kindergärten, Schulen und Vereine können auch Bienenkoffer mit kindgerechtem didaktischem Material für Umweltbildungsveranstaltungen, Aktionstage, Bienen-Wochen usw. ausleihen. Außerdem können Referenten zum Thema „Eine Reise in die Welt der Bienen“ gebucht werden.

Weitere Informationen dazu gibt es auch beim „Grünen Klassenzimmer“ des Bund Naturschutz unter www.gruenes-klassenzimmer.net. Infos über „Pfaffenhofen summt“ erhält man bei Manfred „Mensch“ Mayer, Tel. 08441 72023, und auf www.pfaffenhofen-summt.de.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.