Filmprojekt gegen Rechts: „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“

Die Stadt Pfaffenhofen und die vhs laden gemeinsam zu einem Filmprojekt ein, das Anfang Mai sowohl im Kino CineradoPlex als auch an zwei Pfaffenhofener Schulen läuft. Gezeigt wird der Film „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“, der erschreckende Einblicke in die rechtsradikale Jugendszene Deutschlands und Europas ermöglicht. Zentral geht es um die Fragen: Warum kann sich der Rechtsradikalismus so ungehindert ausbreiten und wie lässt sich dies verhindern?

Peter Ohlendorf, Autor und Regisseur des Filmes, steht vor bzw. nach den Filmvorführungen zu Gesprächen zur Verfügung. Für alle Interessierten wird der Film am Dienstag, 6. Mai, um 19.30 Uhr im Rahmen der vhs-Reihe „Der besondere Film“ im CineradoPlex gezeigt. Der Eintritt kostet 6,50 Euro. Am Mittwoch, 7. Mai, folgen dann Vorstellungen für Schüler der Mittelschule Pfaffenhofen und der Georg-Hipp-Realschule.

Das Filmmaterial wurde von dem Journalisten Thomas Kuban zusammengetragen, der über mehrere Jahre hinweg mit versteckter Kamera filmte und dabei hohe Risiken einging.

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi-Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund 40 Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied „Blut muss fließen“ begegnet ihm auf seiner „Konzerttournee“ immer wieder. Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat – einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.

Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – diese „Masche“ zieht: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus in Deutschland zur größten Jugendbewegung geworden. Längst hat sich rund um die Musikveranstaltungen auch ein blühender Markt entwickelt: CDs der einschlägigen Bands werden in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Mit rechtsextremen Merchandising-Artikeln ist das nicht anders. Auf diese Weise wird zugleich Geld für die Expansion der „Bewegung“ generiert.

Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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