Kranzniederlegung an polnischen Gräbern als Zeichen für Frieden und Versöhnung

Das so genannte „Polen- und Russengrab“ auf dem städtischen Friedhof besuchten Dritter Bürgermeister Roland Dörfler (links) und die Vertreterin des polnischen Generalkonsulats, Dr. Monika Paweska, mit ihrer Familie.
  • Das so genannte „Polen- und Russengrab“ auf dem städtischen Friedhof besuchten Dritter Bürgermeister Roland Dörfler (links) und die Vertreterin des polnischen Generalkonsulats, Dr. Monika Paweska, mit ihrer Familie.
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Zu einer Kranzniederlegung kam am Donnerstag eine Vertreterin des polnischen Generalkonsulats nach Pfaffenhofen. Dr. Monika Paweska, Leiterin des Rechtsreferats im Münchener Konsulat, besuchte mit ihrer Familie den städtischen Friedhof in Altenstadt, um gemeinsam mit dem Dritten Bürgermeister Roland Dörfler Kränze des Generalkonsulats und der Stadt Pfaffenhofen niederzulegen und ein Grablicht anzuzünden.

Vertreter des Generalkonsulats der Republik Polen in München besuchen seit Jahren regelmäßig in den Tagen vor und nach Allerheiligen polnische Grabstätten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in vielen bayerischen Städten und Gemeinden, um dort Kränze niederzulegen und damit der Toten zu gedenken und zugleich ein Zeichen der Versöhnung zu setzen.

In Pfaffenhofen war das Grab für zehn polnische und 13 russische Zwangsarbeiter(innen), die zur Zeit des Naziregimes in Pfaffenhofen starben, im Jahr 1960 angelegt worden, nachdem die Einzelgräber der Zwangsarbeiter aufgelassen worden waren. Den Grabstein hatte der bekannte Pfaffenhofener Maler Eduard Luckhaus, der selbst aus Polen stammte, entworfen.

Dr. Monika Paweska stammt aus Warschau und ist erst im September mit ihrer Familie von Berlin nach München gezogen, wo sie die Leitung des Rechtsreferats im polnischen Generalkonsulat übernommen hat. Sie zeigte sich sehr betroffen von der großen Zahl von Zwangsarbeitern, die in dem Grab auf dem Pfaffenhofener Friedhof beigesetzt sind. Zugleich erinnerte sie sich an ihren vor wenigen Jahren verstorbenen Vater, der in der Nazizeit im Konzentrationslager Auschwitz inhaftiert war. Sehr interessiert zeigte sie sich auch an dem Pfaffenhofener Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Haus der Begegnung, dem sie anschießend noch mit ihrem Mann und den drei Kindern einen Besuch abstattete.

Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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