Stadtwerke: Aktiv zum Vorteil der Bürger - Neues Kundencenter, neue Aufgaben

Das neue Kundencenter in der Münchener Straße 5 (Weilhammer Klamm) ist nun die neue zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Informationen rund um die Themen Strom, Gas, Wasser, Abwasser und weitere Leistungen der Stadtwerke.
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  • Das neue Kundencenter in der Münchener Straße 5 (Weilhammer Klamm) ist nun die neue zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Informationen rund um die Themen Strom, Gas, Wasser, Abwasser und weitere Leistungen der Stadtwerke.
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Die Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm haben vor Kurzem ihr neues Kundencenter in der Innenstadt eröffnet. Damit rückt das Kommunalunternehmen auch räumlich noch näher an die Bürgerinnen und Bürger heran. Schließlich hat das städtische Tochterunternehmen seit seiner Gründung vor gut sechs Jahren immer mehr Aufgaben übernommen. Und es kommen laufend weitere Betätigungsfelder hinzu, um die nachhaltige Daseinsvorsorge und eine innovative Infrastruktur in Pfaffenhofen auf- und auszubauen.

Zur Josephidult am 17. März war es so weit: Die Stadtwerke Pfaffenhofen haben ihr neues Kundencenter offiziell eröffnet. In der Weilhammer Klamm steht ein fünfköpfiges Experten-Team aus den Bereichen Strom, Gas, Wasser, Abwasser und weiteren Leistungen aus der Aufgabenvielfalt der Stadtwerke allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Gerade rund um Strom- und Gasverträge schätzen viele Kunden die persönliche Beratung. Zuvor war das Kundencenter im Betriebsgebäude in der Michael-Weingartner-Straße untergebracht, seit Weihnachten 2018 sind die Kundenbetreuer nun in der Innenstadt anzutreffen (siehe Infokasten auf Seite 4).

Direkter Bürgerkontakt
„Es war ein langgehegter Wunsch, einen Anlaufpunkt im Zentrum zu haben“, berichtet Stadtwerke-Vorstand Stefan Eisenmann. „Die gute Resonanz in den ersten Wochen zeigt, dass das neue Kundencenter eine Belebung der Kontakte bringt.“ Anke Reuter-Zehelein, verantwortlich für die Bürgerkommunikation der Stadtwerke, ergänzt: „Wir wollen den Dialog mit den Pfaffenhofenerinnen und Pfaffenhofenern weiter ausbauen und legen sehr viel Wert auf schnelle und transparente Information aller Bürger.“ Für den unkomplizierten Austausch sind die Stadtwerke nun auf Facebook vertreten. Über den PAF und DU-Bürgermelder (www.pafunddu.de/buergermelder) erreichen Anregungen, Kritik und Lob direkt die zuständige Stelle. Das Kommunalunternehmen baut seinen Kundenservice weiter aus, weil es seit seiner Gründung 2013 immer mehr Aufgaben mit regelmäßigem Bürgerkontakt übernommen hat. Zu Anfang waren die Bereiche Wasser, Abwasser, Bauhof, Parken und Friedhof von der Stadtverwaltung an die Stadtwerke ausgelagert worden. Seit 2015 bieten die Stadtwerke auch Öko-Strom und Gas als Alternative zu den Energielieferungen großer Konzerne an. Schließlich steht man zum Motto „Hier samma dahoam“ und will mit einem regionalen und nachhaltigen Angebot ein klares Bekenntnis zu Pfaffenhofen abgeben. Ganz in diesem Sinne betreiben Tochtergesellschaften das mittlerweile wieder in kommunaler Regie befindliche Strom- und Gasnetz in der Stadt sowie – ganz neu – die Bäder. Mobilität ist ein Schwerpunktthema der nächsten Jahre. Und man wird in den künftigen Neubaugebieten Glasfaser- und Fernwärmenetze aufbauen.

Mehr als Bauhof
Schon das zeigt: Die Stadtwerke sind längst mehr als der frühere Bauhof. Gleichwohl kümmert sich die Sparte „Stadtservice“ gewohnt zuverlässig um Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt – und setzt dabei so manchen neuen Akzent. So wie mit den neulich installierten „Solarabfallhaien“ am Hauptplatz: Die Hightech-Abfalleimer mit integrierter Müllpresse sollen helfen, die Abfallberge gerade an den Wochenenden in den Griff zu bekommen. Stark weiterentwickelt hat sich innerhalb des Stadtservice der Bereich Straßenunterhalt. 2015 haben die Stadtwerke die Reinigung von städtischen Gebäuden übernommen – selbstverständlich zu fairen Konditionen für die Reinigungskräfte.
Einen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Beitrag zu einem lebenswerten Pfaffenhofen leistet die Abteilung Stadtgrün. Sie sorgt für gepflegte Grünanlagen und Parks und kümmert sich um das Erbe der Gartenschau – unterstützt von vielen Engagierten, die als Grünanlagenpaten oder im Freundeskreis Gartenschau ehrenamtlich mithelfen, dass Pfaffenhofen blüht. Vorbildcharakter für andere Kommunen haben die insektenfreundlichen Staudenpflanzungen. Sie tragen nicht nur zum Artenschutz bei, sondern sie sind auch noch pflegeleicht und können dem Klimawandel trotzen.

Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Innovationsgeist
Diese Pflanzungen sind nur eine der vielen Maßnahmen, mit denen die Stadtwerke zur Pfaffenhofener Nachhaltigkeitsstrategie beitragen. Sie haben als erste Einrichtung nach dem Stadtrat die Pfaffenhofener Nachhaltigkeitserklärung unterzeichnet und verpflichten sich somit, vor Ort zur Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen beizutragen. Ebenfalls ganz im Sinne der Nachhaltigkeit ist dem Kommunalunternehmen der Klimaschutz wichtig: Die Stadtwerke erzeugen selbst CO2-freien Strom, z. B. mit dem Wasserrad der Arlmühle im Bürgerpark. Privat- und Gewerbekunden können von den Stadtwerken Ökostrom beziehen. Der Tarif „bavariastrom“ unterstützt die Energiewende vor Ort, er enthält ausschließlich regenerativ erzeugten Strom aus Bayern, rund die Hälfte davon direkt bezogen von Bürgerkraftwerken aus der Region. Mit dem „Pfaffenhofen PhotoVoltaik Modell“ (PPV) unterstützen die Stadtwerke Hausbesitzer dabei, ihren eigenen Sonnenstrom zu erzeugen und somit aktiv eine „Strompreisbremse“ zu betreiben. „Wir verfolgen das Ziel, die Stadt zu 100 Prozent mit Strom zu versorgen, der aus erneuerbaren Energien direkt bei uns vor Ort erzeugt wurde“, berichtet Dr. Sebastian Brandmayr, Technischer Leiter der Stadtwerke. Daher beschäftige man sich derzeit auch intensiv mit Möglichkeiten, Strom zu speichern, u. a. projektiere man Batteriespeicher, wie sie für ganze Stadtviertel sinnvoll sind, und plane weiterhin im Bereich Power-to-Gas, also dem Umwandeln von Strom in Gas. „Wir müssen permanent in die Zukunft investieren“, erklärt Brandmayr den Innovationsgeist. „Die Stadtwerke sind so etwas wie der Maschinenraum der Stadt. Unsere Aufgabe ist es, die für Pfaffenhofen und seine Bürger wichtige Infrastruktur am Laufen zu halten – damit es sich hier auch in Zukunft bestens leben lässt.“

Zukunftsthema Mobilität
Das nächste große Betätigungsfeld neben der Energiewende wird die Mobilitätswende sein. Der Stadtrat hat beschlossen, den Betrieb der Stadtbusse ab 2020 auf das Kommunalunternehmen zu übertragen. Ab 2022 soll ein völlig neues ÖPNV-Konzept erarbeitet werden, u. a. sollen dann Elektrobusse fahren. Auch im Individualverkehr wollen die Stadtwerke klimafreundliche Alternativen anbieten. Gerade ist man dabei, durch ein betriebliches „MobilSharing“ die eigenen Angestellten zum Fahrzeug-Teilen anzuregen. Mit dem Pilotprojekt sammelt man Erfahrungen für das angedachte Car- und Bike-Sharing für die Öffentlichkeit. Schon heute bieten die Stadtwerke E-Ladesäulen an, noch im Sommer 2019 wird zudem eine PNG-Gastankstelle an der B 13 errichtet.

Daseinsvorsorge in Bürgerhand
Bei allen Neuerungen ist in Pfaffenhofen eines unverrückbar: Die Daseinsvorsorge liegt in der Hand der Bürger – und damit die Sicherung der Grundbedürfnisse. Dies galt seit jeher für die Versorgung mit Trinkwasser und für das Abwassernetz mitsamt Kläranlage. Daher erfolgen ständig und nachhaltig Sanierungsarbeiten und Neu-Investitionen. Durch die Rekommunalisierung der Netze für Strom und Gas 2017 ist es gelungen, auch die wichtigen Energienetze wieder unter kommunale Kontrolle zu bringen. Denn als Kommunalunternehmen sind die Stadtwerke letztlich ein Unternehmen der Bürger. Die Stadt ist der alleinige Gesellschafter; das Aufsichtsgremium, der Verwaltungsrat, besteht aus gewählten Vertretern des Stadtrats. „Verantwortungsbewusstes Handeln liegt den Stadtwerken im Blut“, versichert Eisenmann. „Wir müssen keinen Aktionären, sondern einzig und allein unseren Bürgern viele Vorteile bieten.“

Viel Herzblut und Leidenschaft
Um diesen Anspruch umfassend erfüllen zu können, haben die Stadtwerke in den letzten Jahren ihre Geschäftsbereiche stark ausgeweitet. „Es war durchaus sportlich, das alles zu stemmen“, blickt Eisenmann zurück. „Anfangs lag der Fokus eher auf dem Aufbau der Organisation, wir haben interne Prozesse schaffen und stabilisieren müssen, sind von 65 auf über 150 Mitarbeiter gewachsen. Es ging darum, unsere Leistungen wirtschaftlicher und effizienter erbringen zu können.“ Man habe jedoch vom Stadt- und Verwaltungsrat nicht nur große und wichtige Aufgaben übertragen bekommen, sondern auch viel Unterstützung erfahren. „Vor allem gebührt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Anerkennung, denn sie sind mit ganzem Herzblut dabei“, bedankt sich der Chef beim Team.
Und wie geht es weiter? „Unsere Vision ist es, unsere Dienstleistungen zum Vorteil der Bürger noch besser zu verbinden“, sagt Eisenmann. „Warum nicht Vergünstigungen beim Parken für unsere Stromkunden?“ schildert er Möglichkeiten. Schon heute erhalten Verbraucher einen Mehrsparten-Rabatt, wenn sie einer Sammelrechnung zustimmen. Zunächst aber war jetzt die Zeit einfach reif, dass der Bürgerkonzern Stadtwerke sein Kundencenter näher an die Bürger und ins Herz der Stadt gerückt hat.

Autor:

Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm aus Pfaffenhofen

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