Rückblick und Ausschau: Ein ganz besonderes Jahr 2017 hinterlässt Spuren

Die Gartenschau "Natur in Pfaffenhofen 2017" bot schöne Aussichten.
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Das Jahr 2017 war ein ganz besonderes für Pfaffenhofen. Die Gartenschau „Natur in Pfaffenhofen 2017“ hat der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern einen unvergesslichen Sommer beschert mit 89 Tagen voller schöner Erlebnisse, attraktiver Veranstaltungen und mit über 330.000 Besuchern aus nah und fern. Die Atmosphäre auf dem Gartenschaugelände und auch in der Innenstadt war einzigartig. Dass die Gartenschau nicht nur für Gäste von außerhalb eine Attraktion war, sondern auch für die Pfaffenhofener selbst, zeigt allein schon die Zahl der Dauerkarten: Knapp 14.500 Dauerkarten wurden verkauft, und das ist für eine regionale Gartenschau absoluter Rekord.

Gartenschau schafft bleibende Werte
Noch viel wichtiger als das Großereignis Gartenschau selbst ist für die Pfaffenhofener aber das, was auf Dauer bleibt. Und das ist nicht nur ein guter Ruf, der sicher auch den Tagestourismus in den nächsten Jahren weiter ankurbelt, sondern vor allem ein Riesenschritt bei der Stadtentwicklung. 5,8 Hektar dauerhafte Grünflächen und zentrale Parkanlagen sind entstanden, die jetzt jedem Bürger offen stehen und die zur Naherholung, zum Spazierengehen und Draußensitzen geradezu einladen. Hier bieten sich nun ganz neue Möglichkeiten: Grillplätze im Sport- und Freizeitpark, ein dauerhafter Biergarten im Bürgerpark, das Grüne Klassenzimmer an der Arlmühle. Zudem wird das Gelände künftig regelmäßig für Veranstaltungen genutzt, denn die Konzerte im Bürgerpark und das Open-Air-Kino der Gartenschau sollen fortgesetzt werden.

Bevor aber die Gartenschau diesen unvergleichlichen Sommer und die wichtigen Erholungsflächen bringen konnte, war eine Vielzahl kleinerer und größerer begleitender Maßnahmen für knapp zwölf Millionen Euro notwendig, die im direkten Zusammenhang mit der Gartenschau standen. Hinzu kamen noch etliche Bauprojekte, die zum Beginn der Gartenschau fertig sein mussten, wie beispielsweise die Erneuerung von Ufermauern an der Insel, die Neugestaltung am Schwarzbach, der Ausbau der Schlachthofstraße oder die Gestaltung des Hungerturm-Umfelds. All diese Maßnahmen haben zu einer deutlichen Verschönerung des Stadtbildes beitragen.

Und nicht zu vergessen: Auf dem Hauptplatz gibt es nun einen gern genutzten Kinderspielplatz, den Sommer kann man am Stadtstrand genießen, und bei besonderen Ereignissen lädt der beliebte Innenstadt-Express zum Mitfahren ein –lauter Neuerungen, die der Gartenschau zu verdanken sind und die jetzt bleiben.

Großprojekt Neubau Grund- und Mittelschule
So dominant die Gartenschau 2017 auch war – es gibt doch noch eine Reihe weiterer bedeutender Themen, die die Stadtverwaltung und den Stadtrat in diesem Jahr beschäftigten. Viele große und kleine Maßnahmen und Projekte wurden umgesetzt und insgesamt 23,4 Mio. Euro wurden investiert.

Die nach wie vor wichtigste Baustelle ist der Neubau der Grund- und Mittelschule am Kapellenweg, und da läuft derzeit der Innenausbau. In diesem bisher größten Bauprojekt in der Stadtgeschichte, das alles in allem und über mehrere Jahre verteilt rund 28 Mio. Euro kosten wird, entsteht eine Ganztagsschule für 32 Klassen der 5. bis 10. Jahrgangsstufen. In dem Schulhaus erhält auch die Stadtkapelle ihre lange gewünschten Probenräume, und nicht zuletzt ist die neue Aula künftig als Veranstaltungshalle vielfältig nutzbar.

Baubeginn Kita St. Andreas
Während der Schulneubau schon weit gediehen ist und die Kinder und Lehrer bis zum nächsten Sommer einziehen können, steht der Neubau der Kindertagesstätte St. Andreas gerade in den Startlöchern. Das alte Kindergartengebäude wurde in den letzten Monaten komplett abgerissen, und der erste Spatenstich am 8. Dezember gab den Startschuss für den Neubau. In dem eingeschossigen, voraussichtlich rund 3,6 Mio. Euro teuren Kita-Gebäude wird Platz sein für jeweils drei Kindergarten- und Krippengruppen mit insgesamt 111 Kindern, die in gut einem Jahr dort einziehen sollen.

Hallenbad mit Sauna
Die Planung des neuen Hallenbads macht Fortschritte. Nach dem Bürgerentscheid vom Herbst 2016 haben sich im Frühjahr 2017 knapp 4.000 Pfaffenhofener an der Bürgerbefragung zur Ausstattung des Hallenbads beteiligt. Der Stadtrat hatte in seiner Dezember-Sitzung die Wahl zwischen mehreren Varianten mit oder ohne Sauna, und mit der Entscheidung für ein Familiensportbad mit Sauna in einem Bauabschnitt kann es nun im kommenden Jahr ernst werden: Sobald die Grundschüler aus der ehemaligen Gerhardinger-Schule in ihren Neubau umgezogen sind, wird das alte Schulhaus abgerissen und dann können zumindest die Erdarbeiten noch im Herbst 2018 beginnen, sodass das Hallenbad zum Winter 2020 in Betrieb gehen kann.

Schnelles Internet in den Ortsteilen
Kurz vor der Fertigstellung steht der Breitbandausbau in den Pfaffenhofener Ortsteilen. Eigentlich sollten die Ortsteilbewohner schon bis Ende August über schnelles Internet verfügen können, aber nach gewissen Verzögerungen will die Telekom den Ausbau nun bis zum Jahresende abschließen. In Tegernbach funktioniert die schnellere Internetverbindung bereits, und auch in den anderen Ortsteilen sollen zum neuen Jahr höhere Bandbreiten bereitstehen.

Keine Stadtentwicklung ohne Flächennutzungsplan
So trocken es auch klingen mag – die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) hat durchaus spannende Seiten. Immerhin geht es hier um die Zukunft der Stadt, denn der FNP bildet die Grundlage der weiteren Stadtentwicklung. Nach dem Projektstart 2016 und mehreren Workshops und Bürgerbeteiligungen folgten 2017 weitere große Schritte auf dem Weg zum neuen Flächennutzungsplan, der im kommenden Jahr fertig werden soll. Darin ist vor allem festgelegt, wo in der Stadt oder den Ortsteilen in den nächsten 10 bis 15 Jahren Gewerbe- bzw. Wohnflächen entstehen sollen.

Verkehrskonzept polarisiert
Parallel zum Flächennutzungsplan wird auch an einem Verkehrsentwicklungsplan gearbeitet – und damit an einem besonders polarisierenden Thema. Der Stadtrat hat beschlossen, das steigende Verkehrsaufkommen in der Stadt nicht weiter untätig hinzunehmen, sondern proaktiv gegenzusteuern. Welche Maßnahmen im Einzelnen erfolgen – das wird im kommenden Jahr entschieden, und dazu gibt es einen Informationsabend am 7. Februar um 19 Uhr im Rathaus, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.

Im Zusammenhang mit der Verkehrsberuhigung beginnt im kommenden Jahr auch die Neukonzipierung des Stadtbusverkehrs. Ziel ist ein noch besseres Angebot für die Bürgerinnen und Bürger, und die sollen frühzeitig informiert und mit in den Prozess eingebunden werden.

Bezahlbaren Wohnraum schaffen
Eine Vielzahl von Maßnahmen im Hoch- und Tiefbau hat die Stadt und auch die städtischen Tochterunternehmen, die Stadtwerke und die Wohnraumbeschaffungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (WBG), 2017 beschäftigt, und weitere stehen fürs kommende Jahr an. Ein großes Anliegen ist dabei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, und da ist der derzeit laufende Bau von 36 öffentlich geförderten Wohnungen an der Kellerstraße durch die WBG ein ganz wichtiges Projekt. Weitere erschwingliche Wohnungen entstehen demnächst auch im neuen Wohngebiet „Weingartenfeld“ in Heißmanning.

Nachhaltigkeitserklärung des Stadtrates
Der Stadtrat hat im Juli einstimmig die „Pfaffenhofener Nachhaltigkeitserklärung“ verabschiedet, die die Nachhaltigkeitsziele aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen anerkennt. Diese Erklärung soll kein Lippenbekenntnis bleiben, sondern bei künftigen Entscheidungen – z. B. zur Infrastruktur oder zur Ortsteilentwicklung – soll immer berücksichtigt werden, ob diese im Sinne der Nachhaltigkeitsziele sind.

Mehr Information im Internet
Ausführliche Informationen über abgeschlossene, laufende und geplante Projekte sowie viele Daten und Zahlen gab Bürgermeister Thomas Herker bei vier Bürgerversammlungen im November. Die Aufzeichnung der Versammlung vom 28. November im Rathaus sowie auch die dort gezeigte Präsentation findet man auf der städtischen Homepage unter www.pfaffenhofen.de/buergerversammlung2017.

Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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