MIT VIDEO! Was war, was bleibt, was kommt – Rückschau auf 2019 und Blick nach vorn

Im künftigen Wohngebiet Pfaffelleiten geht die Erschließung gut voran.
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  • Im künftigen Wohngebiet Pfaffelleiten geht die Erschließung gut voran.
  • Foto: Lukas Sammetinger
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Das Jahr 2019 geht zu Ende, die 20er-Jahre beginnen! 2019 war ein ereignisreiches, insgesamt gutes Jahr für die Stadt Pfaffenhofen, und wieder konnten wichtige Projekte und Aktivitäten in Gang gesetzt oder erfolgreich abgeschlossen werden. Auch das kommende Jahr wird sicherlich viel Neues bringen, zahlreiche Planungen und Maßnahmen gibt es bereits, und nicht zuletzt die Kommunalwahlen sorgen für Spannung. Die wichtigsten Themen der Zukunft liegen sicher in den Bereichen Wohnen & Bauen, Soziales sowie Klimaschutz & Nachhaltigkeit.

Schaffung von Wohnraum als Herausforderung
Das Wohnen in der gesamten Region und auch in Pfaffenhofen wird immer teurer. Dem entgegenzusteuern, betrachtet die Stadt als wichtige Aufgabe und große Herausforderung.
Zum einen wird zusätzlicher Wohnraum durch die Ausweisung neuer Wohngebiete geschaffen, und zwar in Pfaffenhofen („Pfaffelleiten“ an der Moosburger Straße) ebenso wie in den Ortsteilen Heißmanning, Affalterbach, Tegernbach, Ehrenberg und Uttenhofen. Zum zweiten hat die städtische Wohnraumbeschaffungsgesellschaft (WBG) das bisher größte Projekt im sozialen Wohnungsbau abgeschlossen. Die drei Häuser mit 32 öffentlich geförderten Wohnungen an der Kellerstraße sind im Herbst bezogen worden. Im Anschluss wurde auch bereits das nächste Projekt, ein Acht-Familien-Haus an der Wolfstraße, bezugsfertig, und weitere Mehrfamilienhäuser an der Stettbergstraße und im Baugebiet Weingartenfeld sind in der Umsetzung. Ein anderes Projekt im sozialen Wohnungsbau entsteht in sehr zentraler Lage auf dem ehemaligen Altenheim-Gelände an der Spital- und Türltorstraße. Die Heilig Geist und Gritsch’sche Fundationsstiftung, die von der Stadt verwaltet wird, wird den Altbau abreißen und dort rund 40 barrierefreie und bezahlbare Wohnungen schaffen. Damit angesichts des Drucks von außen auf den Pfaffenhofener Immobilienmarkt auch Einheimische sich das Wohnen und Bauen hier leisten können, wurde schon vor vielen Jahren das Pfaffenhofener Einheimischenmodell ins Leben gerufen. Die Regularien wurden bereits mehrfach überarbeitet und angepasst, und da gibt es jetzt weitere Modifizierungen, um nicht nur Bauen und Kaufen erschwinglich zu machen, sondern auch günstige Mieten zu ermöglichen. Bei dieser Variante des Einheimischenmodells liegt die Zielgröße für die Mieten in der Wohnanlage „Am Burgfriedenstein“ (Nähe Kita Ecolino) bei 8,50 Euro pro Quadratmeter (für 25 Jahre, mit Anpassung an den jeweils gültigen Mietspiegel). Eine andere Verbesserung des Einheimischenmodells wird ehemalige Pfaffenhofenerinnen und Pfaffenhofener freuen: Wer von hier stammt und nach etlichen Jahren wieder in seine Heimatstadt zurückkehrt – z. B. nach dem Studium oder nach einem Job in einer anderen Stadt –, hat künftig auch die Chance, beim Einheimischenmodell zum Zuge zu kommen.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Greta Thunberg und die Fridays-for- Future-Bewegung haben dem Thema Klimaschutz im Jahr 2019 eine ganz besondere Dringlichkeit und Bedeutung verschafft. Die Stadt Pfaffenhofen gilt ja schon seit Jahren als Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, aber auch hier kann und muss noch sehr viel mehr getan werden. Der kostenlose Stadtbus, die „Begrünungsoffensive“ sowie die „Bodenallianz“ und die Öko-Modellregion „Pfaffenhofener Land“ sind die spektakulärsten Initiativen, mit denen Pfaffenhofen weithin als vorbildlich gilt. Im Sommer 2017 hat jedes einzelne Stadtratsmitglied die Pfaffenhofener Nachhaltigkeitserklärung unterzeichnet, und auf Initiative des Jugendparlaments hat der Stadtrat vor kurzem den Klimanotstand in Pfaffenhofen ausgerufen. „Dieser drastische Begriff polarisiert“, weiß Bürgermeister Thomas Herker, „doch wenn sich die Welt im Klimanotstand befindet, wie UN-Generalsekretär Guterres erklärt hat, dann gilt dieser Notstand auch für Pfaffenhofen.“ Und er fügt hinzu: „Natürlich werden wir die Welt nicht im Alleingang retten, doch wir können unseren Teil dazu beitragen, zumindest in unserer Stadt, der es ja wirtschaftlich glücklicherweise sehr gut geht, möglichst viel aktiven Klimaschutz zu leisten.“ 

Schulzentrum: Digitalisierung und Hallenbadbau
2013 hat Pfaffenhofen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten. Für den Preis 2020 war die Stadt jetzt wieder unter den Nominierten – und zwar gleich zweimal, denn auch für
den Sonderpreis Digitalisierung war sie in der engen Wahl. Ein Argument dafür war nicht zuletzt auch die Digitalisierung der Schulen, die an der neuen Grund- und Mittelschule auf den Weg gebracht wurde und nun auch an den beiden anderen städtischen Schulen
folgen soll. Nach der Fertigstellung des neuen Vorzeige-Schulhauses am Kapellenweg
konnte der vierte und letzte Bauabschnitt im Schulzentrum gestartet werden: Der Bau des lange ersehnten Hallenbads ist nun auf einem guten Weg, und im Jahr 2021 wird das neue
Familienbad eröffnet.

Neue Kindertagesstätten
Millionenschwere Projekte gibt es auch bei der Kinderbetreuung – immerhin steigt die Zahl der Mädchen und Buben in Pfaffenhofen kontinuierlich, ganz im Gegensatz zu den meisten
Kommunen in Bayern. So wurde im Sommer der Neubau der Kita St. Andreas eingeweiht, und im November war Baubeginn für die neue Ortsteil-Kindertagesstätte in Affalterbach.
Den anstehenden Neubau des Pfarrkindergartens St. Michael unterstützt die Stadt finanziell, und 2020 starten auch der Bau der Kita im künftigen Baugebiet Pfaffelleiten und die Erweiterung des Kindergartens Maria Rast in Niederscheyern.

Sport und Freizeit
Im Sport- und Freizeitbereich macht nicht nur der Bau des Hallenbads von sich reden. Im vergangenen Frühjahr wurden auch der neue Trimm-Dich-Pfad und ein zusätzlicher Spielpfad im Stadtwald eröffnet, und 2020 kommt noch ein Naturerlebnispfad hinzu. Und
die Biker freuen sich über den neuen Dirt Park am Kuglhof. Nicht zuletzt fördert die Stadt die örtlichen Vereine regelmäßig mit Zuschüssen. Von den neuen, großzügigeren Richtlinien profitieren aktuell vor allem der BC Uttenhofen, dessen neues Vereinsheim die
Stadt mit rund 260.000 Euro bezuschusst, und der FC Tegernbach, der ebenfalls einen 30-Prozent-Zuschuss für die Sanierung und Erweiterung seines Vereinsheims erhält.

Verkehrsplanung und Kreiselbau

Neben dem Thema Wohnen beherrscht auch die Verkehrssituation zunehmend die aktuellen Planungen sowie die öffentliche Diskussion. In diesem Jahr waren es vor allem drei Baumaßnahmen, die den Verkehrsteilnehmern und Anwohnern zu schaffen
gemacht haben, wobei zwei nicht von der Stadt Pfaffenhofen verantwortet wurden. Das Staatliche Bauamt Ingolstadt hat den Bau des Kreisverkehrs an der B 13 und den Bau der neuen Überführung der Staatsstraße bei Uttenhofen inzwischen fertiggestellt. Und auch beim neuen Kreisverkehr an der evangelischen Kirche heißt es jetzt wieder „freie Fahrt!“ Mehrere kleinere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an der Hohenwarter Straße dienen dazu, die Fahrt in die Innenstadt zu verlangsamen, um so unnötigen Durchfahrtverkehr nach Möglichkeit auf die Umgehungsstraße zu lenken.

Kommunalwahlen sorgen für Spannung
Wie es weiter geht mit der Verkehrsberuhigung in Pfaffenhofen, das wird 2020 sicher ein heiß diskutiertes Thema im neuen Stadtrat sein. Denn am 15. März stehen Kommunalwahlen auf dem Kalender und Anfang Mai tritt dann der neu gewählte Stadtrat an. Und auf den warten neben den Verkehrsthemen auch noch viele weitere interessante Aufgaben und Herausforderungen.

Informationen im Internet
Wer sich über die Arbeit des Stadtrates informieren will, findet sämtliche Sitzungstermine, die anstehenden Tagesordnungspunkte und die gefassten Beschlüsse immer im Ratsinformationssystem auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de. Viele weitere Informationen erhält man auch in der Aufzeichnung der jüngsten Bürgerversammlung auf www.pfaffenhofen.de/archivplayer.

Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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