Aus der Pfaffenhofener Standesamt-Statistik 2013

Ein Hochzeitspaar des Jahres 2013 in Pfaffenhofen: Barbara und Matthias Bothe.
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Der Klapperstorch war fleißig!

In Pfaffenhofen sind im vergangenen Jahr 579 Kinder geboren und damit nochmals mehr als im auch schon geburtenstarken Jahr 2012 (555). Das geht aus der aktuellen Statistik des Pfaffenhofener Standesamtes hervor, die die Stadtverwaltung jetzt veröffentlicht hat.

Im Standesamt werden alle Geburten in Pfaffenhofen registriert und die allermeisten Babys kommen im Krankenhaus zur Welt. Im Jahr 2013 waren dies 575 Neugeborene, denn es gab nur vier Hausgeburten. Da in der Ilmtalklinik aber auch sehr viele auswärtige Mütter ihre Kinder zur Welt bringen, sind längst nicht alle 579 Neugeborenen des Jahres 2013 „waschechte“ Pfaffenhofener, die auch hier wohnen. Andererseits gehen manche Pfaffenhofenerinnen zur Entbindung in auswärtige Krankenhäuser. Der Aufwärtstrend trifft aber auf die Pfaffenhofen-Babys auch in vollem Umfang zu, denn im Einwohnermeldeamt wurden 220 Neugeborene registriert, die in Pfaffenhofen wohnen, und das sind 22 mehr als im Jahr 2012.

Für die 579 Babys, die 2013 in Pfaffenhofen geboren wurden, hat das Standesamt einige interessante Zahlen ausgewertet. So sind die Buben wie immer in der Überzahl, denn es kamen 296 Jungen zur Welt und 283 Mädchen. Es gab drei Zwillingsgeburten - im Vorjahr waren es fünf. Der Anteil der nicht ehelich geborenen Kinder liegt bei 25 Prozent, denn 145 Elternpaare waren nicht verheiratet (Vorjahr 123). 475 Neugeborene haben deutsche Eltern (Vorjahr 455). Bei weiteren 80 (62) hat ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit und bei 24 (38) Geburten waren beide Eltern Ausländer.

Emma und Maximilian sind die beliebteste Vornamen
Emma und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen des Jahres 2013 in Pfaffenhofen. Elf kleine Mädchen erhielten von ihren Eltern im vergangenen Jahr den Namen Emma und zwölf neugeborene Buben heißen Maximilian (plus drei mit Namen Max). Damit hat Maximilian seinen „Titel“ von 2012 erfolgreich verteidigt, während Emma die „Vorjahressiegerin“ Laura hinter sich gelassen hat.

Wie schon in den vergangenen Jahren, setzt sich die Vorliebe der Pfaffenhofener für alte, traditionsreiche Namen fort. Das hat das Standesamt im Pfaffenhofener Rathaus jetzt in seiner Statistik für 2013 veröffentlicht. Denn auch auf den weiteren Plätzen der Vornamens-Hitliste folgen bekannte Mädchen- und Bubennamen: Acht neugeborene Mädchen heißen Sophia (plus zweimal Sofia und sechsmal Sofie/Sophie), ebenfalls acht heißen Johanna, gefolgt von Katharina (7), Amelie, Laura und Magdalena (je 6). Bei den Buben gehören nach Maximilian auch Lukas (11), Moritz (8), Alexander, Benedikt, Julian, Noah und Tobias (je 7) zu den Favoriten der Pfaffenhofener Eltern.

Die Liste der unterschiedlichen Vornamen ist lang und die 579 Babys, die im Jahr 2013 in Pfaffenhofen zur Welt kamen, tragen insgesamt 295 verschiedene Namen (149 Mädchennamen und 146 Jungennamen).

Und noch ein paar Zahlen aus der Vornamensstatistik des Pfaffenhofener Standesamtes: 281 Neugeborene – also fast die Hälfte aller Pfaffenhofener Babys des Jahres 2013 - haben nur einen Vornamen. Weitere 239 Mädchen und Buben tragen zwei Vornamen und 23 haben drei Namen in ihrer Geburtsurkunde stehen. Der mit Abstand häufigste zweite Vorname ist – wie könnte es anders sein – Maria. Diesen traditionsreichen Namen haben immerhin 15 kleine Mädchen an zweiter Stelle in ihrer Geburtsurkunde stehen und weitere zwölf Babys heißen mit zweitem Namen Marie.

Mehr Hochzeiten gefeiert:

169 Eheschließungen und eine eingetragene Lebenspartnerschaft im Pfaffenhofener Standesamt
Die Pfaffenhofener trauen sich: 169 Eheschließungen – das sind 28 mehr als im Vorjahr - wurden 2013 im Pfaffenhofener Standesamt beurkundet. Außerdem wurden hier eine Auslandseheschließung und eine Lebenspartnerschaft eingetragen.

Der sprichwörtliche „Wonnemonat“ Mai war mit 29 Eheschließungen wieder besonders beliebt bei den Hochzeitern des Jahres 2013. Außerdem gehörten der September (24) und der Oktober (21) zu den arbeitsreichsten Monaten für die Pfaffenhofener Standesbeamten.

Die haben 2013 übrigens gleich doppelte Verstärkung bekommen: 2. Bürgermeister Albert Gürtner und 3. Bürgermeisterin Monika Schratt sind jetzt ebenfalls als Standesbeamte im Einsatz und absolvierten 2013 ihre ersten Trauungen. Zum Team der Standesbeamten gehören außerdem nach wie vor Bürgermeister Thomas Herker, Amtsleiter Hans-Dieter Kappelmeier, Sachgebietsleiterin Heidi Gernet sowie Evelyn Moll Daniela Reisner und Birgit Seitz.

Wie aus Jahresstatistik des Standesamtes hervorgeht, hatten von den 169 Paaren, die 2013 ihre Heirat im Pfaffenhofener Rathaus anmeldeten, nur 88 ihren Wohnsitz in der Kreisstadt. Bei weiteren 29 Hochzeitspaaren wohnte jeweils einer der Partner in Pfaffenhofen und bei 52 Paaren hatten beide den Wohnsitz in einer anderen Gemeinde.

Da das Standesamt Pfaffenhofen seit ein paar Jahren auch für die Gemeinden Hettenshausen, Ilmmünster und Hohenwart zuständig ist, wurden die Eheschließungen von Brautpaaren aus diesen Orten ebenfalls in Pfaffenhofen eingetragen. Viele dieser Paare schlossen den Bund der Ehe aber trotzdem in ihrer Heimatgemeinde. So wurden 13 Eheschließungen in Ilmmünster vorgenommen, neun Ehen wurden im Rathaus Hohenwart geschlossen und drei im Hettenshausener Rathaus.

Alle übrigen Trauungen – und das waren 144 – fanden im Pfaffenhofener Rathaus statt und da wird eine Hochzeit im großen Festsaal immer beliebter: 42 Ehen wurden im Trauungszimmer im Erdgeschoss geschlossen und 102 im schönen historischen Festsaal im 2. Stock.

Die Standesamt-Statistik hat auch die Staatsangehörigkeit der Hochzeiter erfasst. Demnach waren 144 Brautpaare Deutsche, bei 18 Paaren hatte jeweils ein Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit und bei sieben Paaren waren Braut und Bräutigam Ausländer. Dabei waren insgesamt 15 unterschiedliche Nationalitäten vertreten von Belarus über Rumänien oder Portugal bis zu Thailand und Vietnam.

Bei 119 Hochzeiten schlossen beide Partner zum ersten Mal den Bund der Ehe, während bei 50 Paaren ein Ehepartner bzw. beide vorher schon ein- oder zweimal verheiratet waren.
Die allermeisten Brautpaare wählten – ganz traditionell – den Geburtsnamen des Mannes zum gemeinsamen Ehenamen, während nur acht Ehemänner den Namen ihrer Frau annahmen (Vorjahr elf). Zwölf Ehefrauen und zwei Ehemänner entschieden sich für einen Doppelnamen, indem sie ihren Geburts- oder bisherigen Familiennamen dem Ehenamen voranstellen oder hinzufügen.

Weniger Sterbefälle

336 Sterbefälle wurden im Pfaffenhofener Standesamt im Jahr 2013 beurkundet. Nachdem die Zahl der Sterbefälle im Vorjahr stark gestiegen war (von 327 auf 376), ist sie nun wieder um 40 gesunken.

Unter den 336 Personen, die 2013 in Pfaffenhofen verstorben sind, sind viele Auswärtige. Doch auch das Einwohnermeldeamt hat für 2013 eine niedrigere Zahl an Sterbefällen verzeichnet: 211 verstorbene Pfaffenhofener wurden hier im Jahr 2013 gemeldet, das sind sieben weniger als im Vorjahr. Rechnet man die Zahl der Neugeborenen dagegen (220), ergibt sich diesmal wieder ein Geburtenüberschuss von neun (Vorjahr -20).

Zahl der Kirchenaustritte wieder gestiegen!

Eine hohe Zahl von Kirchenaustritten wurde 2013 im Pfaffenhofener Standesamt verzeichnet. Nachdem die Zahl bereits im Jahr 2010 einmal sprunghaft gestiegen war – damals wegen der Missbrauchsskandale – hatte sie sich in den Jahren 2011 und 2012 wieder „normalisiert“. Mit dem Skandal um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst wurden nun wieder auffällig viele Kirchenaustritte beurkundet. 2013 wurden im Pfaffenhofener Standesamt 212 Kirchenaustritte beurkundet (Vorjahr 145). Davon betreffen 157 (Vorjahr 111) die katholische Kirche und 54 (Vorjahr 33) die evangelische Kirche. Ein Austritt erfolgte aus der Israelitischen Kirche.

Da das Pfaffenhofener Standesamt seit einigen Jahren auch die Aufgaben der Standesämter Ilmmünster, Hettenshausen und Hohenwart übernimmt, sind bei den Kirchenaustritten auch Bürger dieser Gemeinden mitgezählt. Unter den 212 Kirchenaustritten sind 163 aus Pfaffenhofen, 23 aus Hohenwart, 16 aus Ilmmünster und zehn aus Hettenshausen.

Autor:

PAF und DU Redaktion aus Pfaffenhofen

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