Aus dem Landkreis und aus Afghanistan: Stadtwerke Pfaffenhofen bilden junge Menschen aus

Florian Joseph wird im September Lehrling beim Stadtservice Pfaffenhofen
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„Ob minus 20 oder plus 40 Grad – die Witterung macht mir gar nichts aus!“ Der 16-jährige Florian Joseph arbeitet bei jedem Wetter gerne draußen. Die frische Luft ist ihm viel lieber als eine große Halle, in der Industrieprodukte gefertigt werden. Dort hatte sich Florian bei einem seiner vielen Betriebsaufenthalte nicht wirklich wohl gefühlt. Drei Pflicht- und zwei freiwillige Praktika hat er schon hinter sich. Doch nirgends hat es dem Mittelschüler so gut gefallen, wie bei den Stadtwerken Pfaffenhofen. Der Tipp dafür kam vom Nachbarn seiner Oma. Der hatte darauf hingewiesen, dass die Stadtwerke einen Praktikumsplatz anbieten. Florian hatte davor bereits bei einem privaten Gartenbauunternehmen gearbeitet und nahm diese Gelegenheit gern wahr. Nachdem das Praktikum so gut gelaufen ist, vereinbarten die Stadtwerke mit ihm dann gleich eine Ausbildung zum Gärtner für Garten- und Landschaftsbau. Die wird im September 2016 starten. Im August konnte der junge Mann schon einen Ferienjob beim Stadtservice antreten. Dabei hat er zwei Wochen lang Geld verdient und z.B. an der Moosburger Straße Dutzende von Stauden und Trockenpflanzen angepflanzt. Dafür musste zuerst die alte Erde entfernt werden, dann kamen 10 Zentimeter Kompost und darüber noch 40 Zentimeter Sand, bevor die neuen Pflanzen gesetzt wurden. „Sand ist pflegeleichter“ weiß der junge Mann schon Wochen vor dem Beginn seiner Ausbildung aus der Praxis.
Bereits seit September 2014 absolviert Faramarz Dehpoor eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei den Stadtwerken Pfaffenhofen. Der 29-jährige hat in Afghanistan Wirtschaftswissenschaften studiert und bereits bei zwei Banken in Kabul und Masar-e Sharif gearbeitet. Dann musste er vor dem Krieg fliehen und ist in Pfaffenhofen gelandet. Hier wird sein Studium nur als Hochschulreife anerkannt, d.h. es zählt so viel wie ein deutsches Abitur. Faramarz hat bei den Stadtwerken bereits in verschiedenen Abteilungen gearbeitet, momentan ist er in der Buchhaltung. In der Berufsschule kommt er ganz gut zurecht. Probleme gibt es nur bei der Sprache. Vor allem wenn es allzu regional wird: „Bayerisch ist für mich wie Chinesisch,“ scherzt Faramarz. Er ist sehr froh über seine Lehrstelle und arbeitet gern bei den Stadtwerken: „Die Kollegen hier sind total nett!“

Autor:

Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm aus Pfaffenhofen

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