Stadtrat setzt auf weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Hohenwarter Straße – Bürger erhalten einen Infobrief

So soll es aussehen: Im städtischen Verkehrskonzept sind an der Hohenwarter Straße u.a. zwei Fußgängerampeln in Höhe der Quellengasse und der Äußeren Quellengasse geplant. (Foto: Reinhard Beck)
 
So soll es aussehen: Im städtischen Verkehrskonzept sind an der Hohenwarter Straße u.a. zwei Fußgängerampeln in Höhe der Quellengasse und der Äußeren Quellengasse geplant. (Foto: Reinhard Beck)
Das städtische Verkehrskonzept, das derzeit umgesetzt wird, war am 21. Februar Thema im Pfaffenhofener Stadtrat. Dabei ging es vor allem um den Kreisverkehr in der Hohenwarter Straße. Dazu lag auch ein Antrag von Altbürgermeister Hans Prechter vor, den Kreisverkehr wieder zurückzubauen.

Der Stadtrat beschloss nach intensiver Diskussion mit 19:9 Stimmen, an den geplanten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung festzuhalten und diese möglichst zügig umzusetzen. Dabei soll auch der Kreisverkehr noch sicherer gemacht werden und von allen Seiten soll Tempo 30 gelten. Um die Bürger detailliert über die vorgesehenen Maßnahmen zu informieren und auch die Hintergründe zu erläutern, wird Anfang März ein Infobrief an alle Haushalte verteilt.

Die Stadtverwaltung hat Anfang Februar eine Verkehrsanalyse durchführen lassen, deren Ergebnisse in der Stadtratssitzung im Detail vorgestellt wurden. Als Kernaussage wird der Kreisverkehr als sicher eingestuft.

Bisher haben sich drei Kleinunfälle an dem Kreisel ereignet. Laut Polizeiauskunft hat es solche Unfälle an dieser Stelle auch schon vorher gegeben. Um den Kreisverkehr verkehrstechnisch weiter zu optimieren, wird demnächst die Innenfläche des Kreisels baulich erhöht und die entstehende Aufkantung mit Reflektoren bestückt. Außerdem soll Tempo 30 künftig auch in der Schirmbeckstraße und in der Hohenwarter Straße im Bereich der Seniorenwohnanlage gelten. Um den in die Stadt kommenden Verkehr schon vorher zu bremsen, sind eine Fahrbahneinengung und eine Mittelinsel in Höhe der Moschee geplant. Und für Radfahrer wird ein Radlschutzstreifen stadtauswärts ab dem Kreisel bis zur Anton-Schranz-Straße geprüft.

Mit diesem Maßnahmenpaket wird das Tempo reduziert und damit wird die Hohenwarter Straße für den reinen Durchfahrtsverkehr unattraktiver. Nach Berechnung von Verkehrsexperten soll sich so das Verkehrsaufkommen in der Hohenwarter Straße um über zehn Prozent verringern, da mehr Verkehrsteilnehmer auf die Umgehungsstraße ausweichen. Mittelfristig zusätzliche Entlastung verspricht der Bau der Umgehungsstraße südlich des Gewerbegebiets Kuglhof, der allerdings nicht von der Stadt, sondern vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt geplant und realisiert wird.

In weiteren Schritten sollen an der Hohenwarter Straße zwei Fußgängerampeln in Höhe der Quellengasse bzw. Äußeren Quellengasse installiert werden und in Höhe der Anton-Schranz-Straße wird im kommenden Jahr eine abknickende Vorfahrt eingerichtet.

Die Verkehrsberuhigung beschränkt sich keineswegs ausschließlich auf die Hohenwarter Straße. An der Münchener-/Moosburger Straße, vor der evangelischen Kirche, ist ein weiterer Kreisverkehr vorgesehen. Und in der Scheyerer Straße wird im Bereich der Schulen zwischen der Niederscheyerer Straße und der Herzog-Ludwig-Straße Tempo 30 ausgewiesen, sofern hierzu die Zustimmung der Regierung von Oberbayern gegeben wird.

Weitere Informationen finden sich in der Sitzungspräsentation und dem Mitschnitt der Stadtratssitzung samt Fachvorträgen und Detailanalyse zu den Maßnahmen des Verkehrskonzepts auf der städtischen Internetseite www.pfaffenhofen.de/archivplayer.
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