Pfaffenhofener Kindertagesstätte St. Elisabeth jetzt Konsultationskita

v.l.n.r. Tanja Löwe, Kathrin Maier (Sachgebietsleiterin Familie und Soziales), Katrin Cleemen (Leiterin St. Elisabeth), Dr. Christiane Hofbauer und Roland Dörfler (Dritter Bürgermeister) mit der Konsultations-Urkunde und dem neuen Flyer der Kindertagesstätte St. Elisabeth
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Die Pfaffenhofener Kindertageseinrichtung St. Elisabeth darf sich jetzt als einzige Kita im Landkreis Pfaffenhofen „Konsultationskita“ nennen. Als eine von bundesweit etwa 350 Kindertagesstätten hat die städtische Kita am Volksfestplatz an einer einjährigen Weiterbildung zum Thema „Sprachförderung bei Kindern bis drei Jahren“ teilgenommen und diese erfolgreich abgeschlossen. Aber damit nicht genug: Bis Ende 2014 können interessierte Fachkräfte aus anderen Einrichtungen nun die Kita St. Elisabeth besuchen und sich dort über Sprachförderung im Alltag informieren: Sie können konsultieren.

Gefördert wird und wurde das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Gelder zur Verfügung stellte, um die Weiterbildung und die zusätzlichen Arbeitsstunden, die die Konsultationsphase beinhaltet zu finanzieren. Das Konzept zur Sprachförderung mit dem Titel „Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten“ wurde vom Deutschen Jugendinstitut entwickelt, das auch die Weiterbildungen vermittelte und die Konsultationsphase betreut.

Als 2012 das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit Kindertageseinrichtungen aufforderte, sich für die Offensive „Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ zu bewerben, ergriff die Stadt Pfaffenhofen die Initiative. Als Verbund wurden die Pfaffenhofener Kitas St. Johannes und St. Elisabeth in das Programm aufgenommen und in den beiden Kindertagesstätten wurde jeweils eine Mitarbeiterin zur Sprachförderfachkraft weitergebildet.

In St. Elisabeth war dies Tanja Löwe und sie hatte seitdem mit einer halben Stelle die Aufgabe, sich im Kita-Alltag ausschließlich um Sprachförderung der Kinder – vor allem der Jüngsten – zu kümmern. Es zeigte sich, wie wertvoll eine solche Stelle ist: Zum einen gibt es in der Kindertagesstätte dadurch eine Person, die sich intensiv mit den Themen Sprachentwicklung und Sprachförderung beschäftigt und die den Kolleginnen dieses Wissen näher bringen kann. Zum anderen ist Tanja Löwe mit dieser halben Stelle nicht in den normalen Gruppendienst eingebunden, sondern ist in dieser Zeit zusätzlich in den Gruppen, um sich ausschließlich den Kindern zu widmen. Sie kann sich dabei auf das konzentrieren, was für den Spracherwerb am wichtigsten ist: Zeit haben, den Kindern zuhören, sich mit ihnen über ihre Interessen, Bedürfnisse und Wünsche austauschen und dabei ein gutes Sprachvorbild sein.

Nachdem die Offensive und damit auch die zugehörige Stelle Ende 2014 ausläuft, stellt sich die Frage, wie zumindest das Wissen über gute Sprachförderung im Alltag über 2014 hinaus im Team nachhaltig verankert werden kann. „Mit dem Angebot, sich als Konsultationskita zu qualifizieren, bekamen alle Kolleginnen, die mit Kindern bis zum Alter von drei Jahren arbeiten, die Möglichkeit, sich in einer einjährigen, praxisbegleitenden Fortbildung intensiv mit dem Thema „alltagsintegrierte Sprachförderung“ auseinanderzusetzen“, berichtet Katrin Cleemen, die Leiterin der Kita St. Elisabeth. Auch die anderen Teammitglieder wurden an drei Fortbildungstagen in das Konzept und die Grundprinzipien der alltagsintegrierten Sprachförderung eingeführt. „Ich sehe mein Team als sehr wach, stets interessiert und aufgeschlossen neuen Anforderungen und Erkenntnissen gegenüber. Ich bin sehr stolz auf meine Mitarbeiterinnen, dass sie sich dieser Herausforderung gestellt haben“, lobt Katrin Cleemen ihr Team.

Auch Dr. Christiane Hofbauer, die das Konzept in der Kindertagesstätte St. Elisabeth vermittelt und das Team fortgebildet und begleitet hat, meint: „Die Fachkräfte waren sehr engagiert und haben schon während der Weiterbildungen intensiv darüber diskutiert, wie das neue Wissen in den Alltag eingebracht werden kann. Das zeigt eine hohe Professionalität.“ Tanja Löwe, die als Sprachförderkraft mit dem Konzept schon teilweise vertraut war, findet, dass sich die Weiterbildung gelohnt hat: „Der Alltag und die Sprachentwicklung der Kinder konnten in der Weiterbildung intensiv durchleuchtet werden. Dadurch veränderte sich die gesamte Sichtweise auf das kindliche Lernen und wir gestalteten die Räume um.“

Bis Ende 2014 können interessierte Fachkräfte und Kitas die beiden Gruppen mit Kindern bis zu drei Jahren in der Kita St. Elisabeth am Volksfestplatz besuchen und sich über die Erfahrungen mit alltagsintegrierter Sprachförderung und speziell dem Nutzen von Partizipation für die Sprachförderung informieren. Katrin Cleemen freut sich auf viele interessante Besuche und Gespräche. Termine können vereinbart werden unter der Telefonnummer 08441-72334 oder per Mail an Kita.St-Elisabeth@stadt-pfaffenhofen.de.

v.l.n.r. Tanja Löwe, Kathrin Maier (Sachgebietsleiterin Familie und Soziales), Katrin Cleemen (Leiterin St. Elisabeth), Dr. Christiane Hofbauer und Roland Dörfler (Dritter Bürgermeister) mit der Konsultations-Urkunde und dem neuen Flyer der Kindertagesstätte St. Elisabeth
v.l.n.r. Tanja Löwe, Kathrin Maier, Roland Dörfler, Dr. Christiane Hofbauer und Katrin Cleemen in der Kinderkrippe St. Elisabeth
Autor:

Kindertagesstätte St. Elisabeth aus Pfaffenhofen

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