Der syrische Klarinettist Kinan Azmeh spielt in Pfaffenhofen: Benefizkonzert im Rathaussaal

Der Weltklasse-Klarinettist Kinan Azmeh. Foto: Jill Steinberg
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Der weltbekannte syrische Klarinettist Kinan Azmeh kommt am Sonntag, 9. März, für einen Auftritt nach Pfaffenhofen. Azmeh, der seinen eigenen, unverwechselbaren Stil kreiert hat, in dem er Elemente moderner Musik mit Klassik und der arabischen Musiktradition seiner Heimat verbindet, spielt im Rathaussaal zugunsten der Jasmin-Hilfe, die mit zahlreichen Projekten entwurzelte syrische Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien unterstützt. Das Konzert ist in die Veranstaltungsreihe Pfaffenhofener Winterbühne eingebunden.
Kinan Azmeh wurde in Damaskus geboren und war 1997 der erste arabische Musiker, der den ersten Preis beim renommierten Rubinstein-Wettbewerb in Moskau gewinnen konnte. Der Klarinettist trat seitdem in vielen weltbekannten Konzertsälen auf, unter anderem in der Pariser Bastille, in der Royal Albert Hall in London sowie in der Carnegie Hall in New York. In Deutschland spielte Kinan Azmeh unter anderem in der Berliner Philharmonie, außerdem arbeitete er in der Vergangenheit schon mit der Big Band des Norddeutschen Rundfunks zusammen und trat als Solist gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunkorchester auf. Im vergangenen Jahr erwarb Kinan Azmeh in New York einen Doktor in Musik.
Für seine aktuellen Auftritte hat sich der syrische Musiker mit dem Maler Kevork Mourad zusammengetan, der ebenfalls in Syrien geboren wurde, aber aus einer armenisch-stämmigen Familie kommt, die in der mittlerweile fast völlig zerstörten Stadt Aleppo lebte. Mourad hat nach seiner künstlerischen Ausbildung zahlreiche Ausstellungen in Armenien und den USA bestritten und später ein Konzept für die Zusammenarbeit mit Musikern entwickelt. Seit 1997 praktiziert Mourad diese „Spontanmalerei“ im Duett mit Musikern wie George Winston oder dem weltberühmten Cellisten Yo Yo Ma, dessen Silk Road Ensemble der Künstler 2005 beitrat.
Das gemeinsame Projekt "Home Within" ist als Versuch von Azmeh und Mourad zu verstehen, künstlerisch auf die dramatischen Ereignisse in ihrem Heimatland Syrien zu reagieren. Die verschiedenen Kompositionen, die bei der Veranstaltung im Rathaussaal aufgeführt werden, sind Reflexionen die versuchen, bestimmte Stimmungen wie Angst, Verzweiflung, Freude und Überlebenswille aufzugreifen und sich so in abstrakter Weise mit der syrischen Revolution und deren Folgen auseinanderzusetzen.
Karten für das Konzert sind im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des Pfaffenhofener Kurier, im intakt Musikinstitut sowie bei Elektro Steib erhältlich. Zudem besteht die Möglichkeit, Karten unter der Webadresse www.okticket.de zu erwerben. Informationen über die Initiative „Jasmin-Hilfe“ finden sich im Internet unter der Adresse www.jasminhilfe.com.
Text: Richard Kienberger

Autor:

Kulturamt Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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