Jahresrückblick 2015: Erfolgreiche Projekte und große Herausforderungen

Bürgermeister Thomas Herker gab bei vier Bürgerversammlungen einen Jahresbericht
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Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Für die Stadt Pfaffenhofen war 2015 wieder ein gutes Jahr mit vielen erfolgreichen Projekten und Aktivitäten und einem deutlichen Wachstum auf den verschiedensten Ebenen. Die Einwohnerzahl wird bis zum Jahresende um über 500 auf rund 25.600 steigen. Das Haushaltvolumen liegt bei rekordverdächtigen 71 Mio. Euro und davon standen über 23 Mio. für die verschiedensten Investitionen zur Verfügung.

Die Vorbereitungen für die Gartenschau Natur in Pfaffenhofen 2017 verändern das Bild der Stadt vor allem an der Ilm. Und diese Veränderungen kommen sowohl der Stadtentwicklung als auch dem Stadtklima und vor allem den Menschen langfristig zugute, denn acht Hektar Grünflächen werden geschaffen, die auch Jahrzehnte nach der Gartenschau noch als Naherholungsflächen zu mehr Lebensqualität beitragen.

Drei Viertel der Bauarbeiten im Vorfeld der Gartenschau sind mittlerweile schon erledigt. Der Bürgerpark auf dem ehemaligen Bauhof- und Schlachthofgelände nimmt bereits Gestalt an und zahlreiche Bäume werden gepflanzt. Das Wasserwirtschaftsamt arbeitet an der Renaturierung eines Abschnitts der Ilm auf Höhe des Freibads. Und an der Insel werden noch die Stützmauern saniert und ein kleiner Park mit Zugang zum Wasser angelegt. Im neuen Jahr werden auch wieder Führungen durchs Gartenschaugelände angeboten, bei denen alle Interessierten sich vor Ort informieren können.

Neues Schulzentrum größte Investition

Die mit Abstand größte Einzelinvestition der letzten Jahrzehnte ist der Neubau der Grund- und Mittelschule. Die dazugehörige Dreifachturnhalle am Gerolsbach ist bereits seit einem Jahr in Betrieb. Im Sommer wurden Teile der alten Hauptschule abgerissen und dort wird jetzt die künftige Grundschule errichtet. Im Anschluss folgt der Bau der neuen Mittelschule, deren Fertigstellung für 2018 geplant ist.

In einem vierten Bauabschnitt ist für die Jahre 2018/2019 schließlich der Bau eines Hallenbades vorgesehen. Bereits im Jahr 2016 wird es dazu eine erste Bürgerbeteiligung geben, um die Wünsche der Pfaffenhofener von Anfang an mit in die Planung einfließen zu lassen. Der Eigenanteil, den die Stadt Pfaffenhofen finanzieren muss, wird für die gesamte Schulbaumaßnahme inklusive Sporthalle und (Schul-)Hallenbad mehr als 30 Mio. Euro betragen.

Kein Wachstum um jeden Preis

Höhe – schneller – weiter – was im Sport erstrebenswert ist, muss in der Gesellschaft und in einer Kommune nicht unbedingt immer wünschenswert sein. So sehen die Stadtverantwortlichen den Einwohnerzuwachs durchaus mit gemischten Gefühlen: Die Immobilienpreise steigen permanent und Wohnraum wird knapp. Und die anhaltend hohen Flüchtlingszahlen verstärken den Druck auf den Wohnungsmarkt zusätzlich.

Sehr erfreulich sind dagegen die Ansiedlungen neuer Betriebe und die vielen neuen Arbeitsplätze. Inzwischen liegt die Zahl der Pendler, die täglich zur Arbeit nach Pfaffenhofen fahren, sogar über der Zahl der Auspendler, die hier wohnen und auswärts arbeiten. Von einer „Schlafstadt“ Pfaffenhofen kann also wirklich keine Rede sein. Vielmehr ist die Stadt äußerst lebendig und sie entwickelt sich sehr dynamisch.

Wohnen als große Herausforderung

Im Thema Wohnen stecken die derzeit vielleicht größten Herausforderungen für die Stadt: Wohnen muss bezahlbar bleiben, auch für Einheimische soll der Traum von den eigenen vier Wänden erfüllbar sein, und es werden mehr Sozialwohnungen gebraucht. Auch für die Schwächsten in der Gesellschaft soll Platz bleiben und so ist 2016 zum einen eine Erweiterung des Obdachlosenheims vorgesehen und zum anderen müssen Unterkünfte für Flüchtlinge geschaffen werden.

Die Stadt Pfaffenhofen will in den nächsten Jahren rund 30 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau investieren. Damit sollen viele sanierungsbedürftige Wohnungen modernisiert und mindestens 130 zusätzliche Sozialwohnungen gebaut werden. Des Weiteren wurde die Mietpreisbremse durchgesetzt und ein Mietspiegel wird erstellt. Um den Alteingesessenen – vor allem Familien – auch weiterhin den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände zu ermöglichen, wird das Einheimischenmodell deutlich ausgeweitet. Bei Neuausweisungen von Wohnbauland müssen künftig 50 Prozent statt bisher 30 Prozent der Baulandflächen für das Einheimischenmodell zur Verfügung gestellt werden. Und neuerdings können auch Eigentumswohnungen oder Sozialwohnungen auf Grundstücken aus dem Einheimischenmodell gebaut werden.

Flüchtlinge unterbringen und integrieren

Der Zustrom von Flüchtlingen hat im Jahr 2015 eine ungeahnte Dynamik angenommen – und er reißt nicht ab. Die Unterbringungsquote liegt Anfang 2016 bei zwei Prozent der Einwohner. Der Landkreis Pfaffenhofen steht hier vor großen Herausforderungen und er macht seine Sache sehr gut. Um die Aufgaben zu bewältigen, sind aber auch alle Kommunen gefordert und im Grunde jeder einzelne Bürger. Neben den Hauptamtlichen engagieren sich bereits zahlreiche Ehrenamtliche z. B. in der Asylarbeit oder in der Kleiderkammer. Allein in den beiden Asyl-Arbeitskreisen des Internationalen Kulturvereins Pfaffenhofen sind 200 Ehrenamtliche aktiv.

Da viele Flüchtlinge auf Dauer hier bleiben werden, ist neben der Unterbringung und Erstversorgung vor allem auch die Integration in unsere Gesellschaft ein wichtiges Thema. Hier will die Stadt Pfaffenhofen aktiv eingreifen, koordinieren und vernetzen. Dafür wird gerade im Rathaus eine Fachstelle für Integration neu geschaffen. Sie wird im Sachgebiet Familie und Soziales eingegliedert, das für alle Generationen zuständig ist: von der Kinderbetreuung über die Jugendarbeit bis zum Seniorenbüro.

Viele Aufgaben und Projekte

Neben den genannten Themen gibt es zahllose weitere Projekte und Maßnahmen in den verschiedensten Abteilungen der Stadtverwaltung. Große Anstrengungen in Sachen Klimaschutz, Neue Parkplätze in Bahnhofsnähe und am Freibad sowie 4,8 Mio. Euro für die Generalsanierung des Eisstadions sind hier nur einige Stichworte.

Bei den Stadtwerken hat sich die Arbeit in der neuen Betriebszentrale unterhalb der Ilmtalklinik bestens eingespielt. Seit Jahresbeginn bieten die Stadtwerke bekanntlich auch Strom und Gas an und da gibt es inzwischen bereits über 1.000 Kunden. Nächsten Jahr kommt noch die Übernahme der Strom- und Gasnetze hinzu, sodass dann die Versorgung der Bürger mit Wasser, Strom und Gas komplett aus einer Hand stammt.

INFO:
Sie interessieren sich für die wichtigsten Projekte sowie aktuelle Zahlen und Daten der Stadt Pfaffenhofen? Bei vier Bürgerversammlungen Ende November / Anfang Dezember in der Stadt und den Ortsteilen hat Bürgermeister Thomas Herker einen detaillierten Überblick gegeben. Sie finden seine Präsentation als pdf-Datei zum Download auf www.pfaffenhofen.de/buergerversammlung und die Aufzeichnung der Bürgerversammlung vom 2. Dezember auf www.pfaffenhofen.de/archivplayer.

Autor:

Bürgerservice Pfaffenhofen aus Pfaffenhofen

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