Was passiert, wenn man aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen? Welche medizinischen Maßnahmen sollen dann ergriffen werden – und welche nicht? Mit einer Patientenverfügung können persönliche Wünsche und Vorstellungen rechtzeitig festgehalten werden, um auch in schwierigen Situationen selbstbestimmt zu bleiben.
In seinem Vortrag beleuchtet Dr. med. Max Rist das Thema Patientenverfügung vor allem aus der Perspektive des Mediziners. Als langjähriger Chefarzt für Anästhesie und operative Intensivmedizin am Klinikum Dachau hat er über viele Jahre Menschen in kritischen Lebenssituationen begleitet. Er kennt Situationen, in denen Ärzte plötzlich vor weitreichenden Entscheidungen stehen, die über den weiteren Verlauf einer Behandlung entscheiden und das Leben eines Patienten grundlegend verändern können.
Anschaulich und praxisnah erläutert Dr. Rist, welche Bedeutung eine Patientenverfügung in solchen Situationen hat. Anhand typischer medizinischer Entscheidungssituationen zeigt er, worauf bei der Formulierung einer Patientenverfügung besonders zu achten ist, damit der Wille des Patienten für Ärzte möglichst eindeutig erkennbar und in der konkreten Behandlungssituation umsetzbar ist.
Dabei gibt er Einblicke in die tägliche klinische Praxis und schildert, wie Ärzte mit Patientenverfügungen umgehen, wie deren Aussagen interpretiert werden und welche Herausforderungen entstehen können, wenn medizinische Entscheidungen unter Zeitdruck und in einer für Patienten und Angehörige belastenden Situation getroffen werden müssen.
Der Vortrag richtet sich an alle, die sich frühzeitig mit ihrer persönlichen Vorsorge beschäftigen möchten und darauf Wert legen, auch in gesundheitlichen Ausnahmesituationen möglichst selbstbestimmt entscheiden zu können. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen.
Beginn: 14.30 Uhr im Hofbergsaal
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Der Eintritt ist frei.