Der Film führt den Zuschauer in das Paris der 1980er Jahre. 1981 wird der Wahlsieg Mitterands auf den Straßen gefeiert. Es herrscht eine Atmosphäre der Hoffnung und des Wandels. Nicht aber für Elisabeth. Ihre Ehe ist gerade auseinandergebrochen und sie muss nun für sich und ihre beiden Kinder Judith und Mathias sorgen. Elisabeth, die bisher nur Hausfrau war, findet Arbeit bei einer nächtlichen Radiosendung. Dabei lernt sie die junge, arbeitslose Außenseiterin Talulah kennen und nimmt sie unter ihre Fittiche. Talulah erfährt zum ersten Mal die Wärme einer Familie. Ihr freier Geist hat aber auch einen bleibenden Einfluss auf sie: Elisabeth und ihre Kinder gewinnen den Mut, ihr Leben neu zu erfinden. Jahre später sind die Kinder junge Erwachsene. Judith studiert und geht zur Armee, Mathias verliebt sich in Talulah und träumt davon, Schriftsteller zu werden. Elisabeth hat ihren eigenen Weg längst gefunden.
Trotz der gewaltigen Umbrüche, die Elisabeth und ihre Kinder im Laufe der Zeit durchleben und durchleiden, ist Passagiere der Nacht ein bemerkenswert ruhiger, fast schwebender Film. Dabei ist Mikhael Hers voller Güte und Mitgefühl für seine Figuren.
Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch. Interessierte sind dazu recht herzlich eingeladen
Nächster Termin für die Reihe „Der besondere Film“: Dienstag, der 7. 3. 2023, 19.30h
Titel des Films: Die stillen Trabanten
Inhalt: Siehe Newsletter vom 1.2.2023