Die in Madrid lebende Werbefotografin Janis möchte die Exhumierung eines Massengrabes aus dem spanischen Bürgerkrieg durchführen lassen, in dem sie ihren ermordeten Urgroßvater vermutet. Der Anthropologe Arturo soll ihr dabei helfen. Nach einer Affäre mit ihm ist Janis schwanger. Sie beschließt, das Kind allein großzuziehen. Im Krankenhaus teilt sie sich ein Zimmer mit der ebenfalls ungewollt schwangeren 17-jährigen Ana, die keinen Kontakt zum Kindsvater hat und deren Kind am gleichen Tag geboren wird. Die alleinerziehenden Mütter unterstützen sich gegenseitig, bis der Kontakt vorübergehend abreißt. Als Arturo bei Janis seine – vermeintliche – Tochter zum ersten Mal sieht, zweifelt er aufgrund optischer Unähnlichkeit an, der Vater zu sein. Ein DNA-Test bestätigt, dass Janis‘ Kind tatsächlich nicht von Arturo ist. Bei Janis erweckt das einen Verdacht, der nach und nach schärfere Konturen annimmt. Das ist aber nicht das einzige Problem, mit der sie sich konfrontieret sieht und ihr Leben auf dramatische Weise mit Ana verbindet.
In Parallele Mütter geht es um Lügen und Wahrheiten, aber auch darum, wie schmerzhaft es ist, die Chance zur Wahrheit zu verpassen und mit einer Lüge zu leben. Penélope Cruz und Milena Smit, die beiden Hauptdarstellerinnen, spielen großartig, sehr berührend und in ihrer Natürlichkeit absolut glaubwürdig.
Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum Gespräch. Interessierte sind dazu recht herzlich eingeladen.
Genre: Drama
Herkunftsland/Jahr: Spanien 2021
Regisseur: Pedro Almodovar
Drehbuch: Pedro Almodovar
Darsteller: Penélope Cruz, Milena Smit
Länge: 123 Min.