Der Film führt uns in das London Anfang der 50er Jahre, wo die Stadtverwaltung immer noch mit den Schäden des 2. Weltkrieges beschäftigt ist. Im Mittelpunkt des Dramas steht Williams. Der Witwer ist ein erfahrener Beamter, der den Wiederaufbau der Stadt sehr ernst nimmt, auch wenn er nur ein kleines Rädchen in der Bürokratie ist. Mit seinen Mitarbeitern sieht er sich einem beinahe unüberwindlichen Berg von Akten gegenüber. Trotz der vielen Arbeit fühlt er sich einsam. Sein Leben erscheint ihm leer und bedeutungslos. Da reißt ihn eine erschütternde medizinische Diagnose aus seinem Alltag und er versucht seinem Leben mehr Abwechslung, mehr Freude und Erfüllung zu geben. Er reist in einem Badeort und sucht dort Ablenkung und Vergnügen, ohne es aber wirklich zu wollen. Er lernt eine junge Frau näher kennen, die früher zu seinem Büro gehörte. Ihr Wunsch nach Eigenständigkeit und ihr Lebensmut beeindrucken ihn sehr und veranlassen ihn, sich nunmehr hartnäckig für den Bau eines Kinderspielplatzes einzusetzen, nachdem dieser von etlichen Müttern immer wieder gefordert worden war. Für ihn eine Möglichkeit, etwas Sinnvolles für die nachfolgende Generation zu tun. Drama von ‚Regisseur Oliver Hermanus, GB 2022.
Dozent: Dorn (Moderation), Peter
Standard-Gebühr: 6,50 EUR