Seit Monaten demonstrieren Bürgerinnen und Bürger im Iran gegen die Gewaltherrschaft der Ayatollahs. Kunst und Musik spielen dabei eine wichtige Rolle. Ein Konzert iranischer Musiker macht diesen Ausdruck hörbar: mit Setar, Tombak und Gesang entsteht ein musikalischer „Aufschrei“, der die aktuellen Erfahrungen im Iran widerspiegelt. Shahed (Gesang) bringt Erfahrung aus Konzerten und Chorarbeit mit. Parsa (Setar) ist ein junger Musiker und Komponist am Beginn seiner Laufbahn. Arash (Tombak) ist ein erfahrener Perkussionist mit vielfältigen kulturellen Einflüssen. Die Musik bewegt sich in der klassischen persischen Kunstmusik (Dastgãh-System), geprägt von Improvisation, freiem Rhythmus und wechselnden metrischen Strukturen. Im Mittelpunkt steht nicht die Erklärung des Schmerzes, sondern seine unmittelbare Erfahrbarkeit.In von Gewalt geprägten Tagen im Iran setzt das Konzert zugleich ein Bekenntnis zur uralten persischen Kultur.
Autor:PAF und DU Redaktion aus Pfaffenhofen |