DRIFT ON ICE am 05. Januar in Pfaffenhofen, das heißt: Speedway- und Quadfahrer aus 7 Nationen kämpfen auf dem Eis der Stadtwerke-Arena um Punkte!

 
Tero Aarnio will sich auf einem zugefrorenen See auf Pfaffenhofen vorbereiten ...in Finnland ist das kein Problem! (Foto: Taneli Miettinen)
 
Ein echter Hingucker: Martin Smolinskis Bike bestaunten wochenlang die Gäste im Pfaffenhofener Eisstadion! (Foto: Erhard Wallenäffer)

„NACH PFAFFENHOFEN KOMMEN WIR AM 05.01.2019 MIT EINER STARKEN BESETZUNG“, kündigt Ronny Weis an. Der Organisator vom MC Eisdrifters Meißen muss es wissen: Schließlich veranstaltet sein Klub, unterstützt durch den MSC Pfaffenhofen, im Eisstadion das 44. Rennen dieser Art – und immer mit im Renngeschehen: Er selbst! Als Führender des 7. Pro Tec-Cups kommt der 40-Jährige in die Hallertau ...hat er doch Ende November den Auftakt der Rennserie im sächsischen Freital (bei Dresden) gewonnen. So gilt Eisspezialist Weis am 05. Januar als eines der heißesten Eisen, wenn es um den Tagessieg geht. Was man dem Meißener jedoch nicht vorwerfen kann: Dass er sich schwache Konkurrenz eingekauft hätte:

Martin Smolinski (Deutschland – Gaststarter): Der Olchinger hält gewissermaßen die bayerische Fahne hoch. Frisch ausgestattet, mit einem WM-Titel, wird er in Pfaffenhofen erwartet: Im vergangenen Herbst nämlich, krönte er sich erstmals zum Langbahn-Weltmeister (Sandbahnsport auf über 450 Meter-langen Ovalen). Zur Weltspitze zählt der 34-Jährige auf allen Bahnen – logisch, dass er in seinem Sport als deutsche Nummer Eins gilt. In Pfaffenhofen anzutreten ist für Smoli, wie ihn seine Fans nennen, eine Herzensangelegenheit: „Wenn es heißt, wir sollen in Bayern um den Kreis herum fahren, dann bin ich dabei! Dass dieses Spektakel nach Pfaffenhofen kommt, ist einfach spitze – ich hoffe, das könnte ein Anreiz für die Stadt sein, doch noch ein neues Stadion zu bauen“, so der Oberbayer, der sicher eine große Fangemeinde mit in die Kreisstadt bringen wird. Dass er auch auf glattem Untergrund sein Bike beherrscht, hat Smolinski schon bewiesen: Zweimal gewann er die offene Britische Meisterschaft im Indoor-Ice-Speedway.

Richard Geyer (Deutschland): Trotz seinen jungen Alters von 21 Jahren verfügt der Meißener über sehr viel „Eis-Erfahrung“. Auch in Pfaffenhofen gilt er deshalb als heißer Kandidat für das Tagesfinale.

Buddy Prijs (Niederlande): Zwei Zähler zum Auftakt, vor den Toren Dresdens, waren nicht nach dem Geschmack des Youngsters. Prijs zeigte bereits im letzten Winter seine Fähigkeiten und dürfte die Stellschrauben kennen, an denen er zu drehen hat.

Tero Aarnio (Finnland): „Ich bin hungrig und will es besser machen, als in Freital“, versicherte der Finne während der Weihnachtsfeiertage. Stichwort Freital: Beim Event im November gab Aarnio sein Debüt auf deutschem Eis und belegte dabei Rang 5. Ein wenig enttäuscht sei er darüber gewesen, gab der 34-Jährige zu: „Ich bin ja schon oft auf Eis gefahren, aber die verwendeten Reifen waren für mich neu – ich bekam einfach nicht den richtigen Grip und hatte zudem schlechte Starts.“ Den Finallauf zu erreichen, gab der Speedway-Profi als Marschroute für Pfaffenhofen aus, und hierfür kündigte er an, sich optimal vorzubereiten: Einen zugefrorenen See wolle er sich suchen, um intensiv zu trainieren: „Ich freue mich auf euer Meeting und will sichergehen, dass ich den Zuschauern eine gute Show bieten kann“, so Aarnio.

Jacob Bukhave (Dänemark): Speedway-Fahrer aus Dänemark siegten in Pfaffenhofen sehr oft und auch einem Jacob Bukhave werden am 05. Januar gewisse Chancen auf den Einzug in das A-Finale eingeräumt. Der 25-Jährige blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück – unter anderem konnte er den niederländischen Goldhelm gewinnen.

Sergey Malyschev (Russland): Der 30-Jährige hat mittlerweile seinen Wohnsitz nach Deutschland verlegt. Bei der Drift on Ice-Rennserie gehört er zu den Stammfahrern: Mit Podestplatz 3 startete er im sächsischen Freital in die Wintersaison.

Wojciech Lisiecki (Polen): Der 26-Jährige vertritt mit Polen, das Speedway-Land schlechthin. In Freital, vor wenigen Wochen, machte er mit Platz 2 auf sich aufmerksam.

Jim Terchila (USA – Gaststarter): Besonders gespannt sind die Organisatoren der Meißener Eisdrifter auf den Auftritt eines speziellen Teilnehmers: Mit Jim Terchila wird erstmals ein Drifter aus den USA eingeflogen und zwar ausschließlich für das Pfaffenhofener Rennen. Schon lange hatte man eine solche Aktion vor, wie Ronny Weis erklärt: „In Pfaffenhofen ist der Zeitpunkt gekommen – die Situation ist perfekt, weil es ja praktisch vor der Haustüre einen internationalen Flughafen gibt.“ Warum der Mann aus Indianapolis verpflichtet wurde, wird klar, wenn man die Hintergründe kennt: „Ice-Racing“ hat in den Staaten seinen Ursprung – Winter für Winter locken zahlreiche Meetings die Fans in die Eishallen – hierbei wiederum ist Terchila eine feste Größe.

Spannende Zweikämpfe auch im Rahmenprogramm zu erwarten!


Was lapidar unter dem Begriff „Rahmenprogramm“ eingeordnet wird, hat diese Bezeichnung gar nicht verdient: Besonders die Quad-Rennen sind bei Drift on Ice-Meetings kaum noch wegzudenken. Von 750ccm-Aggregaten werden die Vierräder befeuert, wobei sich die Teilnehmer in Vorläufen und einem Finallauf bekämpfen werden. Mit Spannung wird das Duell Stephan Bischoff gegen Matthias Hahnke erwartet – womit gemeint ist: Deutscher Meister gegen Vizemeister.
Auch der Nachwuchs soll die Gelegenheit bekommen, sich auf dem Pfaffenhofener Eis vor großer Kulisse zu präsentieren – heißt: Fünf Meißener Eigengewächse werden auf ihren 50ccm-Bikes um Punkte kämpfen. Favorit hierbei ist Magnus Rau, der 2018 in seiner Klasse Deutscher Vizemeister wurde.

„Ohne Fleiß kein Eis“ …hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind nötig, damit die Drifts stattfinden können!

Extra-Eis in einer Stärke von vier bis fünf Zentimetern muss auf das Pfaffenhofener Eishockeyfeld gezaubert werden – wobei sich die Helfer des MSC- und des EC Pfaffenhofen in der Tat einen Zauberstab wünschen würden: In drei Nächten, beginnend ab dem Neujahrsabend, werden Wasserschicht um Wasserschicht per Schlauch aufgetragen. Erhard Wallenäffer, Speedwayleiter des MSC: „Bis zu 25 Helfer werden sich die Nächte um die Ohren schlagen, damit wir am 05. Januar genügend Eis haben.“ Die genannte Schichtdicke ist notwendig, um sicher zu gehen, dass die Linien für den Eishockey-Spielbetrieb unverletzt bleiben. Mit einem Abrieb von drei bis vier Zentimetern ist nämlich zu rechnen – heißt auch: Nach dem Rennen sind Eismeister Thomas Schönauer und sein Team gefragt …per Eismaschine muss das „Zusatz-Eis“ wieder Millimeter für Millimeter abgehobelt werden, denn schon am nächsten Vormittag soll wieder ein öffentlicher Schlittschuhlauf stattfinden.

Informationen zum Ablauf der Veranstaltung:

16:30Uhr: Einlass in das Stadion (die Stadiongaststätte hat geöffnet)
17:15Uhr: Autogrammstunde mit den Teilnehmern
18:00Uhr: Fahrerpräsentation, Wertungsläufe
20:00Uhr: Siegerehrungen (nach dem letzten Finallauf)
…im Anschluss: Pressekonferenz und „After-Race-Party“ in der Stadiongaststätte
(hier angegebene Zeiten können sich kurzfristig ändern)

Ticketsituation: Weiterhin Verkauf an der Kasse des Eisstadions (bei Heimspielen der Ice Hogs und zu Zeiten des öffentlichen Schlittschuhlaufs). Ein begrenztes Kontingent an Eintrittskarten wird auch am Veranstaltungstag an der Abendkasse erhältlich sein!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.