Neue Mitte Pfaffenhofen - ein Diskussionsbeitrag

Unsere Pfaffenhofener Straßen sind seit über 100 Jahren unverändert und werden nicht größer. Aber die Autos werden immer mehr.
Aufenthaltsqualität, Verkehrsberuhigung UND Ereichbarkeit, samt Parkplätzen sind miteinander vereinbar. Ein Konsens liegt zum Greifen nahe. Wenn wir aufhören bei dieser Frage in schwarz-weiß zu denken.

"Freie Fahrt" ODER "autofreier Hauptplatz" - beides ist alleine betrachtet nicht sinnvoll.
Alle wollen Verkehrsberuhigung, sowie eine Weiterentwicklung der Innenstadt ohne dabei die Erreichbarkeit oder gar die Möglichkeit für kleine Besorgungen auch mit dem PKW einzuschränken.

Die einzig strittige Frage ist die Methode zur Herausnahme des reinen Durchgangsverkehres.
Ich verstehe diesbezüglich die Sorgen und auch die meisten Standpunkte von betroffenen Händlern, vor allem weil offenbar die Pläne zur "Neuen Mitte" nicht von Anfang an ausreichend erörtert wurden, bzw. auch ein falsches Bild von einer Sperre des ganzen Hauptplatzes die Runde machten.

Auch einem Bürgerentscheid, bzw. einer qualifizierten Bürgerbefragung steht in meinen Augen grundsätzlich nichts im Wege.

Ich bitte aber alle Akteure bis Februar im Gespräch bleiben. Und erst wenn alle Möglichkeiten und Varianten vorliegen, kann eine qualifizierte Bürgerbeteiligung stattfinden, bzw. sehen wir, welche Entscheidungsmethode die sinnvollste ist.
Ich bin persönlich dazu bereit die Ansätze und Ideen mit allen an einer Lösung interessierten vertieft zu diskutieren. Den Anfang hat Pro-Wirtschaft am Donnerstag gemacht. Weitere Treffen werden folgen.

Bei aller Liebe zum Kompromiss und Konsens sollte man sich trotzdem gewiss sein, dass es eine Lösung der Verkehrsproblematik nach dem Motto "Wasch mich, aber mach mich nicht nass!" naturgemäß nicht geben kann.

Denn Pfaffenhofen wächst. Und die Fahrzeuge werden immer mehr! Jährlich kommen in Pfaffenhofen rund 200 Autos dazu. Unsere Straßen in der Innenstadt sind seit über 100 Jahre gleich und können nicht mitwachsen. Inzwischen ist es nicht mehr zu leugnen, dass die Kapazitäten erschöpft sind.

Eine KFZ-fixierte Verkehrspolitik oder unwirksame Alibi-Maßnahmen fahren deshalb sprichwörtlich ins Chaos. Ein bisschen müssen also alle aufeinander zugehen.

Ich bin dazu bereit.

Veränderungen kann man nicht aufhalten, aber man kann sie gestalten.
So gemeinsam wie möglich!

Markus Käser
SPD Pfaffenhofen
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