"Schwanensee" als Puppentheater für Erwachsene

Georgisches Ensemble „Joseph-Hipp-Puppentheater“ gastiert

Eine große Geschichte voller Symbolik über Liebe, Konflikt und die verbin-dende Macht von Tanz und Musik wird das Publikum am Donnerstag, 23. Juni, im Haus der Begegnung in ihren Bann ziehen. Im Rahmen des Pfaffenhofener Kultursommers lassen Studenten der Staatlichen Kunstakademie der georgischen Hauptstadt Tiflis zu „Schwanensee“ ihre selbstgefertigten Puppen tanzen.

2011 wurde in der Theater-Werkstatt der Staatlichen Kunstakademie Tiflis in Georgien das Joseph-Hipp-Puppentheater gegründet. Das Theater hat zwei Gründerväter: Kunstprofessor Giga Lapiashvili sowie den bekannten Unternehmer, Maler, Kunsterzieher und Querdenker Claus Hipp, der seit 2001 eine ordentliche Professur für nicht gegenständliche Malerei an der Kunstakademie in Tiflis (Apolon-Kutateladse-Akademie der Künste) innehat.

Das Konzept des Puppentheaters ist einfach: Die Studentinnen und Studenten fertigen selbst die Puppen, Dekoration, Requisiten, nähen Kostüme und agieren ebenfalls als Schauspieler.

Das Puppentheater für Erwachsene findet am Donnerstag, 23. Juni, um 19 Uhr im Theatersaal im Haus der Begegnung statt. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.


Zur Geschichte:
Es gab einmal einen riesigen See. Hier wohnten verschiedene Volksstämme. Am Westufer des Sees lebten weiße, am Ostufer des Sees schwarze Schwäne, weswegen der See „Schwanensee“ genannt wurde. Den weißen und schwarzen Schwänen verdankten die westlichen und östlichen Volks-stämme ihre Namen.

Im Norden des Sees hingegen lag ein großer und starker Staat, den man Eu-ropa nannte. Der König des Landes hatte einen Sohn. Die Stämme der wei-ßen und schwarzen Schwäne versuchten, Europa zu vereinigen, um Sicher-heit und materielle Garantie zu erkämpfen. Aus diesem Grund hatten sie immer Konflikte untereinander.

Nun sollte der Königssohn heiraten. Der König wollte Jungfrauen aus der ganzen Welt zur Braut-Auswahl einladen. Die schwarzen und die weißen Volksstämme hatten auch ihre Kandidatinnen, Odetta und Odilia, geschickt.

Doch der Prinz wollte da nicht mitmachen und weigerte sich, bis er sich durch Zufall verliebte – in Odetta, die Einzige, die er heiraten wollte. Nach der Zustimmung des Königs feierten sie eine große Hochzeit. Die weißen Schwäne vereinigten sich zu Europa, die schwarzen Schwäne aber wurden traurig.

An einem wundervollen Tag kam der Stammesoberste der schwarzen Schwäne ans Ufer und fing an, schöne Musik zu spielen. Der Stammes-oberste der weißen Schwäne kam auch dazu und sie tanzten und sangen zusammen. Der Zauber umfing sie und sie lebten glücklich miteinander...
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